Freitag, 3. Juni 2011

Sind Scharia und Grundgesetz miteinander vereinbar?

Nicht immer einig (von links): Kadir Varol, Gülsen Celebi, Hamideh Mohagheghi, Prof. Walter Gropp, Michael Mannheimer und Prof. Winfried Speitkamp bei der von Jura-Studierenden organisierten Podiumsdiskussion in der Uni in Gießen.

Autor Roxana

Fünf hochkarätige Experten stellten sich am 29. Mai 2011 an der Universität Gießen dem Thema „Ehrenmord”. Der habe nichts mit dem Islam zu tun. Nur einer hielt dagegen: Michael Mannheimer.

Da uns zur Podiumsdiskussion noch keine Fotos vorliegen, behelfen wir uns mit diesem Bild, das die Diskutanten in der richtigen Sitzreihenfolge und mit ihrem Namen darstellt.

Ein denkwürdiger Tag an der Universität Gießen, Fachbereich Rechtswissenschaften: am Sonntag, dem 29. Mai 2011, gab es dort eine Podiumsdiskussion zum Thema Ehrenmorde und Islam (Genauer Titel der Veranstaltung:”Ehre und Recht: Zwischen Toleranz und objektiver Werteordnung”). Der Universität gelang es, durchwegs hochkarätige Experten für dieses Thema zu gewinnen:

Dr. Hamideh Mohagheghi:
iranische Juristin und Islamwissenschaftlerin, Mitbegründerin des islamischen Frauennetzwerkes Huda, Vorsitzende der Muslimischen Akademie in Deutschland und Lehrbeauftragte für die Religion des Islam an der Universität Paderborn. Teilnehmerin der „Islamkonferenz” des Innenministeriums.

Prof. Dr. Winfried Speitkamp: seit 2010 Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Kassel. Schwerpunkte seiner Forschung sind u. a. Verfassungs- und Landesgeschichte sowie die Geschichte Afrikas und die deutsche Kolonialgeschichte. 2010 erschien sein jüngstes Buch „Ohrfeige, Duell und Ehrenmord. Eine Geschichte der Ehre”, in dem er sich mit dem Ehrbegriff in verschiedenen Kulturen befasst.

Gülsen Celebi: türkischstämmige Rechtsanwältin, Schwerpunkt: Ehrenmorde (sie verteidigt Opfer und Täter), Autorin des Buches „Kein Schutz, nirgends” (2008)

Kadir Varol: türkischstämmiger Doktorand der Rechtswissenschaft

Michael Mannheimer: Journalist und Publizist, international bekannter Islamkritiker, Verfasser des Essays „Ehrenmorde und Islam” (sehr lesenswert)

Durch die Diskussion führte der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Gropp (Justus-Liebig-Universität Gießen)

Anwesend waren ca. 50, überwiegend junge Studenten, die der knapp zweistündigen Diskussion der fünf Experten aufmerksam lauschten. Schon bei der Verlesung der Statements der Podiumsgäste zeigte sich, dass von einer Ausnahme abgesehen die Experten der Meinung waren, dass Ehrenmorde nichts mit dem Islam zu tun hätten. Nur Mannheimer hielt dagegen und hält den Islam als den Hauptverantwortlichen für diese Unsitte.

Der Historiker Speitkamp erklärte in einer Wortmeldung, dass Ehrenmorde kein islamisches, sondern ein kulturelles Problem seien. Ehrenmorde gäbe es auch in anderen Kulturen. Blutrache, Duelle und Eifersuchtsmorde und sonstige Morde gäbe es auch in Europa (bzw. hat es gegeben). Dem stimmten alle Podiumsgäste zu. Außer Mannheimer, der temperamentvoll dagegenhielt: Er (Mannheimer) könne nicht verstehen, wie ein Professor und Autor eines Werkes über Ehrenmorde dieses Verbrechen auf eine Stufe mit Duellen oder der Blutrache stellen könne. Bei Duellen würden sich bekanntermaßen ausschließlich Männer gegenüberstehen, mit gleichen Waffen und unter strengen Regeln, die den beiden Duellanten die gleichen Ausgangschancen böten.

Dem gegenüber wenden sich Ehrenmorde nahezu aussschließlich gegen Frauen, welche heimtückisch, ohne vorherige Warnung oder Ankündigung, von einem Familienmitglied oder entfernteren Verwandten getötet, oft rituell geschlachtet würden. Weitere Rechtsapsekte von Ehrenmorden seien, so Mannheimer, das Fehlen einer Affekthandlung, was den Ehrenmord somit neben der Tatsache der Heimtücke als Mord und nicht als Totschlag einordne, sowie das Fehlen eines Unrechtsbewusstseins. Die letzte Tatsache wiederum sei generaltypisch für Ehrenmorde. Die Täter hätten ein ihnen zuvor angeblich zugefügtes Unrecht (durch ein weibliches Familienmitglied) wieder zurechtgerückt. Damit sei für ihn (Mannheimer) Speitkamps Argumentation noch unverständlicher.

Auch der Vergleich mit den Ehrenmorden in südeuropäischen Gebieten (Balkan, Süditalien) hinke: denn die dortigen Ehrenmorde seien Akte einer archaischen Blutrache zwischen verfeindeten Familien – und keine Morde innerhalb einer Familie. Ferner wären die Opfer meistens männliche Familienmitglieder, und der Konflikt sei nicht – wie beim klassischen Ehrenmord – mit einer einzigen Tat erledigt. Vielmehr zögen sich diese Blutfehden manchmal Jahrzehnte über ganze Generationen hin. Er (Mannheimer) könne nicht verstehen, dass sich Professoren außerstande sähen, diese Grenze zu ziehen – und noch weniger könne er verstehen, dass sich die Mär von europäischen Ehrenmorden unwidersprochen durch alle Medien und sämtliche Talkshows wie ein roter Faden ziehe.

Dem hielt die Iranerin Mohageghi sofort dagegen, dass dies nicht stimme. Es gäbe auch Ehrenmorde in Kenia etwa oder anderen afrikanischen Gesellschaften, die nicht islamisch seien. Außerdem seien Ehrenmorde in entwickelteren islamischen Ländern wie der Türkei nahezu verschwunden. Mannheimers Antwort: Es sei richtig, dass sich in jenen christlichen oder animistischen Gesellschaften, die über Jahrhunderte vom Islam dominiert worden seien (wie etwa der Balkan, große Teile Afrikas), die Unsitte der Ehrenmorde vorfindet. Aber genau diesen Umstand der kulturellen Dominierung durch den Islam blendeten Islamwissenschaftler regelmäßig aus ihren Betrachtungen aus getreu dem Motto: islamische Unsitten hätten nichts mit dem Islam zu tun.

Auch was ihre Behauptung vom Verschwinden von Ehrenmorden in der Türkei anbelangt, läge sie vollkommen verkehrt: denn in der Türkei nähmen Ehrenmorde nicht nur nicht ab, sondern drastisch zu. Pro Tag gäbe es, so Mannheimer, im Durchschnitt drei Ehrenmorde in der Türkei, Tendez steigend: also allein 1000 Ehrenmorde jedes einzelne Jahr, bei einer geschätzten weltweiten Gesamtziffer von 5000 Ehrenmorden (ai, Terres des Femmes, UNO). Celebi unterstützte Mannheimers Fakten, indem sie ihre Sitznachbarin Mohaghegi darauf hinwies, dass ausgerechnet in der Millionenmetropole Istanbul die meisten Ehrenmorde in der Türkei vorkämen.

Mannheimer bezeichnte den Islam als denjenigen geeigneten, frauenfeindlichen Nährboden, auf dem sich die Unsitte der arachischen Ehrenmorde, die es, wie Mannheimer einräumte, auch in vorislamischer Zeit gegeben hatte, bis zur Gegenwart hin halten und ausbreiten konnte. Er zitierte dazu einige Passagen frauenfeindlicher Aussagen von Mohammed sowie Fatwas und Gerichtsurteile aus islamischen Ländern, in denen Ehrenmorde als mit dem Islam konform eingestuft wurden. Dies brachte sofort wieder Prof. Speitkamp in Stellung gegen Mannheimer, der darauf hinwies, dass es im Koran eben auch friedliche Suren und positive Aussagen über Frauen gäbe und somit Mannheimers Zitate aus Koran und Hadith kontraproduktiv seien, da eindeutig islamfeindlich motiviert. [1]
[1] Die Aussage Prof. Speitkamps, daß es auch friedliche Suren und positive Aussagen über Frauen gibt, empfinde ich als ziemlich heuchlerisch. Genau auf diese Weise versuchen die Islamversteher den Islam immer wieder schön zu reden und vom insgesamt inhumanen Charakter des Islam abzulenken. In der Zeit von 610 bis 622 n.Chr. als Mohammed noch in Mekka lebte, versuchte er die Menschen tatsächlich mit friedliebenden Koranversen für den Islam zu gewinnen. Nachdem er aber bemerkte, daß die Menschen sich nicht für den Islam interessierten, sondern ihn als Störemfried empfanden, der den religiösen Frieden störte, und ihn bekämpften, floh er von Mekka nach Medina.

Von nun an schlug seine Friedfertigkeit in Hass gegen alle Nichtmuslime um. Von nun an zeichneten sich die Koranverse durch Gewalt und Intoleranz aus. Es gab viele Koranverse, die zum Kampf und zum Töten von Nichtmuslimen aufriefen. Von nun an führte er insgesamt 74 Kriege gegen Juden, Christen und Araber, bzw. gegen alle Nichtmuslime, und ließ jeden töten, der nicht bereit war, dem Islam beizutreten. Juden und Christen konnten nur überleben, wenn sie sich als Menschen zweiter Klasse dem Islam unterordneten und wenn sie bereit waren, eine erhebliche "Schutzsteuer" zu bezahlen. Sie besaßen so gut wie keine Rechte und waren gewissermaßen Freiwild für jeden Moslem.
Hier konnte Mannheimer nicht mehr an sich halten und bezichtigte den Geschichtsprofessor derAhnungslosigkeit” zum Thema Islam, da er offenbar nichts über das Prinzip der Abrogation (also der Nihilierung) älterer mekkanischer Suren durch die jüngeren medinesnischen Suren wüsste, was ihn, Mannheimer, doch nachdenklich stimme über die Informiertheit deutscher Eliten. Darauf wurde Mannheimer von Mohagheghi angeherrscht und gefragt, ob der denn islamischerTheologe” sei. Die Abrogation habe, so Mohagheghi, keinerlei Wert, denn sie würde ja bedeuten, dass sich Allah in den mekkanischen Suren geirrt habe und dass der Koran und damit Allah sich widersprechen würden [2]. Und dies, so Mohagheghi, könne ja schließlich nicht sein.
[2] Soviel Dummheit aus dem Mund einer Islamwissenschaftlerin zu hören, ist schon erschreckend. Wenn Frau Mohagheghi wirklich an das Märchen glaubt, daß Mohammed die Suren persönlich von Allah offenbart wurden (durch den Erzengel Gabriel), dann hat das mit Wissenschaft überhaupt nichts zu tun. Wie kann eine "Islamwissenschaftlerin" nur solch einen Unsinn erzählen. Aber genau so verhalten sich die meisten Muslime. Sie hinterfragen solche Behauptungen überhaupt nicht, sondern übernehmen sie gewissermaßen als reine Wahrheit. Sie glauben daran, wie die kleinen Kinder an den Weihnachtsmann glauben. Und nebenbei bemerkt, gibt es etliche Stellen im Koran, die sich tatsächlich widersprechen. Aber darauf möchte ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen.
Und dies könne nicht sein”.. nun, hier wurde mir wieder mal offenbar, dass auch gemäßigte Muslime, wie es Mohagheghi zweifellos ist, bei Islamkritik keinen Spaß verstehen und des logischen Denkens beraubt werden. Denn ihr axiomatischer (unanzweifelbarer) Hinweis auf die Unfehlbarkeit Allahs war ja genau der Punkt, warum islamische Geistliche, denen die Widersprüche der koranischen Offenbarungen nicht entgangen waren, das Prinzip der Abrogation ersonnen haben. Ohne damit jedoch den Grundkonflikt des Koran (und damit des gesamten Islam) gelöst zu haben, der darin bestand, warum derallwissende” Allah nicht bereits bei seinen mekkanischen Offenbarungen gewusst hat, dass er diese in der medinensischen Ära Mohammeds widerrufen (abrogieren) würde. Nun, entweder hat Allah dies gewusst: dann ist er nicht ohne Widerspruch. Oder er hat es nicht gewusst: dann ist er nicht allwissend.

Mohagheghi führte weiter aus, dass Ehrenmorde natürlich nichts mit dem Islam zu tun hätten. Denn nirgendwo im Koran stünde, dass Muslime dies tun dürften. Wie nun? Plötzlich ist der Koran doch wieder wörtlich zu verstehen? Auch hier widersprach sich Mohagheghi in Bezug zu zuvor mehrfach zitierten Koranpassagen durch Mannheimer, bei denen sie bemerkte, solche Stellen aus dem Koran seien „historisch” zu verstehen und nicht wörtlich. [3]
[3] Wenn die Islamwissenschaftler meinen, daß besonders die Stellen im Koran, die zur Intoleranz und zur Gewalt gegen Nichtmuslime aufrufen, historisch zu verstehen sind, dann verkennen sie bewußt, daß diese Suren heute noch weltweit in islamischen Staaten praktiziert werden und eine große Zustimmung unter den Muslimen haben. Es ist sicherlich kein Zufall, daß seit dem 11.09.2001 mehr als 17.000 Terrorakte stattfanden, die zu 99,9 Prozent von Muslimen begangen wurden. Man soll also bitte nicht so tun, als ob das alles nichts mit dem Islam zu tun hat. Der Islam zieht seit mehr als 1400 Jahre eine breite Blutspur hinter sich her. Die heutigen Terrorakte sind also keine Ausnahme, sondern sie entsprechen der seit 1400 Jahren ausgeübten Praxis des Islam.
Mannheimer hatte Mohagheghi auch bezüglich ihrer historischen Textauffassung der Suren deutlich widersprochen. Er bezichtigte die Islamwissenschaftlerin, einen (friedfertigen und toleranten) Islam zu verteten, der sich niemals in der Geschichte des Islam durchsetzen konnte. Heute gilt selbst unter vielen Reformern des Islam, dass man die Inhalte des Koran nicht historisch verstehen, sondern sie 1:1 auf die heutige Gegenwart übertragen müsse.

Diese (friedfertige und tolerante) Koran-Interpretation war, so Mannheimer, immer nur ein unbedeutendes Rinnsal in der überwiegenden Auffassung, dass es sich beim Koran um eine „Verbalinspitation”: also um eine wortwörtliche Einflüsterung Allahs an Mohammed (mittels des Erzengels Gabriel) handelt… denn anders könne man auch die Befehle Mohammeds nicht verstehen, dass man diejeinigen töten müsse, die den Koran kritisieren. Und auch nicht die Tatsache, dass der Koran eigentlich nicht übersetzt werden darf, da Allah seine Offenbarungen auf arabisch gebracht habe, mithin die arabische Sprache diejenige Allahs sei und der Koran sich somit jeglicher Übersetzung widersetze. [4]
[4] Hier wieder derselbe Kinderkram, daß Allah angeblich arabisch gesprochen hat. Dass sogenannte Wissenschaftler über solch einen Unsinn diskutieren, ist schon ziemlich erschreckend. Nach rein wissenschaftlichen Kriterien müsste man diesen angeblichen Islamwissenschaftlern ihre wissenschaftlichen Titel aberkennen, denn ihre Tätigkeit hat nichts mit objektiver Wissenschaft zu tun, sondern beruht in wesentlichen Dingen auf Glauben und nicht auf Wissen. Darum ist es auch kein Wunder, wenn der Islam sich vehement gegen wissenschaftliches Arbeiten sträubt.

Versucht jemand wirklich mit wissenschaftlichen Methoden den Islam zu erforschen, dann ruft das sehr schnell die radikalen Muslime auf den Plan, die alles versuchen, dies zu verhindern. Das beste Beispiel war Prof. Sven Kalisch, der aus seinem Lehrstuhl verjagd wurde, nachdem er als ehemaliger gläubiger Muslim versuchte, den Islam mit wissenschaftlichen Methoden zu Leibe zu rücken, und dabei zu der Erkenntnis kam, daß es keinen Beweis dafür gibt, daß Mohammed überhaupt gelebt hat. Soviel Ehrlichkeit ist in der Islamwissenschaft allerdings nicht erwünscht, denn fortan mußte Prof. Kalisch um sein Leben fürchten.
Auch diese Ausführungen zeigten, dass innerhalb der Runde nur einer etwas von der Materie zu verstehen schien: nämlich Michael Mannheimer. Inhaltlich wurde die Diskussion ohne Frage von Mannheimer dominiert, der jedoch gegenüber den übrigen Diskutanten einen schweren Stand hatte, was deutlich an den Minen der Experten abzulesen war. Mir erschien die Diskussionrunde wie ein mikroskopisches Spiegelbild der öffentlichen Debatten über den Islam: in den Talkshows und Interviews dominieren Muslime oder Islamophile zahlenmäßig stets gegenüber den geladenen Islamskeptikern.

Prof. Speitkamp war sicherlich derjenige, der für die Haltung westlicher Eliten zum Islam die typischsten Formulierungen traf: Nach ihm gibt es zahlreiche, ganz unterschiedliche Islams, und es sei sträflich und „unwissenschaftlich”, sie alle über einen Kamm zu scheren (ob er auch der Auffassung ist, dass es ganz unterschiedliche Nationalsozialismen gibt?). Und, so Speitkamp, es gäbe nicht „den” Koran, sondern unterschiedliche Koranfassungen (plötzlich doch Islamexperte, weiß aber von Abrogation und Verbalinspiration nichts?). Die islamischen Terrorattacken gegen den Westen bezeichnete Speitkamp als „modern” und, wir ahnen es, als postkolonialistische Reaktion auf die Unterdrückung durch den Westen, damit als verständlich.

Sofort konterte Mannheimer mit dem Hinweis, ob er, Speitkamp, denn den Genozid der Araber und den Hindus in Indien, der 80 Millionen Hindus das Leben gekostet hat, auch als einen postkolonalistischen Reflex einstufen würde. In einer Mischung aus Herblassung und Hohn konterte Speitkamp, dass es im 9. Jahrhundert gar keine 80 Millionen Hindus gegeben haben könne. (Die Fakten dazu s. Egon Flaig: Aus den Forschungen des deutschen Althistorikers geht hervor, dass zwischen dem 9. und 15. Jahrhundert tatsächlich 80 Millionen Hindus durch die arabischen, später türkischen Invasoren ermordet worden sind!) [5]
[5] Hierzu ist anzumerken, daß die Muslime 460 Jahre lang christliche, buddhistische und hinduistische Länder überfallen haben, bevor das Christentum sich entschloß, mit seinen Kreuzzügen dem Genozid ein Ende zu bereiten. Dabei überfielen die Muslime u.a. auch Indien. Dabei starben insgesamt etwa 80 Millionen Hindus. Dies geschah allerdings in einem Zeitraum von etwa 500 Jahren. Nähers hierzu siehe: Bei der islamischen Eroberung Indiens wurden 80 Millionen Hindus ermordet
Der türkischstämmige Doktorand Varol hatte nicht viel zur Diskussion beizutragen außer seiner Empfehlung, Ehrenmorde nicht als Mord, sondern als Totschlag einzustufen. Denn es sei immerhin die Ehre eines Menschen verletzt worden, und dies müsse beim Urteil Beachtung finden. Auch hier konterte Mannheimer damit, dass Varol mit dieser Aussage exakt die Rechtsprechung in den meisten islamischen Ländern wiedergeben würde, wo Ehrenmorde teilweise sogar nur als Kavaliersdelikte eingestuft würden und die Mörder oft ungeschoren davon kämen. Und Varol solle doch bitteschön darauf achten, dass er sich in Deutschland und nicht in der Türkei befinde. Und hier zähle allein das Grundgesetz und keine schariaphile Rechtsauffassung, wie Varol sie empfehle.

Zum Ende durfte jeder nochmals sein Statement abgeben. Interessant waren die der beiden Professoren Speitkamp und Gropp. Speitkamp zitierte eine Untersuchung in islamischen Ländern, die zuerst danach fragte, ob die Scharia als Gesetz gelten solle. Dies bejahten 70-80% der Befragten. Einige Zeit später wurde dieselbe Untersuchung wiederholt, nur mit einer anderen Frage: ob denn die Menschenrechte der Vereinten Nationen als gesetzliche Grundlage gelten sollten. Auch diese Frage würden von 80% der Befragten bejaht. Interessant nun die Schlussfolgerungen des Historikers: daraus würde sich doch entnehmen lassen, dass Scharia und Menschenrechte nicht so inkompatibel seien und der Islam mithin nicht die Gefahr darstelle, wie allgemein behauptet würde. [6] Ob Speitkamp mit seiner Schlussfolgerung die Meinung vertrat, dass er sich z.B. für gemilderte scharistische Körperstrafen einsetzt (etwa Handansägen anstelle ganz abschneiden, oder 50 anstatt 100 Peitschenhiebe), konnte ich ihn leider nicht mehr fragen.
[6] Was sich alles so Professor nennt, ist schon ziemlich erschreckend. Wenn Prof. Speitkamp mit solch einem billigen Vergleich kommt und dann auch noch meint, er könne damit beweisen, daß die Scharia und die Menschenrechte sich nicht einander ausschließen, dann kann man nur Mitleid mit einem solchen Menschen haben, der den Titel eines Professors trägt. Daß die Scharia und die Menschenrechte nicht miteinander vereinbar sind, das hätte eigentlich auch Prof. Speitkamp wissen müssen.

Was ihn dennoch veranlaßt zu meinen, dies sei doch möglich, zeigt wieder einmal, mit welch fragwürdigen Methoden, der Islam hier wieder ins rechte Licht gerückt werden soll. Nebenbei gesagt, schließen sich die Scharia und die Menschenrechte der Vereinten Nationen sowieso aus, denn die Menschenrechte der Vereinten Nationen setzen die Religionsfreiheit voraus. Die Scharia hingegen läßt Religionsfreiheit gar nicht erst zu. Dies dürften die meisten befragten Muslime, von denen Prof. Speitkamp spricht, nicht einmal gewußt haben, als sie der Frage zustimmten, ob die Scharia und die Menschenrechte der UN miteinander vereinbar sind.
Prof. Gropp, der Mannheimer mehrfach ermahnte, nicht persönlich zu werden, insgesamt aber zugab, dass er von dieser Materie nicht besonders viel Ahnung hatte, verwies, sichtlich bemüht, doch noch einen Ausgleich zwischen Mannheimer und dem Rest der Diskutanten zu finden, auf die zuvor von Mannheimer erwähnte Praxis des Islam, Apostaten zu töten, auf einen Fall, der sich vor kurzem in Iran ereignete. Dort sei ein Apostat durch einweises Urteil” des Schariagerichts doch noch von der Todesstrafe verschont worden. Ende gut, alles gut?

Hinweis: Bei diesem Fall handelte es sich um den iranischen Apostaten, dessen Fall weltweit Aufmerksamkeit erregt hatte. Das iranische Gericht schließlich plädierte (nicht zuletzt aufgrund des westlichen Drucks), den Apostaten als geisteskrank einzustufen. Damit fiel er nicht mehr unter die Scharia. Lebenslang muss er dennoch sitzen.

Die Anmerkungen [1] bis [6] sind vom Admin, der bedauert, daß diese Diskussion leider nicht gefilmt wurde. Ich hätte mir die Diskussion allzu gerne als Video angesehen. Das Fazit, welches ich aus dieser Diskussion ziehe ist, daß viele, wenn nicht sogar die meisten "Islamkenner" bzw. "Islamwissenschaftler" riesengroße Esel sind, denen man eigentlich die akademischen Titel entziehen müsste, weil sie offenbar nicht in der Lage sind, nach wissenschaftlichen Kriterien zu arbeiten.

Sie verstecken sich hinter einer Pseudowissenschaft, sympathisieren größtenteils mit dem Islam, den sie sich selber zurecht legen und den sie als friedfertige Religion verkaufen. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Islam findet bei ihnen nicht statt. Hätten sie den Mut dazu, würde dies sofort die radikalen Muslime auf den Plan rufen. Dieser Gefahr wollen sie sich natürlich entziehen. Die beste Voraussetzung Islamwissenschaftler zu werden, haben wahrscheinlich Menschen ohne Rückgrat, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen. Aber davon haben wir ja genug.

Quelle: Historiker: Scharia und Grundgesetz vereinbar

Siehe auch: Studierendenorganisation Elsa organisiert Podiumsdiskussion zum Thema „Ehrenmord“

Peter Blum schreibt über Michael Mannheimer: „Ich Habe Michael Mannheimer in Luduwigshafen erlebt. Leider war ich keiner der Mutigen, die sich vor Ihn stellten, als er ohne Angst dem Chef der Mohammedaner entgegentrat. Ich wartete, in der 2. Reihe. Entschuldigen Sie, Herr Mannheimer! ABER: Wenn Ich jemals einen Helden im Sinne Siegfrieds von Xanten oder Hagen von Tronjes gesehen habe: DANN NUR IHN. Herr Mannheimer, Sie sind der mutigste Mann, den ich je gesehen habe. Meine demutsvolle Verehrung.“

d.k. schreibt: „Der Bericht von Roxana ist auch eine Zustandsbeschreibung der deutschen Eliten. Ahnungslose Eliten sind eine Gefahr für Volk und Gesellschaft, denn die Machtergreifung Hitlers ist das beste Beispiel und leider haben die meistens dieser „klugen” Köpfe nicht dazugelernt, wie z.B. der Prof. Speitkamp.“

Zahal schreibt zur Behauptung von Prof. Speitkamp, Ehrenmorde gäbe es auch in anderen Kulturen. (Blutrache, Duelle und Eifersuchtsmorde und sonstige Morde gäbe es auch in Europa (bzw. hat es gegeben)): „Stimmt hat es gegeben und gibt es noch, wie z. b. in Sizilien, Spanien, Portugal und dem Balkan. Was aber NICHT beachtet wird ist, daß diese Einflüsse tatsächlich aus dem Islam stammen, denn genau diese Länder waren lange Zeit arabisch/muslimisch besetzt, was heute noch nachwirkt. Das „Ehrgefühl” hat sich erhalten, stammt aber aus dem muslimisch/arabischen Kulturkreis.“

Sehr interessant ist auch der Beitrag von Asok: „Ich war bei der Podiumsdiskussion als Student anwesend. Und ich kann jedes Wort, das Roxana darüber geschrieben hat, als Zeuge bestätigen. Ich bin heute zum ersten Mal bei PI (Politically Incorrect). Meine Suche nach einer möglichen Veröffentlichung dieser unfassbar einseitigen Podiums-Diskussion hat mich durch Zufall hierher geführt. Mit unfassbar einseitig meine ich, wenn nicht zufällig Herr Mannheimer als Podiumsgast eigeladen worden wäre, wäre ich (wie die übrigen Komilitonen, mit denen ich mich danach noch unterhalten habe) mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus der Diskussion mit der Meinung herausgekommen, Ehrenmorde hätten tatsächlich nichts mit dem Islam zu tun. Doch ich habe mittlerweile Mannheimers sehr informatives Essay dazu gelesen und muss sagen, dass ich das mit den Ehrenmorden nun anders sehe.

Mir tat Herr Mannheimer sehr leid, muss ich gestehen, da er von allen Podiumsgästen ganz offen angefeindet wurde. Je länger die Veranstaltung, desto mehr. Aber ich muss auch zugeben, dass er sich wirklich sehr tapfer geschlagen hat. Gegen seine Fakten, die er vortrug, sahen die Experten alt aus. Sie konnten ihm nichts entgegensetzen. Das hat mich schon verwundert: sind es nun Experten? Oder warum waren sie alle so eindeutig auf der Seite des Islam?“

nicht die mama schreibt über die von Michael Mannheimer angesprochene Abrogation: „In Sure 2, Vers 106 steht geschrieben: „Was Wir an Versen aufheben oder in Vergessenheit geraten lassen, wir bringen bessere oder gleichwertige dafür. Weißt du denn nicht, daß Allah zu allem die Macht hat?“ Hier wird eindeutig klargemacht, dass die Abrogation, das Ersetzen von alten durch neue „Wahrheiten” durch den Koran selbst vorgeschrieben ist.“

Meine Meinung: Ins deutsche übersetzt heißt dies, was kümmert mich das Geschwätz von gestern. Und wenns nicht mehr zeitgemäß ist, dann schickt Allah einen neuen Vers und schon hat die Sache wieder seine Richtigkeit. Hätte Allah das aber nicht vorher wissen müssen? Ist Allah etwa gar nicht allwissend? Oder gibt es Allah vielleicht gar nicht und hat Mohammed sich das vielleicht alles nur ausgedacht, um mehr Macht, Reichtum und Einfluß zu gewinnen?

Frau Dr. Hamideh Mohagheghi scheint es, wie einst Herr Guttenberg, mit den akademischen Titeln nicht so genau zu nehmen. Rachel schreibt: „Die Dame hat weder ein abgeschlossenes Jurastudium ist also keine Frau Dr., noch ein abgeschlossenes anderes Studium an einer deutschen Universität. Selbst die DIK (Deutsche Islam-Konferenz) konnte ihr keine entsprechenden Titel/Abschlüsse zuerkennen. Auch den zugewanderten Muslimen sollte man das nicht durchgehen lassen, so wie den deutschen Roßtäuschern in Sachen Doktortitel. Der Deutsche Juristentag bot dieser verhüllten Dame ebenfalls ein Podium, obwohl sie den Beruf der Juristin nie ausgeübt hat. Es ist bekanntlich auch die Dissertation des ehemaligen saudischen ZDM-Vors. (Zentralrat der Muslime) „Dr.” Nadeem Elyas bei der Deutschen Bibliothek nicht auffindbar.“

Meine Meinung: Ja, ja, das sind sie, unsere islamischen Eliten. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen. Darum schreibt realist2010 wohl auch zu recht: „Diese Veranstaltung spiegelt genau die Fronten in Sachen Islam in der Politik wieder: Auf der einen Seite unbedarfte Schwätzer mit akademischem Titel, die man eigentlich bestenfalls dem akademischen Subproletariat zuordnen kann (siehe z.B. Frau Böhmer!), und auf der anderen Seite den bestens informierten und daher kompetent urteilenden Diskutanten, der von der vermeintlichen „Elite” aufgrund deren argumentativer Unterlegenheit zum Underdog stilisiert werden soll.“

Einen sehr guten Beitrag liefert auch Babieca. Sie/Er schreibt davon, welchen Denkverboten der Islam unterliegt, wenn man als Muslim nicht als abtrünnig vom Islam gelten möchte. Da der Beitrag etwas länger ist, verweise ich auf die Originalseite. Ein Beispiel möchte ich allerdings anführen. Wer als Muslim nicht an die Existenz von Engeln und bösen Geistern glaubt, und wer die Existenz der Himmel leugnet (im Islam gibt es insgesamt sieben Himmel), der gilt bereits als abtrünnig vom Islam und müßte den islamischen Vorschriften zufolge, eigentlich getötet werden. (siehe Hadith Nr. 965 oder Sure 4,89)

Siehe auch:
Islam und Toleranz: Ist der Islam mit dem Grundgesetz vereinbar?
Michael C. Schneider: Das Grundgesetz und der Islam
Ibn Warraq: Der Westen muß die islamische Barbarei abwehren
Ist der Islam mit dem Grundgesetz vereinbar?
Has-Peter Raddatz: Islam und Demokratie sind unvereinbar
Wie sich der Islam in unserer Gesellschaft ausbreitet
Warum schaut die Gesellschaft bei der Islamisierung zu?
Die geplante Islamisierung Europas
Die schleichende Islamisierung Deutschlands

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