Montag, 8. März 2010

Warum so viele Deutsche auswandern

Von Richard Kiessler

Viele Deutsche haben die Nase voll von Bürokratie und Regulierungswut, und wandern aus. Sie wollen soziale Anerkennung, die ihnen in der deutschen Neidgesellschaft oft versagt bleibt. Wenn die Entwicklung sich fortsetzt, droht bereits 2015 ein dramatischer Mangel an Fachkräften.

Für Menschen, die ihr Glück in der Ferne suchen, gibt es viele Motive, der Heimat den Rücken zu kehren. Doch wenn ein Land seinen Eliten keine beruflichen Perspektiven zu bieten vermag und es an gesellschaftlicher Anerkennung für deren Arbeitsleistung mangeln lässt, wird die Auswanderung zum ökonomischen Verlustgeschäft. Deutschland hat alle Chancen, zum „Hirn-Exportweltmeister der Industrienationen“ zu werden, schreibt die „Neue Zürcher Zeitung“.

Auch die „New York Times“ kommentiert den anhaltenden Exodus gut ausgebildeter deutscher Fachkräfte mit drastischen Worten: „Germany agonizes over a Brain Drain – Deutschland quält sich mit Abwanderung“. Und der britische „Independent“ versteigt sich zu einem bizarren Vergleich mit dem Jahr 1940, als von den Nazis verfolgte jüdische Bürger oder Schriftsteller ihr Heil in der Flucht aus Deutschland suchten, um ihr Leben zu retten.

Gut ausgebildet und hoch motiviert

Allein, hier zu Lande ist der schleichende Abgang von Ärzten, Ingenieuren, Wissenschaftlern, Handwerkern und Krankenschwestern noch kein ernsthaftes Thema der öffentlichen Debatte. Dabei macht das Statistische Bundesamt Jahr für Jahr publik, dass etwa seit der Jahrtausendwende erstmals seit einer Generation mehr Menschen Deutschland verlassen als Zuwanderer ins Land strömen. Und der Trend, dass vor allem Leistungsträger zwischen 25 und 45 Jahren zu den Auswanderern zählen, hält an: So verließen 2008 über 175000 Deutsche ihr Land auf Nimmerwiedersehen, zumeist gut ausgebildet und hoch motiviert, während die, die ins Land strömen, in aller Regel arm, ungelernt und wenig gebildet sind. [1]

[1] Vielleicht ist ja genau dies mit ein Grund, warum so viele Deutsche auswandern. In Deutschland hat sich in den letzten Jahren ein demographischer Wandel vollzogen, der auch in den nächsten Jahrzehnten weiter anhalten wird. Es wandern immer mehr unqualifizierte und ungebildete Menschen nach Deutschland ein, viele davon aus islamischen Ländern. Dies führt schon heute dazu, dass in den Schulen und auf den Straßen eine Gewalt herrscht, die es früher nicht in dieser Form gab. Niemand möchte seine Kinder in solche Schulen schicken. Und niemand möchte Angst um seine Sicherheit haben, wenn er mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt oder zu abendlicher Zeit auf die Straße geht.

Viele Menschen haben das Gefühl, dass dieses Deutschland nicht mehr ihr Deutschland ist. Man fühlt sich fremd in der eigenen Heimat. Ganze Bevölkerungsgruppen werden ausgetauscht. Die Pforzheimer Zeitung berichtete am 26.01.2010 unter der Überschrift „Die Zukunft Pforzheims gehört den Migranten“, dass 71,1 Prozent aller Dreijährigen in Pforzheim einen Migrantionshintergrund haben. Schaut man sich einmal um, wie die Verhältnisse in anderen europäischen Städten sind, in denen die Bevölkerung überwiegend aus Muslimen besteht, dann kann einem wirklich Angst und Bange werden. In diesen Städten herrschen nämlich bereits heute bürgerkriegsähnliche Zustände. Bei solchen Zukunftsaussichten kann man es gut verstehen, wenn immer mehr Menschen aus Deutschland auswandern.


Weit über drei Millionen Deutsche leben und arbeiten inzwischen im Ausland, so dass sich sagen lässt, nach den Produktionsstätten und Arbeitsplätzen, die Deutschland als Folge der Globalisierung verloren hat, folgen nun die Menschen. Doch die Abwanderung hoch qualifizierter und gut ausgebildeter Frauen und Männer als Begleiterscheinung der gewachsenen internationalen Mobilität abzutun, wie es amtliche Stellen in Berlin zu tun pflegen, greift um einiges zu kurz: Früher als bislang erwartet führt die demografische Entwicklung in Deutschland zu einem dramatischen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Bereits 2015 werden auf dem deutschen Arbeitsmarkt fast drei Millionen Kräfte fehlen, hat das Baseler Prognos-Institut errechnet. Besonders die Lücke bei Facharbeitern und Akademikern wird gewaltig sein.

Es fehlt die soziale Anerkennung

Doch etliche der Auswanderer vermissen in Deutschland eine berufliche Perspektive. Andere haben die Nase voll von quälender Bürokratie und Regulierungswut. Und es sind gar nicht die klassischen Auswanderländer USA, Australien oder Neuseeland, in denen sich die Emigranten eine neue Existenz aufbauen, sondern Österreich, Spanien, Irland, die Schweiz und die skandinavischen Länder. Sie glauben dort nicht nur bessere Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten zu finden, die wahre Dimension der Abwanderung liegt tiefer: Die meisten lassen sich bei ihrer Suche nach dem Glück von der höheren Wertschätzung und der sozialen Anerkennung leiten, die ihnen in der deutschen Neidgesellschaft versagt bleiben. [2]

[2] Viele qualifizierte Deutsche flüchten sicherlich auch vor der immer höher werdenden Steuerlast, die man ihnen aufbürdet. Da werden Millionen von unqualifizierten Menschen ins Land geholt, die oftmals weder arbeitswillig noch arbeitsfähig sind. Diese Menschen müssen notfalls bis an ihr Lebensende durch Transferleistungen (Sozialhilfe, Hartz IV, usw.) finanziert werden. Für diese enormen Unkosten muss natürlich der Steuerzahlern aufkommen, der Tag für Tag zur Arbeit geht und sieht wie diese Menschen sich einen faulen Lenz machen und womöglich sogar noch mehr Geld vom Staat erhalten, als er mit seiner Arbeit verdienen kann.

Und natürlich sieht er auch, wie Deutschland immer mehr verkommt. Die vielen Milliarden, die man benötigt, um den immer stärker aufgeblähten Sozialhaushalt zu finanzieren, fehlen für Bildung, Wissenschaft, für den Bau von Schulen, Universitäten, Bibliotheken, Kindergärten, Jugendheimen, Schwimmbädern, Sportanlagen, für den Bau neuer Straßen, für die Verbesserung öffentlicher Verkehrsmittel, für die innere Sicherheit (Polizei und Justiz zum Schutz der Bevölkerung), für Kunst und Kultur und für viele andere Einrichtungen, für die man nun kein Geld mehr hat. So wird an allen Enden und Ecken gespart, nur damit die Migranten, die immer mehr Forderungen stellen, ruhig gestellt werden und es zu keinen Ausschreitungen wie in Paris, Brüssel, Oslo, Kopenhagen und anderswo kommt.

Außerdem wird er für jede Kleinigkeit mit einem Bußgeld belegt. Drückte man früher noch ein Auge zu, so wird er nun rücksichtslos zur Kasse gebeten. Es fehlt in Deutschland nicht nur die soziale Anerkennung sondern auch die Freiheit, seine Meinung sagen zu dürfen. Der Prozess gegen Geert Wilders zeigt, wie sehr die Meinungsfreiheit in Europa bedroht ist.


[1] und [2] sind nicht vom Autor und geben die Meinung des Forumbetreibers wieder.

Quelle: Warum viele Fachkräfte ihr Glück im Ausland suchen

Siehe auch:
Goodbye, Deutschland: Immer mehr Deutsche wandern aus
Deutschland ist ein Auswanderungsland

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