Rezension zu Geert Wilders: Marked for Death. Islam’s War Against the West and Me [Zum Tode verurteilt. Islam's Krieg gegen den Westen und mich.]
Die „freie Welt“ hat ein Problem mit dem Islam. Wir haben ein Problem mit dem Islam. Geert Wilders hat ein Problem mit dem Islam.
Und weil er einer der wenigen ist, die offen sagen, dass der Islam das Problem ist, lebt der niederländische Politiker unter ständigem Polizeischutz. Zahlreiche Muslime würden ihn lieber tot als lebendig sehen und so manch europäischer Gutmensch ebenfalls. Nun hat Wilders, der mit seiner „Partei für die Freiheit“ (PVV) bis vor kurzem Mehrheitsbeschaffer für die niederländische Regierung war, ein Buch über das Islamproblem geschrieben.
Herausgekommen ist weniger ein politisches Manifest, als ein Sachbuch über den Islam, versetzt mit eigenen Erfahrungen. Denn zu großen Teilen pendelt „Marked for Death“ von islamischen (Un-)Sitten und falschen Entwicklungen der heutigen Integrationspolitik zurück zur, als Begründung herangezogenen, Lebensgeschichte des angeblichen Propheten Mohammed und wieder in die Gegenwart zu autobiografischen Versatzstücken des Verfassers.
Der Leser spürt förmlich, wie er an Wilders‘ Hand durch dessen Bibliothek wandelt, so zahlreich sind die Zitate mehr oder weniger bekannter Ex-Muslime, Islamkritiker, Historiker und Politiker. Vor allem aber haben es die US-Präsidenten und unter ihnen insbesondere Ronald Reagan dem Niederländer angetan sowie (natürlich) Winston Churchill. Churchill war übrigens auch derjenige, der den Vergleich zwischen dem Koran und Hitlers „Mein Kampf“ als erster zog (zumindest der erste Prominente), für den Wilders besonders gerne und besonders von deutschen Journalisten angegriffen wird.
Interessant sind bei all dem vor allem die von Wilders gezogenen Vergleiche zwischen Islam und Kommunismus bzw. Sozialismus: Nicht etwa, weil der Vergleich neuartig wäre, sind doch die ähnlichen Kollektivstrukturen beider Ideologien hinlänglich bekannt. Was Wilders aber gut herausarbeitet, ist die gegenseitige Beeinflussung der Totalitarismen zu Zeiten der französischen Revolution, traf doch der Islam beim Denken der Revolutionäre gewissermaßen auf Seelenverwandte. „Some argued this thinking became a model for Islamic modernists, but in fact these ideas merely encouraged Islam to return to its own totalitarian roots“, so Wilders. [Einige argumentierten, dieses Denken wurde zum Modell für islamistische Modernisten und in der Tat ermutigte es den Islam, zu seinen eigenen totalitären Wurzeln zurückzukehren.]
Die Folge aus diesen Einsichten wiederum ist zumindest für freiheitlich denkende Menschen logisch und zeigt zugleich die konsequente Unlogik all der Gutmenschen, die jeden Islamkritiker im sogenannten „Kampf gegen Rechts“ verteufeln: „We should not treat Islam more leniently than other political ideologies like communism and fascism just because it claims to be a religion. We must treat Islam as we do every other despotic creed that calls for the submission of those who do not adhere to it.” [Wir sollten den Islam nicht milder behandeln, als andere politische Ideologien, wie den Kommunismus und den Faschismus, nur weil er behauptet eine Religion zu sein. Wir müssen den Islam wie jeden anderen despotischen Glauben behandeln.]
Der Vergleich von Kommunismus/Sozialismus und Islam führt Wilders dann auch zu seiner zentralen Lösungsstrategie. Denn wie es bereits vor rund einem Jahrhundert z.B. Aldous Huxley und Winston Churchill voraussahen, kann der Islam ohne den Westen nicht überleben. Nur die massiven Transfers von Geld (vor allem für Öl), Technik und Wissen lassen den Nahen und Mittleren Osten nicht eingehen wie eine Blume ohne Wasser. Um das Ende des Islams zu beschleunigen, schlägt Wilders vor, alle Staaten, die nicht bereit sind, die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ zu unterschreiben und stattdessen nur die „Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam“ akzeptieren [die nur die Scharia als rechtliche Grundlage akzeptiert und die Gleichberechtigung ablehnt], aus der UNO zu werfen und bis zu deren Ausschluss jegliche Finanzflüsse seitens des Westens an die UNO zu unterbinden.
Bei gleichzeitigem Einstehen des Westens für die Wahrheit (“Free men and women everywhere must resist this violent intimidation at all costs. Armed only with our pens, we must defy Islam’s axes and knives. We must continue to speak our minds, knowing there is nothing more powerful than the truth.”) [Freie Männer und Frauen müssen dieser gewalttätigen Einschüchterung um jeden Preis Widerstand leisten. Nur mit unseren Stiften bewaffnet müssen wir den Äxten und Messern des Islam trotzen. Wir sollten weiterhin unsere Meinung sagen, denn nichts ist stärker, als die Wahrheit zu sagen.] würden diese Maßnahmen dazu führen, dass sich in der islamischen Welt, so wie damals im kommunistischen Ostblock, immer mehr Menschen und Stimmen gegen das Unrecht der Ideologie erheben würden. „As with communism, a Western campaign of constant pressure could expedite the collapse of Islam through its own contradictions.” [Wie beim Kommunismus, könnte ein konstanter westlicher Druck zum Zusammenbrechen des Islam führen, der an seinen eigenen Widersprüchen scheitert.]
Natürlich kann Wilders den sogenannten „Arabischen Frühling“ deswegen keinesfalls begrüßen, wechseln doch durch die Unruhen nur die Diktatoren und Regimes einander ab. „If only they could liberate themselves from Islam, they, too, could become prosperous and free nations.” [Nur wenn sie sich selbst vom Islam befreien können, können sie auch zu wohlhabenden und freien Nationen werden.] Doch genau danach sieht es im Nahen und Mittleren Osten überhaupt nicht aus. So wollen zwar 55 Prozent der Ägypter eine Demokratie, aber weit mehr stimmen mit zentralen islamischen Prinzipien, die der Demokratie und einem Rechtsstaat widersprechen überein und 85 Prozent befürworten einen islamischen Einfluss auf Politik. „The bottom line, unfortunately, is this: there can be no freedom in countries where Islam is dominant.“ [Unter'm Strich steht unglücklicherweise leider: er gibt keine Freiheit in den Ländern, in denen der Islam dominiert.]
Die Hauptverantwortung für die Lösung des Islamproblems liegt also bei den Muslimen selbst. Doch die „Männer und Frauen der Freien Welt“ hätten ebenfalls die Pflicht, Widerstand zu leisten, schreibt Wilders. Sein Vier-Punkte-Plan dafür scheint bestechend einfach:
- Verteidigung der Redefreiheit, der wichtigsten
unter den Freiheiten, denn nur wenn wir (unbequeme) Wahrheiten
aussprechen können, können wir anderen erklären, was auf
dem Spiel steht. „The truth is our only weapon, we must use it“ [Die
Wahrheit ist unsere einzige Waffe, wir müssen sie nutzen.],
wiederholt Wilders und fordert auch die Abschaffung aller
Volksverhetzungs-Gesetze (hate speech laws), die vor allem dazu dienen,
Kritiker des Islams mundtot zu machen.
- Zurückweisung des Kulturrelativismus
[1],denn
unsere westliche Kultur ist der barbarischen des Islam haushoch
überlegen. Nur wenn wir uns trauen, dies zu sagen, nur wenn wir
uns unserer Werte bewusst werden und nur wenn wir unseren Kindern mit
der Geschichte auch den Stolz auf unsere Errungenschaften lehren,
können wir unsere Zivilisation verteidigen.
- Stopp der Islamisierung, indem wir verstehen,
dass Migration [Einwanderung] von jeher das Mittel zur Verbreitung des
Islams war [2] und
dass historisch gesehen, „more Islam has meant less freedom.“ [mehr
Islam bedeutet weniger Freiheit] Aus
diesem Verständnis ergibt sich für Wilders der Stopp aller
Zuwanderung aus islamischen Ländern und stattdessen der Fokus auf
und die Forderung nach Integration der schon anwesenden Muslime.
Jegliche Mittel des islamischen Totalitarismus (Scharia, halal-Essen,
Islamic Banking, Burka, Islamunterricht und Moschee-Neubauten) sind zu
unterbinden, kriminelle Migranten auszuweisen.
- Wertschätzung unser nationalen Identitäten,
insbesondere durch die Wiederherstellung der vollständigen
Souveränität der Nationalstaaten gegenüber der EU. „The
peoples of the free world can defend their liberties only if they can
rally around a flag with which they identify. This flag, symbolizing
ancient loyalties, can only be the flag of our nation.” [Die Menschen
der freien Welt können ihre Freiheiten nur verteidigen, wenn sie sich
um eine Fahne versammeln, mit der sie sich identifizieren. Diese Fahne,
die die historische Loyalität (Gesinnung, Zusammengehörigkeit)
symbolisiert, kann nur die Fahne unserer Nation sein.]
[1] Der Kulturrelativismus, der besonders von Linken favorisiert wird sagt, daß alle Kulturen gleichwertig sind, daß also z.B. die christlich-jüdische Kultur gleichwertig mit der islamischen Kultur ist.
[2] Fragt man die Muslime, wie sich der Islam verbreitet hat, dann bekommt man in der Regel zu hören, der Islam habe sich selbstverständlich friedlich verbreitet. Aber dies entspricht nicht der Wahrheit. Die Muslime wissen es einfach nicht besser, denn in den Moscheen und Koranschulen bekommen sie die Wahrheit nicht zu hören. Die Wahrheit ist:Von 635 n.Chr. bis Jahr 1099 überfielen muslimische Truppen Palästina, Syrien, Jordanien, Israel, Marokko, Ägypten, Tunesien, Algerien, Lybien, Iran, Irak, Spanien, Portugal, Teile Frankreichs, Sizilien, Griechenland, Bulgarien, Jugoslawien, Rumänien, Armenien, die Türkei (Byzanz), Zypern, Usbekistan, Turkmenistan, Kirgisistan, Tadschikistan, Afghanistan, Indien, China und Pakistan. (siehe: Die Gründe für die Kreuzzüge) Allein beim Überfall Indiens wurden 80 Millionen Hindus ermordet.
Die wohl wichtigste Botschaft des Buches findet sich allerdings im Vorwort des kanadischen Journalisten Mark Steyn („America Alone“), und der wiederum zitiert Ayaan Hirsi Ali: „share the risk.“ [Teile das Risiko.] Das nächste Mal, wenn ein Autor oder Karikaturist eine Fatwa (islamisches Rechtsgutachten) provoziere, so Steyn, werden wir diese weltweit publizieren und den islamischen Vollstrecker ein klare Nachricht schicken: „killing one of us won’t do it. You’d better have a great credit line at the Bank of Jihad because you’ll have to kill us all.“ [Mit dem Töten von einem von uns ist es nicht getan. Ihr solltet einen größeren Kredit auf der Bank des Jihad haben, denn ihr müßt uns alle töten.]
Geert Wilders (2012): Marked for Death. Islam’s War Against the West and Me. Washington: Regnery Publishing, 286 Seiten. Leider ist das Buch nur über Internethändler als Direktimport aus den USA zu erhalten. [amazon.com]
Felix Strüning Der Citizen Times Chefredakteur und Politikwissenschaftler kommentiert in seiner Kolumne Ansichten & Einblicke aus Berlin… regelmäßig das politische Geschehen und die Entwicklungen der Bürgergesellschaft. Schwerpunkte sind dabei die Themen Islam und Integration in Deutschland sowie das Spannungsverhältnis zwischen Islamophobie, Islamkritik und Kulturrelativismus.
Quelle: Geert Wilders „Steht auf, Männer und Frauen der freien Welt!“
Siehe auch: Vorwort zu Geert Wilders Buch von Mark Steyn
Texte und Reden von Geert Wilders:
Geert Wilders: „Wir müssen die Wahrheit über den Islam sagen“ (01.05.2012)
Geert Wilders in Berlin bei der Partei "Die Freiheit" (03.09.2011)
Geert Wilders Rede in Tennessee: „Es ist Islamblindheit!“ (12.05.2011)
Geert Wilders: Es ist an der Zeit, Mohammed zu demaskieren (01.04.2011)
Geert Wilders: „Es ist Zeit für einen Wandel!“ (25.03.2011)
Geert Wilders: „Sie werden uns nicht stoppen“ (10.11.2010)
Geert Wilders Rede in Berlin („Die Freiheit“) (02.10.2010)
Geert Wilders: „Meine Botschaft an die Muslime.“ (19.07.2010)
Geert Wilders im britischen Oberhaus (05.03.2010)
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