Nach einer Messerstecherei in Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt, 40 km nödlich von Halle) ist das Opfer außer Lebensgefahr. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Dem 29-jährigen Fußballer war am Montag ein Messer in den Kopf gerammt worden. Die steckengebliebene Klinge wurde noch am selben Tag bei einer Notoperation entfernt.
Ein 30-jähriger, dringend Tatverdächtiger wurde in der Nähe des Tatortes festgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat Untersuchungshaft wegen versuchten Totschlags für den Mann afrikanischer Herkunft beantragt. Er sollte noch am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden, sagte Oberstaatsanwalt Christian Preissner.
Der 29-jährige Fußballer soll versucht haben, bei einem Streit zu schlichten. Daraufhin rammte der mutmaßliche Messerstecher dem Mann die Klinge in den Kopf.
Am Montagabend versammelten sich bei einer spontanen Mahnwache bis zu 500 Menschen in der Innenstadt von Dessau-Roßlau. Mit der friedlichen Aktion wollten sie auf den brutalen Angriff hinweisen. Viele der Teilnehmer waren Fans und Spieler des Dessauer Fußballvereins, dem das Opfer angehört.
Quelle: 29-Jähriger nach Messerstecherei außer Lebensgefahr
Dessau-Roßlau: Afrikanischer Messerstecher sitzt in Untersuchungshaft
Protest am Montagabend am Tatort in der Kavalierstraße. 400 Menschen nahmen daran teil.
André Schubert, das Opfer der Messerattacke am Montagmittag, durfte am Dienstag die Intensivstation des Städtischen Klinikums verlassen. Der 29-jährige Sportler, der mit einem Messer im Kopf-Hals-Bereich schwer verletzt worden war, befindet sich auf dem Weg der Genesung, wenngleich die Ärzte am Dienstag noch vorsorglich von einem offiziellen Besuch des Oberbürgermeisters am Krankenbett abgeraten hatten. Man solle mit solch einem Besuch lieber noch einen Tag warten, dem Patienten die Ruhe gönnen, lautete der Rat der Ärzte aus dem Krankenhaus vor dem Hintergrund einer Not-OP am Montag, in der eine Messerklinge aus Schuberts Kopf entfernt worden war.
Es herrscht Erleichterung in der Stadt, dass der Fußballer und Jugendwart der ASG Vorwärts Dessau wieder auf die Füße kommen wird und die Justiz inzwischen den mutmaßlichen Täter vorläufig hinter Schloss und Riegel bringen konnte. Das Amtsgericht hatte am Dienstagmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen einen 28 Jahre alten Mann aus dem Senegal erlassen. Der Ermittlungsrichter sah den Vorwurf des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung erfüllt und ordnete für den Asylbewerber Untersuchungshaft an.
Der Beschuldigte habe sich vor dem Richter zu den Vorwürfen geäußert, sagte Oberstaatsanwalt Christian Preissner gegenüber der MZ, ohne inhaltlich näher darauf eingehen zu wollen. Die Ermittlungen würden erst am Anfang stehen. Allerdings hätten die ersten Zeugenvernehmungen den bisher angenommenen Tathergang untermauert. Demnach wollte der 29-jährige Sportler einem 54 Jahre alten Passanten Hilfe leisten, als sich dieser mit dem Asylbewerber um sein Handy stritt.
Weshalb der Senegalese daraufhin so plötzlich ein Messer gezogen und zugestochen hat, ist unklar. Unklar ist auch, warum der mutmaßliche Täter anschließend nur wenige Meter geflüchtet war, er bei seiner vorläufigen Festnahme aber außer Rand und Band geriet, so dass ihn gleich mehrere Polizeibeamte festhalten mussten. Das sei schon ein auffälliges Verhalten, gesteht Preissner und räumt ein, dass die Staatsanwaltschaft auch prüfen werde, ob zu den weiteren Ermittlungen ein Psychiater hinzugezogen werden müsse. Noch sei auch die Frage offen, ob Alkohol oder Drogen bei der Tat eine Rolle gespielt haben könnten. Auch das werde untersucht.
Während die Ermittlungsbehörden die ersten Pflöcke gesetzt haben, wurde der Montag in Dessau auf besondere Weise reflektiert. Innerhalb weniger Stunden fanden 400 Menschen den Weg auf die Straße. Anhänger des Fußballvereins, Kinder und Jugendliche, aber auch „Personen, die dem rechten Spektrum zugeordnet werden können“, wie Polizeipräsident Kurt Schnieber sagt. So waren in diesem Demonstrationszug auch ausländerfeindliche Parolen zu hören und verschiedene Nazi-Akteure zu sehen, u.a. Mitorganisatoren der Aufmärsche, die die Bombardierung Dessaus im März 1945 durch die Alliierten zum Anlass nehmen, um ihr Geschichtsbild zu vermitteln.
Laut Schnieber war grundsätzlich über soziale Netzwerke wie Facebook oder SMS-Ketten zur Demo mobilisiert worden. Auch Rechtsextreme, das belegen MZ-Recherchen, hatten im Internet dazu aufgerufen. Dass die Situation missbraucht werden könnte, das befürchtet die Landtagsfraktion der Linken und erinnert daran, dass in sozialen Netzwerken auch im Nachgang zu den Ereignissen des 7. Jahrestages des Todes von Oury Jalloh bereits eine erkennbare Aufheizung der Stimmung zu verzeichnen gewesen sei. Umstände und Tathergang müssten nun schnell und umfassend geklärt werden, fordern die Linken.
- [1] Oury Jalloh kam durch einen Brand in einer Zelle des
Polizeireviers Dessau in Sachsen-Anhalt ums Leben. Die Linken machen
dafür die Polizisten verantwortlich, was ich für großen Unsinn halte,
denn der 37-jährige Siera Leoner steckte seine Matratze, obwohl er in
Handschellen gefesselt war, vermutlich selber an. Davon jedenfalls gehe
ich aus. Aber die Linken instrumentalisieren diese Tat gerne, und wollen
damit zeigen, wie fremdenfeindlich die Polizei ist. Der in diesem
Zusammenhang der Körperverletzung mit Todesfolge angeklagte
Dienstgruppenleiter der Polizeiinspektion sowie ein weiterer der
fahrlässigen Tötung bezichtigter Polizist wurden am 8. Dezember 2008 vom
Landgericht Dessau freigesprochen.
Auch Stadtoberhaupt Klemens Koschig ruft zur Besonnenheit auf, denn ein politischer Hintergrund der Tat, die von einem Schwarzafrikaner ausging, liege nach derzeitigem Kenntnisstand nicht vor. „Unser aller Hoffnung sollte sich jetzt auf die baldige Genesung des Opfers richten, das mit Zivilcourage einem in Bedrängnis Geratenen zur Seite sprang.“
Quelle: Messerstecher sitzt in Untersuchungshaft
Ma1234, offenbar ortskundig, schreibt:
Kein Tag ohne Bereicherung: Dessau-Roßlau: vorgestern Mittag ist es gegen 11.45 auf dem Platz vor der McDonalds-Filiale in der Dessauer Kavalierstraße zu einem brutalen Messerangriff gekommen, in dessen Folge der beliebte 29-jährige Desaster-Fußballer André Schubert lebensgefährlich verletzt wurde. Er hatte einen älteren Mann beschützen wollen, diese Zivilcourage wurde ihm zum Verhängnis. Ein 30-jähriger Senegalese stach ihm ein Messer in den Kopf, die Klinge blieb im Schädel stecken. Als ihn Notarzt und Sanitäter gegen Mittag vor Ort medizinisch erstversorgten, steckte das Messer noch im Kopfbereich des Opfers.
Video: Rassistischer Angriff in Dessau (03:09)
Zum Video: Den linken Socken vom WDR fällt natürlich nichts anderes ein, als sich über die Beteiligung von „Rechtsextremen“ an der Demo aufzuregen, anstatt über das brutale Verbrechen des Afrikaners, der dem Deutschen ein Messer in den Kopf (Hals?) rammte. Man tut geradezu so, als ob die Rechtsextremen die Tat begangen hätten. Bei den Linken gilt ohnehin bereits jeder als rechtsextrem, der nicht ihre Meinung vertritt.
Weitere „Einzelfälle“ HIER
Mehr zum Thema Islam
Videos zum Thema Islam
Aktuelles aus Islam & Politik


0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen