Freitag, 4. Juni 2010

Die türkische „Hilfsorganisation“ IHH ist tief in den islamistischen Terror verstrickt

Von Dr. Udo Ulfkotte

Weltweit nennen Medien jene türkische Gruppe, die als vermeintliche Hilfsorganisation IHH einen Schiffsgütertransport für Gaza organisiert und dabei mit ihren Unterstützern von Israel angegriffen wurde, derzeit eine „Hilfsorganisation“. Auch deutsche Politiker hatten ihr Leben dieser vermeintlich wohltätigen Organisation anvertraut. Dabei genügt ein Blick ins Archiv, um festzustellen, dass die von den Qualitätsmedien und der regierenden islamisch-türkischen AKP-Partei hofierte Organistion IHH noch vor wenigen Jahren von der türkischen Regierung als Terrorgruppe gelistet war, deren Gelder wegen Terrorunterstützung beschlagnahmt wurden.

In einer Studie des renommierten Kopenhagener Forschungsinstituts Danish institute for international studies vom Juli 2007 wird jene türkische Organisation IHH (International Foundation for Human Rights, Liberties, and Humanitarian Relief = Internationale Stiftung für Menschenrechte, Freiheit und humanitäre Hilfe), die nun ein Schiff gechartert und mit Hunderten Unterstützern einen Gütertransport für Gaza auf den Weg gebracht hatte, als türkische Unterstützergruppe von Al Qaida bezeichnet.

Quelle: Seite 10 der Studie.

Im Dezember 1997 wurden die Istanbuler Büros der angeblichen „Hilfsorganisation“ IHH von türkischen Sicherheitskräften gestürmt. Bei der anschließenden Durchsuchung der Räume fand man Maschinenpistolen, Sprengsätze, Dschihad-Flaggen und Belege dafür, dass die IHH unter der Tarnung einer angeblichen Hilfsorganisation radikal-islamistische Dschihad-Kämpfer nach Afghanistan und Tschetschenien schleuste.

Quelle: Seite 11 der Studie.

Unabhängig davon hat der international renommierte oberste französische Terrorrichter Jean-Louis Bruguiere bei Terrorprozessen gegen Al-Qaida-Kämpfer in Frankreich in der Vergangenheit mehrfach mitgeteilt, dass französische Geheimdienste über Erkenntnisse verfügen, wonach aus den türkischen Büros der angeblichen „Hilfsorganisation“ IHH Telefongespräche mit der algerischen Terrorgruppe GIA und mit radikal-islamistischen Al Qaida Kämpfern in Mailand geführt wurden.

Zudem sagte beim Terror-Prozess gegen Al-Qaida-Terroristen, die 1999 bei einem verhinderten Attentat auf den Flughafen von Los Angeles einen Bombenanschlag verüben wollten, der geständige Al-Qaida-Mann Ahmed Ressam vor Gericht in Seattle unter Eid aus, er sei von der türkischen IHH bei seinen Vorbereitungen zum Bombenbau unterstützt worden. Er sagte, die IHH habe ihren Status als angebliche „Hilfsorganisation“ dazu benutzt, um militanten Kämpfern eine Tarnung zu verschaffen, diese in Kampfgebiete einzuschleusen und Waffen zu transportieren.

Im August 1999 hat der damalige Bürgermeister von Istanbul in einem Gespräch mit der Washington Post gesagt, er habe persönlich die Beschlagnahmung der Gelder von IHH angeordnet, weil diese tief in kriminelle Aktivitäten verstrickt sei.

Seit dem Sturz Saddam Husseins unterstützt die IHH nach Angaben des dänischen Forschungsinstituts „Danish institute for international studies“ die Iraker bei ihrem Kampf gegen westliche Truppen. Die IHH unterstützt somit heute im Irak jene Menschen, die gegen die amerikanischen Soldaten im Irak kämpfen. Die IHH verteilt dazu auch Flugblätter, auf denen sie sich dieser Aktivitäten im Irak rühmt.

Quelle: Seite 12ff der Studie.

Die türkische Regierung, die diese „Hilfsorganisation“ IHH lange Jahre als Terrorunterstützer gelistet, beobachtet, durchsucht und ihre Waffen und Terrorgelder beschlagnahmt hat, wurde 2002 abgewählt. Seither haben die Islamisten der AKP-Partei um Präsident Erdogan die Mehrheit im Parlament. Und seither wird auch die IHH nicht mehr vom türkischen Staat verfolgt. Sie wird nun vielmehr als angebliche „Hilfsorganisation“ vom türkischen Staat geschützt. Um das zu verstehen, muss man wissen, dass die IHH aus dem Umfeld der radikal-islamischen türkischen Milli-Görüs-Bewegung entstanden ist.

Dieser Bewegung (der Milli Görüs) gehört aber auch der türkische Ministerpräsident Erdogan an. Ebendieser heutige Präsident Erdogan, der früher den Dschihad unterstützte, saß 1998/99 sogar wegen „islamistischer Hetze“ und wegen seiner radikal-islamistischen Umtriebe in der Türkei im Hochsicherheitsgefängnis!

Heute unterstützt Erdogan die „Hilfsorganisation“ IHH. Ebendiese IHH bekam von ihm vor drei Jahren sogar den „Ehrenpreis“ des türkischen Parlaments, also aus den eigenen Reihen. Die Nähe der türkischen Regierung zu den Radikalen ist bekannt, wird allerdings von den meisten deutschen Qualitätsmedien schlicht verschwiegen.

Die israelische Regierung bezichtigt die türkische „humanitäre“ Organisation IHH derzeit, in Wirklichkeit eine Frontorganisation für die Finanzierung extremistischer Muslimgruppen zu sein und islamistische Gotteskrieger zu rekrutieren. Unabhängig von israelischen Angaben und Quellen, die ja ein Eigeninteresse verfolgen könnten, lässt sich diese Aussage für die Vergangenheit, siehe oben, mit unabhängigen, international renommierten Quellen lückenlos belegen. Ob die umstrittene militärische Aktion gegen das Schiff und die auf ihm versammelten Menschen deshalb gerechtfertigt ist, steht auf einem völlig anderen Blatt. Aber die Propaganda der angeblichen Hilfsorganisation verfängt ganz offenkundig bei jenen Medien besser, die zu faul sind, einen Blick in die Archive der IHH zu werfen.

Ein Beispiel dafür: Die Wochenzeitung ZEIT hat das Hauptquartier der IHH in Istanbul besucht. Der ZEIT-Lohnschreiber Michael Thumann schenkt den Aussagen der IHH-Funktionäre offenkundig blinden Glauben, schreibt er doch allen Ernstes: „Nimmt man die Bilder und die Eindrücke aus dem IHH-Hauptquartier in Fatih zusammen, ist hier beileibe kein radikalislamischer Verein als Subunternehmer von Hamas zu besichtigen. Es ist ein Hilfsverein und, ja, er wird von konservativen, gläubigen Muslimen getragen. Aber er ist offensichtlich unabhängig.“

Unabhängige Informationen, die der ZEIT-Journalist mit wenigen Mausklicks von renommierten Instituten hätte einsehen können (siehe oben), kommen in seinem Bericht nicht vor. Er ist der Propaganda der IHH wie viele andere „Qualitätsjournalisten“ blind auf den Leim gegangen.

Quelle: Türkische „Hilfsorganisation“ IHH tief in islamistischen Terror verstrickt

Ganz ungewohnte und nachdenkliche Töne aus der taz:

Gaza-Schiff in der Debatte: Märtyrer an Bord

Wer sich als Passagier auf ein Aktivisten-Schiff begibt, sollte sich besser vorher informieren, wer die Organisatoren der Reise sind. Dies sei auch den Medien angeraten.

Von Doris Akrap

Friedensaktivisten, Menschenrechtsaktivisten, Solidaritätsaktivisten, türkische Aktivisten - all diese gab es ganz sicher auf der "Mavi Marmara", dem Schiff, das von israelischem Militär gestürmt wurde. Doch die Bezeichnung Aktivist ist weder geschützt noch ein verbrieftes Qualitätssiegel.

Wer sich also freiwillig als Passagier auf ein Aktivisten-Schiff eincheckt, sollte sich vorher ausreichend darüber informieren, wer die Organisatoren und Aktivisten der "Solidaritätsflotte" sind. Und genauso sollte jeder Journalist, der über die Ereignisse berichtet, versuchen, sich ein klares Bild von der Sorte Aktivisten zu machen, über die er oder sie als "Opfer" berichtet.

Lange vor dem Auslaufen der "Mavi Marmara" gab es genügend Material - sowohl über die türkische als auch über die deutsche Internationale Humanitäre Hilfsorganisation (IHH), das zumindest hätte misstrauisch machen sollen. Bereits vor einigen Jahren hatten deutsche Staatsanwälte der IHH vorgeworfen, Spendengelder nicht zu humanitären Zwecken, sondern zum Kauf von Waffen für Glaubensbrüder in Bosnien und Tschetschenien zu verwenden.

Vor einem Jahr war Bülent Yildirim, Vorstand der IHH, auf einer Veranstaltung in Gaza, wo er bekannte: "Vor drei, vier Jahren noch hat man die Hamas als terroristische Organisation bezeichnet. Heute nennen wir Israel, die USA und Großbritannien die Terroristen." Bei der Einweihung der Solidaritätsflotte, so berichteten israelische Medien vorab, seien Mahmad Tzoalha und Sahar Albirawi, Mitglieder der Hamas, und Hamam Said, ein Führer der Muslimbrüder aus Jordanien zugegen gewesen.

Die Offenheit, mit der die IHH gestern zugestand, dass sie das Risiko der vollen Eskalation eingehen will: "Wir machen weiter, bis das Embargo aufgehoben ist", und dass sie sich nicht nur mit "zweieinhalb Holzstangen" (Norman Paech, außenpolitischer Sprecher der Linksfraktion), sondern mit Eisenstangen verteidigt hätten, lässt nun einige doch an den rein humanitären und friedlichen Zwecken der Organisation zweifeln.

Ausgerechnet Norman Paech wurde im Studio der ARD-"Tagesthemen" am Montag als neutraler Beobachter der Ereignisse auf dem Schiff interviewt. Wer allerdings an der Echtheit des Videos der israelischen Armee zweifelte, auf dem zu sehen ist, wie die israelischen Soldaten mit Eisenstangen zusammengeschlagen werden, hätte auch den Aussagen eines Norman Paech misstrauen müssen.

Denn Paech ist kein objektiver Beobachter, wenn es um Israel geht. Er vergleicht seit Jahren das Vorgehen des israelischen Militärs mit Nazimethoden, empfiehlt die Hamas als Dialogpartner und lässt offen, ob das Widerstandsrecht der Palästinenser gegen die israelische Besatzung auch eine Grenze hat.

Es waren nicht israelische, sondern türkische Medien (Vatan und Milliyet), die am Mittwoch darüber berichteten, dass mindestens 40 der Aktivisten auf der "Mavi Marmara" gewaltbereit gewesen seien und drei der Toten vor ihrer Abreise gegenüber Freunden und Verwandten gesagt hätten, dass sie auf diesem Trip als "Märtyrer" sterben wollen. Es ist schon interessant, dass die Journalisten in dem Land, aus dem die Toten stammen und in dem es bislang zu den heftigsten antiisraelischen Demonstrationen nach dem Vorfall kam, die Hintergründe der Toten trotzdem offen recherchieren und publizieren. Während hierzulande drei Mitglieder der Linkspartei, die ebenfalls auf dem Schiff waren und die aus ihrer Sympathie für den Widerstand gegen Israel keinen Hehl machen, als objektive Zeugen für die friedlichen Absichten der "Freiheits-Flottille" gehandelt werden.

Quelle: Gaza-Schiff in der Debatte: Märtyrer an Bord

Und noch ein Interview der Schweizer Tageszeitung „Tagesanzeiger“ mit dem niederländischen Schriftsteller und Filmemacher Leon de Winter:

Bei der Abfahrt des Schiffes wurde „Tod den Juden“ gesungen

Interview: Rico Bandle

Worum ging es beim Schiffskonvoi nach Gaza? Sicher nicht um die Palästinenser, meint der Autor Leon de Winter. Er setzt die Aktion in einen grösseren Zusammenhang und sieht neue Gefahren aufkommen.

Tagesanzeiger: Die ganze Welt ist sich einig: Israel ist böse. Als Verfechter Israels müssen Sie sich ziemlich einsam fühlen.

Leon de Winter: Nein. Hier in den USA sind die Medien pluralistischer als in Europa, da hört man mehr verschiedene Stimmen.

Tagesanzeiger: In Europa ist das Verständnis für das israelische Vorgehen gering. Weshalb?

Leon de Winter: Es war wieder einmal sehr faszinierend: Als letzten Freitag bei Anschlägen von Islamisten in zwei Moscheen in Lahore (Pakistan) 93 Menschen getötet wurden, schwieg die ganze Welt. Als dann bei einer von türkischen Extremisten provozierten Aktion vor Israel 10 Personen ums Leben kamen, schrien die Weltmedien auf. Die 93 frommen Menschen in den Moscheen sind scheinbar völlig unwichtig. Aber es geht da nicht um die Opfer, die sind alle gleichwertig. Es geht um die Täter.

Tagesanzeiger: Woher diese Ungleichheit bei der Verurteilung solcher Taten?

Leon de Winter: Das hat verschiedene Ursprünge. In Europa hat es aber sicherlich damit zu tun, dass man einen Schlussstrich unter den Zweiten Weltkrieg ziehen möchte. Viele Leute haben das Gefühl, dass sie sich von der Vergangenheit lösen können, wenn sie die Juden als Täter verurteilen.

Tagesanzeiger: Die Schweiz hat keine Nazi-Vergangenheit, trotzdem sind dieselben Phänomene auch hier festzustellen.

Leon de Winter: Ja, da sind natürlich noch all die nützlichen Idioten des linken Politspektrums, die glauben, dass die Palästinenser die grössten Opfer der Welt sind, dass es nichts Schlimmeres gebe, als deren Schicksal. Das ist natürlich Blödsinn. Niemand verhungert in Gaza, es verhungern Leute in Darfur, im Kongo und andernorts auf der Welt. Doch darum geht es diesen Leuten nicht. Fakten spielen keine Rolle.

Tagesanzeiger: Ich kenne Journalisten, die schon in Gaza waren und ein schreckliches Bild der Lebensbedingungen zeichnen.

Leon de Winter: In gewissen Vierteln von Kairo und anderen arabischen Städten sind die Lebensbedingungen ebenso schrecklich. Leider ist dies die normale arabische Armut, so schlimm dies klingen mag. Aber Gaza ist frei. Das ist doch ein schöner Traum für diese Menschen! Und wenn man mal aufhört, Raketen zu schiessen, sind auch die Grenzen wieder offen. Aber schon jetzt überqueren täglich Hunderte von Lastwagen die Grenzen mit Gütern. Es gibt keinen Mangel an Produkten in Gaza.

Tagesanzeiger: 2006 war der Libanonkrieg, 2008/09 der Gazakonflikt, jetzt diese Schiffs-Affäre. Jedes Mal war es für das Ansehen Israels eine Katastrophe. Kümmert sich Israel nicht mehr um sein Image, da es ohnehin schon ramponiert ist?

Leon de Winter: Seit dem Massaker von Sabra und Schatila (während des libanesischen Bürgerkriegs 1982, Anm. d. Red), die eine rein innerarabische Angelegenheit war, für die Israel in den Medien aber verantwortlich gemacht wurde, ist Israel in der öffentlichen Wahrnehmung auf der Verliererseite. Israel ist immer schuld. Obwohl der Nahostkonflikt vergleichsweise eine winzige Angelegenheit ist. Die Anzahl der Opfer ist verglichen mit anderen Konflikten minimal, die Bedeutung für die Welt eigentlich gering.

Tagesanzeiger: Zurück zu der Flotte mit den Hilfsgütern. Was sind die wahren Hintergründe dieser Aktion?

Leon de Winter: Die grosse Frage ist: Was wollte die Türkei mit dieser Flotte bezwecken? Ohne die Türkei wäre das Unterfangen nicht möglich gewesen. Vor zwei Wochen war die Konferenz, bei der sich der türkische Ministerpräsident Erdogan hervorragend mit dem iranischen Präsidenten Ahmedinejad verstand. Da konnte man erkennen: Hier bildet sich eine neue Achse zwischen Ankara und Teheran.

Tagesanzeiger: Und was hat das mit der Schiffsflotte zu tun?

Leon de Winter: Die Türkei kommt der Hamas zu Hilfe, um Macht zu demonstrieren. Die Hilfsflotte hat einen hohen symbolischen Charakter: Die Türkei ist das neue Zentrum der sunnitischen Welt geworden. Das ist eine schreckliche Erniedrigung für die anderen sunnitischen Länder, vor allem für Ägypten. Die herrschenden Klassen in Kairo haben seit Montag nicht mehr geschlafen, schliesslich ist die Hamas der grosse Feind Ägyptens. Die erstarkte Türkei in Kooperation mit dem Iran bedeutet eine gewaltige geopolitische Verschiebung, die auch für Saudi Arabien eine Bedrohung ist. Es ist eine gefährliche Situation entstanden. Um die armen Palästinenser geht es in Wirklichkeit nicht, im Gegenteil. Am Ende werden sie wieder die Opfer sein.

Tagesanzeiger: Sie können doch nicht sagen, Henning Mankell und all die Europäer an Bord handelten im Dienste der Türkei?

Leon de Winter: Das sind alles nützliche Idioten wie es sie zu Tausenden gibt! Die merken nicht, dass sie Teil eines grossen strategischen Spiels der Türkei und des Irans sind. Die Türkei hatte früher nie auch nur das geringste Interesse am Schicksal der Palästinenser gezeigt!

Tagesanzeiger: Früher hat die Türkei noch mit Israel kooperiert…

Leon de Winter: Das ist mit der neuen religiösen Regierung längst vorbei. Die Regierung Erdogan will die Türkei in einen islamistischen Staat umwandeln. Der Schulterschluss mit der Hamas soll nun helfen, die säkulare türkische Armee herumzukriegen. Die neue Stärke der Türkei ist ein Albtraum für die arabischen Länder, auch wenn sie das nicht offen sagen. Die Türken streben wieder nach einem grossen Reich. Zusammen mit dem Iran werden sie ihre Interessen im gesamten arabischen Raum geltend machen können – erst recht, wenn Iran einmal Atomwaffen besitzt. Seit letztem Montag hat sich die geopolitische Lage völlig verändert. Dass da noch zehn Leute auf dem Schiff gestorben sind, wird in Zukunft nur noch eine Fussnote sein.

Tagesanzeiger: Was bedeutet das nun für Israel? In ihrem Roman „Das Recht auf Rückkehr“ sind Sie sehr pessimistisch, dort ist Israel auf die Grösse eines Fussballfeldes geschrumpft.

Leon de Winter: Seitdem ich zu begreifen begann, was es mit dieser Hilfsflotte tatsächlich auf sich hat, bin ich so pessimistisch wie im Buch. Der Roman war erst eine Übung, die Aufzeichnung eines Albtraums. Die neue Situation bedeutet, dass der Druck auf Israel schrecklich zunehmen wird, die Kurden einmal mehr einen sehr hohen Preis bezahlen werden, aber auch, dass die Kooperation zwischen den sunnitischen Arabern und Israel eine Verteidigungslinie gegen die Achse Ankara-Teheran entwickeln werden.

Tagesanzeiger: Ist das realistisch?

Leon de Winter: Schon jetzt gibt es einen intensiven Kontakt zwischen Israel, Kairo und Riad wegen der Bedrohung aus Teheran. Jetzt muss man noch die türkische Bedrohung mit einbeziehen.

Tagesanzeiger: Der frühere Zürcher Stadtpräsident rief vor zwei Wochen dazu auf, israelische Produkte zu boykottieren, zwei Nationalräte zweifelten kürzlich das Existenzrecht Israels an. Ist die Hemmschwelle Israel gegenüber gesunken?

Leon de Winter: Da sind wir wieder bei den nützlichen Idioten. Soll doch dieser Stadtpräsident konsequent sein und auch den Boykott von iranischem und saudischem Öl fordern, von chinesischen Produkten und so weiter. All diese Leute, die sich nun über die 10 Toten auf dem Schiff so unglaublich empören! Bei der Abfahrt des „humanitären“ Schiffes wurde an Bord gesungen: „Tod den Juden.“ Dass da nun zehn Personen gestorben sind, die so was singen, bedauere ich nicht. Entschuldigen Sie, aber für solche Leute habe ich kein Mitleid!

Leon de Winter (geboren am 24. Februar 1954 in s-Hertogenbosch, Niederlande) ist ein niederländischer Schriftsteller und Filmschaffender. Leon de Winter ist ein Sohn niederländischer, orthodoxer Juden, die den Holocaust in einem Versteck überlebten, das ihnen von katholischen Priestern und Nonnen zur Verfügung gestellt worden war. Nach einer Ausbildung bei der Bavaria Filmakademie in München studierte Winter an der Filmakademie Amsterdam, die er jedoch ein Jahr vor dem Abschlussexamen verließ. Er veröffentlichte bereits im Alter von 24 Jahren seinen ersten Roman. Er lebt und arbeitet heute in Amsterdam und Los Angeles und ist mit der Schriftstellerin Jessica Durlacher verheiratet. Sein Werk umfasst Romane, Erzählungen und Drehbücher, die er teilweise selbst realisierte. „Der Himmel von Hollywood“ wurde von Sönke Wortmann verfilmt. (Quelle: Leon de Winter)

Quelle: Bei der Abfahrt des Schiffes wurde gesungen: „Tod den Juden“

Noch ein Bericht von Udo Ulfkotte über die Vorgänge auf der „Friedensflotte“, wobei sich die „Friedensaktivisten“ als antisemitische und pro-palästinensichen Fanatiker zeigen:

Aufruf türkischer „Friedensaktivisten“: Juden in die Gaskammern – „Geht zurück nach Auschwitz“

Udo Ulfkotte

Man kann zur Politik des Staates Israel gewiss unterschiedliche Standpunkte vertreten. Aber warum begeben sich deutsche Politiker an Bord eines „Hilfsschiffes“, dessen Besatzung während der Fahrt dazu aufgerufen hat, Juden wieder in die Gaskammern zu schicken? Hören Sie in diesem Beitrag das Tondokument. Und warum decken deutsche Politiker jene türkischen „Friedensaktivisten“, die in internationalen Gewässern unter Deck grausam Menschen gefoltert haben?

Es ist bekannt, dass sich drei Politiker der deutschen Linkspartei auf dem von israelischen Soldaten gestürmten Schiff Marmara befunden haben, das von israelischen Sicherheitskräften gestürmt wurde. Unter ihnen waren auch die Bundestagsabgeordneten Inge Höger und Annette Groth. Vielleicht sollten diese im Bundestag vertretenen „Friedensaktivisten“, die sich so gern vor der Presse äußern, jetzt einmal erklären, warum sie sich an Bord eines Schiffes befunden haben, von dem aus die Besatzung dazu aufgerufen hat, Juden in Gaskammern zu schicken. Als die Israelis die Besatzung per Funk davor warnte, weiter in Richtung der Küste zu fahren, da erhielten sie vom Schiff zur Antwort „Shut up“ („Halts Maul“) und dann den Satz „Go back to Auschwitz“, das ist die Unterstützung eines Aufrufs, Juden zu vergasen - „Geht zurück in die Gaskammern“.

Hier das Tondokument, in dem auf weitere Nachfrage den Israelis per Funk mitgeteilt wird, sie sollten sich auch an „9/11“ (also die Terroranschläge des 11. September 2001) erinnern.

Die deutschen Abgeordneten, die sich bereitwillig über das israelische Vorgehen äußern, haben offenkundig vieles nicht mitbekommen. Wollen sie allerdings auch behaupten, sie hätten nicht mitbekommen, dass unbewaffnete Israelis an Bord des Schiffes unter Deck von den „Friedensaktivisten“ gefoltert wurden, bevor die Israelis dann vom Helikopter aus das Feuer eröffnet haben und neun Menschen erschossen? Nein, das ist keine israelische Propaganda. Das berichtet ein libanesischer Kameramann, der an Bord war.

An Bord des Schiffes war Augenzeuge André Abu Halil. Der Mann ist Kameramann des arabischen Senders Al Dschsirah. Er hat alles gefilmt. Der libanesische Kameramann berichtete jetzt gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass die ersten vom israelischen Hubschrauber aufs Deck gelassenen und nicht mit scharfen Waffen ausgerüsteten israelischen Soldaten sofort von den „Friedensaktivisten“ gefangen genommen, zusammen geschlagen und unter Deck gebracht worden seien. Dort habe man sie nackt ausgezogen und ihnen die Knochen gebrochen.

Viele der auf dem gecharterten Schiff versammelte „Friedensaktivisten“ hätten sich dazu gesellt und mit ihren Mobiltelefonen gefilmt, wie die nackten wehrlosen israelischen Soldaten gefoltert worden seien. Die das belegenden Filmaufnahmen aus den Mobiltelefonen wurden später von den Israelis beschlagnahmt. Ebenso wie die Aussagen des libanesischen Kameramannes belegen sie, dass vier israelische Soldaten von den gewalttätigen Türken unter Deck gebracht wurden, ausgezogen und dann, am Boden liegend, um ihr Leben bettelten, während mit Eisenstangen auf sie eingeprügelt wurde. Diese Filme aus den beschlagnahmten Mobiltelefonen der „Friedensaktivisten“ sind vom israelischen Militärzensor noch nicht zur Veröffentlichung freigegeben worden, weil sie für die betroffenen Soldaten „zu peinlich“ seien.

Was sagen eigentlich die Bundestagsabgeordneten Inge Höger und Annette Groth und die Parteiführung der Linken dazu? Wollen sie behaupten, sie hätten von alledem nichts mitgekommen? Das käme dem Autor aus der deutschen Geschichte dann irgendwie bekannt vor. Immerhin waren ja auch die Linken in der früheren DDR darin geübt, bei schwersten Menschenrechtsverletzungen nichts mitzubekommen und einseitige Propaganda zugunsten des DDR-Regimes zu betreiben.

Die israelischen Soldaten, die als erste an Bord des „Friedensschiffes“ gingen, hatten als „Bewaffnung“ nur Paint-Ball-Pistolen (weil sie nicht mit brutalen Angriffen der „Friedensaktivisten“ rechneten), um bei möglichen Angriffen an Bord Personen farblich markieren zu können. Nachdem sie aber mit Eisenstangen empfangen, gefangen genommen und brutal gefoltert wurden, haben die Israelis an Bord des Hubschraubers sich dazu entschlossen, ihre Kameraden mit Gewalt aus den Händen der „Friedensaktivisten“ zu befreien. Über ihr Vorgehen erregt sich die Welt nun. Die Vorgeschichte, die zu ihrem Schusswaffeneinsatz und 9 Toten geführt hat, klammert man einfach aus. So ist das eben, wenn „Qualitätsmedien“ und Linke gemeinsam Propaganda machen.

Quelle: Aufruf türkischer „Friedensaktivisten“: Juden in die Gaskammern – „Geht zurück nach Auschwitz“

Gaza-"Hilfsflotte" mit Terrorgeldern finanziert

Nach ihren eigenen Angaben sind die Aktivisten, die an Bord der von der umstrittenenen Terror-Hilfsgruppe IHH gecharterten Schiffe Israel herausfordern, ganz friedliche Menschen, die keiner Fliege etwas antun würden. Dabei versteckten sie Terrorunterstützer an Bord. An Bord wurde auch zur Vergasung von Juden aufgerufen. Und jetzt kommt heraus, wer der zweitgrößte Geldgeber der umstrittenen Schiffsreisen ist: Imam Feisal Abdul Rauf. Sie kennen den Mann nicht? Das ist jener Moslem, der am Ort der Terroranschläge des 11. September 2001 eine Moschee bauen lassen will. Quelle: New York Post 5. Juni 2010

Roter Halbmond Iran plant Gaza-Flottille

07.06.2010: Nicht nur die Türkei liebäugelt mit dem Gedanken, Kriegsschiffe vor die israelischen Küste zu entsenden. Ähnliche Pläne verfolgt auch der Iran, der ebenfalls zwei Schiffe nach Gaza entsenden will. Dort können sich jetzt Selbstmordattentäter sogar beim Roten Halbmond (dem muslimischen Zweig des Roten Kreuzes) melden, um an der „Friedensmission“ teilnehmen und das Märtyrer-Paradies erlangen zu dürfen. Die Iranischen Halbmondschiffe sollen von einer Militäreskorte begleitet werden.

Die Schweizer Depeschenagentur bluewin.ch berichtet:

Die Schiffe würden Ende der Woche aufbrechen, sagte der internationale Leiter des iranischen Roten Halbmondes, Abdolrauf Adibsadeh, nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Irna.

Eines der Schiffe werde Spenden der iranischen Bevölkerung, vor allem Medikamente und Nahrungsmittel, transportieren, das andere Helfer. Freiwillige, die im Gazastreifen „dem unterdrückten Volk des besetzten Palästinas“ helfen wollten, könnten sich auch auf der Website des Roten Halbmondes registrieren lassen, sagte Adibsadeh [1]. >>> Quelle

[1] Ich glaube, es fällt nicht weiter schwer, zu erahnen, welcher Art diese freiwilligen Helfer sein werden. Es werden mit großer Sicherheit islamische Fanatiker sein, denen die Lieferung selber eigentlich gar nicht so wichtig ist. Sie sehen in der Teilnahme an dieser „Friedensmission “ in erster Linie eine Möglichkeit, dem Ansehen Israels zu schaden. Vielleicht erhoffen sie auch die Möglichkeit im Jihad, im heiligen Krieg, zu sterben, um als Märtyrer ins Paradies einzugehen. Wenn es nach ihnen ginge, würden sie Israel am liebsten von der Landkarte tilgen. Dafür sind ihnen alle Mittel recht. Man kann mit diesen verblendeten islamischen Fanatikern wirklich nur Mitleid haben. Wie man an dieser Mission wieder einmal sehen kann, ist die islamische Gehirnwäsche im Iran besonders effektiv.

Da fallen mir gerade ein paar Worte ein, die ich erst kürzlich las: Sie (die Muslime) haben keine Diskussionskultur, sondern nur eine Aggressionskultur. Mit dieser „Friedensmission“ stellen sie es einmal wieder unter Beweis. Egal, wo man hinschaut, überall wo Muslime sind gibt es Hass, Terror und Gewalt. Und dann wollen die Muslime uns erzählen, Islam sei Frieden. Genau das Gegenteil ist der Fall. Ohne Terror und Gewalt kann der Islam offensichtlich nicht existieren.

Siehe auch:
IHH - Hilfsorganisation oder Terrorhelfer?
Die Banalität des Guten: Liza's Analyse des "Friedensflotte" für Gaza

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