Manchmal können es auch deutsche Medien: gute Recherche, Beratung
durch Experten, nüchterne Aufklärung. So gab es gestern Abend
einen hervorragenden Beitrag zum Thema Syrien.
Günter Meyer, Nahostexperte der „Kulturzeit“: „Was als friedliche
Rebellion begonnen hatte und von Baschal al-Assad blutig
niedergeschlagen worden ist, das hat durch die Unterstützung von
außerhalb, durch den Einsatz massiver Gewalt, auch von Seiten der
[islamistischen] Opposition eine völlig andere Qualität bekommen. Es
läuft alles darauf hinaus, daß die bisherige unterdrückte Mehrheit der
sunnitischen Bevölkerung, islamistisch orientiert ist, daß sich hier
eine gemeinsame islamistische Achse, mit Unterstützung der Sunniten im
Irak, im Libanon, in Saudi-Arabien ausbildet, die gewaltsam den Sturz
wollen. Diese Komponente wird in der Berichterstattung völlig außer Acht
gelassen. [Mit anderen Worten, die westlichen Medien haben uns
wochenlang belogen.]... Von besonderer Bedeutung ist allerdings die
Unterstützung, die der syrische Aufstand durch Al Quaida bekommen hat.“
Wie schon in anderen Ländern des „arabischen Frühlings“ droht
die einzig organisierte Opposition [die Muslimbrüder] die Macht an sich zu reißen.
Im Fall Syriens ist das die sunnitische Mehrheit des Landes,
gestützt von den Moslembrüdern, die medial wie finanziell
durch das Ausland unterstützt wird. Auch die linksliberale
„Kulturzeit“ kann politisch inkorrekt sein und abseits von
schwärmerischen Wunschträumen die Realität berichten:
Syrien und der Westen - Neue Thesen zum Freiheitskampf from theAnti2007 on Vimeo.
Video: Syriens islamischer Herbst
(06:31)
Quelle: Video: Syriens
islamischer Herbst
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Syrien: Die
Revolution wird immer islamischer
Syrien im
Würgegriff der Medien
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