Freitag, 1. Januar 2010

Ahmadiyya: eine totalitäre Politreligion

Inhaltsverzeichnis
00. Die Darstellung der Ahmadyya bei wikipedia.org
01. Entstehung und Lehre
02. Mitgliedschaft und Finanzierung
03. Politisches Ziel
04. Ahmadyya in Deutschland
05. Organisation
06. Expansionsstrategien, genannt „Tabligh“
07. Tabligh (Missionierung) in Deutschland
08. Tabligh (Missionierung) in der „Region Schleswig-Mecklenburg“
09. Tabligh (Missionierung) in öffentlichen Schulen
10. Eltern & Lehrer ahnungslos
11. Tabligh (Missionierung) im Internet
12. Die Aneignung der Website einer christlichen Gemeinde
13. Tabligh (Missionierung) in deutschen Medien
14. Tabligh (Missionierung) im Ausland
15. Geschlechterordnung
16. Verbreitung antijüdischer Texte
17. Schlussfolgerung
18. Ein persönlicher Schluss - Klageabweisung

00. Die Darstellung der Ahmadyya bei wikipedia.org    Top

Mir lief der Name Ahmadyya über den Weg. Ich hatte zwar bereits von dieser islamischen Glaubensgemeinschaft gehört, mich aber noch niemals intensiver damit befasst. Also schaute ich zunächst einmal bei wikipedia.org nach, um mich über Ahmadyya zu informieren. Was ich dort zu lesen bekam, klang eigentlich recht positiv. Aber genau dieses machte mich stutzig, denn wikipedia schrieb: „Die Lehre der Ahmadiyya basiert auf dem Koran, der Hadith und der Sunna1.“ Jeder, der den Koran, die Hadithen und die Sunna einigermaßen kennt, weiß allerdings, dass diese mit den Vorstellungen von Demokratie und Menschenrechten, wie wir sie in der westlichen Welt kennen, nicht vereinbar sind. Darum recherchierte ich weiter und stieß auf einen Beitrag (Vortrag) von Dr. Hiltrud Schröter, der das wahre Gesicht der Ahmadyya zeigte. Bevor ich allerdings auf den Bericht von Dr. Schröter zu sprechen komme, möchte ich an einigen Beispielen zeigen, wie unkritisch und „politisch korrekt“ (man will ja nicht als rassitisch oder rechtsradikal gelten) wikipedia.org die islamische Glaubensgemeinschaft Ahmadyya darstellt. Bei wikipedia.org wird Ahmadyya u.a. wie folgt beschrieben:

Die Ahmadiyya gibt vor, ihren Namen nicht vom Gründer (dem am 13. Februar 1835 in Qudian/Nordindien geborenen Mirza Ghulam Ahmad, siehe Bild oben), sondern direkt aus dem Koran erhalten zu haben, denn in der Koransure 61,6 heißt es: „Und da sagte Jesus, der Sohn der Maria: „O ihr Kinder Israels, ich bin Allahs Gesandter bei euch, der Bestätiger dessen, was von der Thora vor mir gewesen ist, und Bringer der frohen Botschaft eines Gesandten, der nach mir kommen wird. Sein Name wird Ahmad sein.““ In ihrer Namensgebung wird die Absicht der Ahmadiyya deutlich, an die frühe Zeit in Mohammeds Verkündung anzuknüpfen. Der Gründer der Ahmadiyya betonte mit seiner pazifistischen Haltung den friedlichen Charakter seiner Mission, deren Auftrag in der Wiederherstellung der ursprünglichen Lehre des Islams liegt.

1Die Hadithe sind die Anweisungen, nachahmenswerten Handlungen, Billigungen von Handlungen Dritter, Empfehlungen und vor allen Dingen Verbote und religiös-moralische Warnungen Mohammeds, die im Koran nicht enthalten sind. Die Summe dieser Überlieferungen mit ihrem normativen Charakter bilden die Sunna des Propheten und sind somit Teil der religiösen Gesetze im Islam.

Weiter schreibt wikipedia:

Die Lehrmeinung der Ahmadiyya weicht hauptsächlich in der Christologie (in der Beurteilung der Rolle Jesus2), in der Rolle des Mahdi (der traditionellen islamischen Glaubensauffassung an einen von Gott gesandter Messias, der in der Endzeit das Unrecht auf der Welt beseitigen wird3), im Dschihad (dem Heiligen Krieg), in der Stellung Mirza Ghulam Ahmads und in der Behandlung der Apostasie (dem Austritt aus dem Islam) vom islamischen Mainstream ab.

Besonders die Auffassung, dass der Dschihad mit zivilen Mitteln zu führen sei und die Ablehnung, am bewaffneten Unabhängigkeitskampf Indiens teilzunehmen, trug der Ahmadiyya die Feindschaft anderer islamischer Gruppen ein. Mirza Ghulam Ahmad hat das Recht für aufgehoben erklärt, aus Glaubensgründen zur Waffe zu greifen.

2In einem seiner Bücher schreibt Mirza Ghulam Ahmad, dass Jesus nach Srinagar in Kaschmir/Nordindien geflohen sei, wo er bis zu seinem Tod im Alter von 120 Jahren gelebt habe. Das Jesusgrab befindet sich angeblich in der Khanyar-Straße in der Altstadt von Srinagar und wird von Angehörigen der Ahmadiyya-Familie bewacht (Quelle).

3Mirza Ghulam Ahmad bezeichnete sich ab 1891 als der vom Propheten Mohammed angekündigte Mahdi und verstand sich als die prophezeite Wiederkunft von Jesus Christus, Krishna und Buddha in einer Person. Sein gottgegebener Auftrag sei die Vereinigung aller Religionen unter dem Banner des Islam.

Die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) schreibt über die Haltung von Mirza Ghulam Ahmad zu Jesus: „Hinsichtlich der Kreuzigung Jesu vertrat Mirza Ghulam Ahmad eine Sonderauffassung: Während die Mehrzahl der sunnitischen und schiitischen Muslime davon ausgeht, ein „Ersatz“, wie z. B. Judas oder Petrus, sei an Jesu Stelle gekreuzigt und Jesus lebendig in den Himmel entrückt worden, vertrat Ghulam Ahmad die Ansicht, dass Jesus zwar selbst ans Kreuz geschlagen worden sei, aber die Kreuzigung in einer Ohnmacht überlebt habe und im kühlen Grab durch stärkende Salben wiederbelebt worden sei. Er sei dann nach Kaschmir ausgewandert, habe geheiratet, eine Familie gegründet und sei dort im Alter von 120 Jahren gestorben. Das dortige Grab eines „Yuz Asaf“ wird als Grab Jesu verehrt. Nach Auffassung der Ahmadiyya ist Jesus also eines natürlichen Todes gestorben und lebt gegenwärtig nicht im Himmel, wie die Mehrzahl der muslimischen Theologen annimmt. Diese Theorie ist in der westlichen Welt in zahlreichen Veröffentlichungen von Ahmadiyya-Anhängern vertreten worden, hat aber auch außerhalb der Bewegung viele Sympathisanten gefunden.“

Weiter schreibt die DEA über die Ahmadyya-Bewegung und ihre Haltung zum Christentum: „Da die Ahmadiyya-Bewegung auch in Auseinandersetzung mit der christlichen Mission im britischen Kolonialreich Indien entstand, überrascht es kaum, dass die Bewegung christlichen Lehrinhalten von Anfang an besonders kritisch gegenüberstand. Schon der Gründer Mirza Ghulam Ahmad äußerte sich sehr ablehnend, ja polemisch gegenüber dem Christentum und ging damit deutlich über die „übliche“ muslimische Kritik am Christentum hinaus. Das wird nicht nur aus den vielen Ahmadiyya-Veröffentlichungen deutlich, die dem historisch eindeutig belegten Geschehnis der Kreuzigung Jesu jegliche Historizität absprechen und das zentrale Heilsgeschehen der Gottessohnschaft Jesu leugnen, sondern auch aus den zahlreichen erbitterten Anklagen und Vorwürfen gegen Jesus Christus von seiten der Ahmadiyya-Bewegung, der im sunnitischen Islam als Prophet hohe Verehrung genießt. Zu diesen Vorwürfen gehören Anklagen wie die Geneigtheit Jesu zum Alkohol, Übertretungen der jüdischen Gesetzesvorschriften, die Beleidigung seiner Mutter und Respektlosigkeit gegen jüdische Priester, die Kontaktaufnahme zu Frauen von schlechtem Ruf und Charakter, die Rückführung des Stammbaums Jesu auf eine Prostituierte, aber auch Charaktervorwürfe wie Falschheit, Arroganz, Bosheit, Feindschaft gegen die Gerechten, Lüge und Feigheit.“

wikipedia.org schreibt weiter:

Es gibt noch zwei wesentliche Unterschiede zwischen dem orthodoxen Islam (Sunniten und Schiiten) und der Ahmadyya-Bewegung. So glaubt der orthodoxe Islam daran, dass Jesus am Ende aller Tage leibhaftig vom Himmel herabsteigen wird, während die Ahmadyya-Bewegung dies verneint. Nach Ansicht der Ahmadyya-Bewegung sind die Berichte über die Wiederkunft Jesus allegorisch (sinnbildlich) zu verstehen und beziehen sich auf Mirza Ghulam Ahmad. Der zweite wesentliche Unterschied bezieht sich auf die Prophetenschaft. Nach Ansicht des orthodoxen Islam ist Mohammed der letzte Prophet. Nach Ansicht der Ahmadiyya Muslim Jamaat war Mohammed zwar der „größte“ und „beste“, nicht aber der „letzte“ Prophet. Erst Mirza Ghulam Ahmad brachte das Prophetentum zur Perfektion und schloss das religiöse Gesetz (den Koran) ab.

Mirza Ghulam Ahmad entstammte einer aristokratischen Familie persischer Abstammung. Seine Nachfolger werden als „Khalifat ul-Massih“ (Nachfolger des Messias) bezeichnet. Schon bald kam Kritik am Kalifatsystem auf, das als zu autokratisch (diktatorisch) empfunden wurde.

Liest man sich die Beschreibung von wikipedia.org über die Ahmadyya durch, so gewinnt man den Eindruck, dass die Ahmadyya-Bewegung eigentlich recht liberal, tolerant und friedliebend ist. Sie hat zwar einige Vorbehalte gegenüber dem Christentum und hält am traditionellen islamischen Frauenbild fest (siehe: Geschlechtertrennung), verurteilt aber Gewalt als Mittel der Ausbreitung des Islam und lehnt im Gegensatz zum sunnitischen und schiitischen Islam die Bestrafung der Apostasie ab (den Austritt vom Islam, bzw. den Übertritt vom Islam zu einer anderen Religion). In einigen islamischen Staaten wird die Apostasie schließlich mit dem Tode (oft durch die eigene Famile) bestraft (siehe: Islamische Selbstjustiz). Wo bei der Ahmadyya-Bewegung der Hase allerdings im Pfeffer liegt, das ist das autokratische (diktatorische) Kalifatsystem. Dies kommt bei der Beschreibung der Ahmadyya durch Dr. Hiltrud Schröter sehr deutlich zum Ausdruck. Es sei außerdem noch erwähnt, dass die Ahmadyya-Bewegung die Demokratie entschieden ablehnt und allein die Scharia, die islamische Rechtsprechung, für legitim hält.

Dieses Beispiel zeigt, dass auch bei wikipedia.org die Political Correctness mittlerweile Einzug gehalten hat, indem nicht mehr offen über die hierarchische, zentralistische und undemokratische Struktur der Ahmadyya und ihre politischen Ziele gesprochen wird, bzw. indem sie teilweise nur zaghaft angedeutet oder gänzlich verschwiegen werden, so dass der Artikel in wikipedia.org über die Ahmadyya ein ziemlich falsches Bild von dieser Sekte vermittelt. In ihrer Propaganda gibt sich die Ahmaddya harmlos und tolerant, ihre Schriften sprechen dagegen eine andere Sprache. Siehe die folgenden 10 Thesen, die Dr. Hiltrud Schröter auf der Infoveranstaltung am 22.2.02 in Schlüchtern vortrug. Dr. Schröter wurde deswegen von der Sekte wegen „Verdachts der Beschimpfung von Bekenntnissen“ verklagt, was einen FREISPRUCH 1. KLASSE zur Folge hatte. Damit dürfen weiterhin „Parallelen zu national-sozialistischem Gedankengut bzw. mafiosen Strukturen“ der Ahmadiyya-Sekte gezogen werden

Aus diesem Grund vertrat Dr. Hiltrud Schröter in ihren Veröffentlichungen der letzten Jahre die Ansicht, dass der Islam und speziell die Ahmadyya-Bewegung eine „Politreligion und eine totalitäre Ideologie“, eine „Gesellschaftsideologie mit Überlegenheits- und Herrschaftsanspruch“ ist, welches sie als „drittes totalitäres System nach Faschismus und Kommunismus“ charakterisierte. Siehe hierzu auch die beiden folgenden Videos (youtube.com) von Dr. Hiltrud Schröter über die totalitäre Idiologie der Politreligion Islam:

Dr. Hiltrud Schröter "Islam - Politreligion und totalitäre Ideologie?" - Teil 1

Dr. Hiltrud Schröter "Islam - Politreligion und totalitäre Ideologie?" - Teil 2

Bevor wir zum Beitrag von Dr. Hiltrud Schröter kommen, noch ein paar kurze biographische Hinweise. Dr. Hiltrud Schröter ist eine deutsche Erziehungswissenschaftlerin, die 1941 in Köln geboren wurde. Von 1988 bis 2002, also 14 Jahre lang, arbeitete sie als pädagogische Mitarbeiterin am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Frankfurt. Im Rahmen eines Forschungsprojektes der Universität Frankfurt/Main hielt sie sich von 1989 bis 1994 selber in Marokko auf. In ihrer Dissertation (Doktorarbeit) verarbeitet sie ihre eigenen Erfahrungen aus diesem Aufenthalt als westliche Frau unter der berberischen Bevölkerung in einem Dorf im marokkanischen Rif.

Bevor ich zum Beitrag von Dr. Hiltrud Schröter komme, möchte ich noch eine Beschreibung über den Gründer der Ahmadiyya-Bewegung, Hazrat Mirza Ghulam Ahmad, einfügen, die ich auf der Seite von islaminstitut.de fand. Diese Beschreibung sagt im Prinzip eigentlich alles über Hazrat Mirza Ghulam Ahmad und die Ahmadyya-Bewegung, vielleicht sollte man lieber Ahmadyya-Sekte sagen, aus. Hier die Beschreibung:

„Der Gründer der Ahmadyya-Bewegung Hazrat Mirza Ghulam Ahmad aus Qadiyan/Punjab (ca. 1835/1839-1908) soll erstmals 1880 in einer Veröffentlichung mit dem Titel „Beweise der Ahmadiyya“ seinen Anhängern übermittelt haben, daß er mit einer besonderen Sendung beauftragt sei. Einige Jahre später, im Jahr 1889, dem Gründungsjahr der Ahmadiyya-Bewegung, kündigte er an, er habe von Gott eine Offenbarung empfangen. 1891 bezeichnete er sich selbst als „Messias“. Er behauptete, auf übernatürliche Weise Vorherwissen zu besitzen und Wunder zu vollbringen, darunter auch Totenauferweckungen und die Verursachung von Todesfällen durch sein Gebet. Ab 1904 behauptete er, ein „Avatar“ (eine Herabkunft) von Krishna zu sein, außerdem der auf die Erde wiedergekehrte Jesus, der im Islam in der Endzeit erwartete „Mahdi“, ein „Erneuerer“, mit dem Allah besonders Zwiesprache hege. Außerdem sei er eine Wiedererscheinung Muhammads. Mit Inanspruchnahme dieser Titel rief Mirza Ghulam Ahmad heftigen Widerstand unter Muslimen, Christen und Hindus hervor.“

Nun aber endlich zu Dr. Hiltrud Schröters Vortrag, den sie bei der Anhörung zum Thema: Errichtung einer Ahmadiyya-Moschee in Herrenhausen-Stöcken, am 18.06.2003 im Rathaus von Hannover hielt:

Dr. Hiltrud Schröter: Ahmadiyya - Religionsgemeinschaft auf der Basis unseres Grundgesetzes oder islamistische Politreligion?    Top

Ein Einblick in das Wesen der totalitären brain-washing-Sekte Ahmadyya.

1. Entstehung und Lehre

Die Ahmadiyya ist eine 1889 in Qadian im indischen Punjab von Mirza Ghulam Ahmad gegründete millenarische4 Bewegung. Ihr Gründer beansprucht Messias, Mahdi5, Prophet, die geistige Wiedergeburt Jesu, Mohammeds, Vishnus, Krishnas, Buddhas und der Reformer am Anfang der 1000-jährigen Endzeit zu sein, den wahren Islam zu vertreten und ihn durch seine Bewegung innerhalb von 300 Jahren zum Sieg über alle anderen Religionen und islamischen Konfessionen zu führen. Für die ihm nachfolgenden Führer richtete er das Kalifat ein, das sich in der Macht einer Oberhaupt-Dynastie befindet, der Mirza-Ahmad-Dynastie, aus der, wie man am Namen erkennen kann, auch der Gründer der Ahmadiyya stammt. Die Kalifen haben den Titel „Khalifatul Masih“, d. h. Nachfolger des Messias. Mit Messias ist Mirza Ghulam Ahmad gemeint. Das Endziel der Ahmadiyya ist der weltweite Sieg ihres Islam, der Scharia und des Ahmadiyya-Kalifats, das bis zum Ende der 1000-jährigen Endzeit bestehen soll.

4Der Millenarismus bezeichnet den Glauben an die Wiederkunft Jesu Christi und das Aufrichten seines tausend Jahre währenden Reichs.

5Mahdi ist nach traditionell islamischer Glaubensauffassung der von Gott gesandte Messias, der in der Endzeit das Unrecht auf der Welt beseitigen wird

In ihrer Dogmatik weicht die Ahmadiyya vom Islam vor allem in ihrer Prophetenlehre mit Kalifatanspruch und in ihrer Jesus-Lehre ab. Daher kann man sie als häretische (andersgläubige, „ketzerische“) Abspaltung vom Islam oder als islamische Sekte bezeichnen. Sie verbreitet ein christliches Feindbild und antijüdische Stereotypen, wie ich weiter unten zeigen werde.

2. Mitgliedschaft und Finanzierung    Top

Nach eigenen Angaben, die allerdings sehr unterschiedlich sind, hat die Ahmadiyya in Deutschland 60.000 und weltweit über 200 Millionen Mitglieder. Mitglied wird man durch Geburt oder durch ein Gelöbnis, genannt Baiat (Treuegelöbnis). Wer in die Ahmadiyya eintritt, gelobt mündlich und schriftlich lebenslangen Gehorsam gegenüber dem Gründer der Bewegung, dem Kalifen und dem Kalifat. Die Ahmadiyya selbst erklärt die Bedeutung des Wortes Baiat folgendermaßen: „Ein Gelübde der Treue und des Gehorsams eines Jüngers an seinen geistlichen Lehrer. Wörtlich: Akt der Selbstverpfändung.“ Außerdem verpflichtet man sich schriftlich zur Zahlung eines monatlichen Mitgliedsbeitrags, der mindestens 1/16 des Nettoeinkommens beträgt, und weiterer „Pflicht-Chandas“ (Pflichtspenden).

Auch Asylbewerber müssen von ihrer Sozialhilfe zahlen. Das ist ein Zugriff auf Staatsgelder unter Ausnutzung der Hilfsbedürftigkeit dieser Menschen, die sich von der Ahmadiyya Hilfe beim Asylverfahren erhoffen. Hinzu kommen Verpflichtungen durch Testament und Erbschaft. Das Abkassieren der Gefolgschaft trägt zur außergewöhnlichen Finanzkraft der Führungselite bei und könnte eine neue Form der Latifundienlogik (Latifundien = große Landgüter) sein, die ich in meiner Ahmadiyya-Studie rekonstruiert habe.

3. Politisches Ziel (Führungsebene)     Top

Der 4. Kalif Mirza Tahir Ahmad erklärte das Ziel der Ahmadiyya in seiner Rede zur Jahreswende 2000/2001 so: „Es wird nur eine Religion in der Welt geben und nur einen Führer. Dann geschieht es, dass die göttliche Vorsehung entscheidet, dass sie (die Reformer = Ahmadiyya) bereit sind, weltliche Macht zu übernehmen.“

In seiner Rede mit dem Titel „Politischer Friede“ sagte derselbe Kalif am 24.02.1990 im „Queen Elizabeth II. Conference Centre“ in London anlässlich der 100-Jahrfeier der Ahmadiyya: „Hinsichtlich des Führens politischer Angelegenheiten drückt sich Gottes Herrschaft auf zwei Arten aus:

1. Das Gesetz (die Scharia) enthält die essentiellen Richtlinien für die Legislative (Bundestag, Bundesrat), und keine demokratisch gewählte Regierung kann in den ausdrücklichen Willen Gottes hineinreden.

2. Kein legislativer Vorgang wäre im Widerspruch zu vorgenanntem Prinzip gültig.

Worüber alle Gelehrten übereinstimmen ist, daß die Legislative das Vorrecht Gottes ist, und daß er seinen Willen durch die quranischen Offenbarungen an den Begründer des Islam saw ausdrückte.“ (saw oder sws = Arabisch: Sall Allahu alayhi wa sallam; Deutsch: Friede sei mit ihm)

Die Worte des Kalifen lassen das politische Ziel der Ahmadiyya deutlich erkennen: die Errichtung einer islamischen Ordnung mit Scharia-Recht und Kalifat auf der ganzen Welt, somit auch in Deutschland. Das bedeutet: die Abschaffung der freiheitlich demokratischen Grundordnung und Etablierung eines Führertums gemäß dem Koran, in dem es heißt: Ihr Gläubigen! Gehorchet Gott und dem Gesandten und denen unter euch, die zu befehlen haben! (Sure 4,59, Übers. Rudi Paret)

Ein islamischer Staat auf der Grundordnung des Korans ist ein Gegenentwurf zur Demokratie. Beide unterscheiden sich vor allem in der Gesetzgebung. Während im islamischen Staat Allah der oberste Souverän und Gesetzgeber ist und der Koran als das oberste Gesetz (Scharia) angesehen wird, ist in der Demokratie, wie das Wort sagt, das Volk Souverän und Gesetzgeber. Wo die Gottesherrschaft, Hakimiyyat Allah, waltet, kann es keine Volksherrschaft geben. Aus dem totalen Gottesbezug resultieren ein totalitärer Grundzug und ein Herrschafts- und Gehorsamssystem. Die Ahmadiyya-Führung hält am islamistischen Konzept der Gottesherrschaft fest, dessen geistige Väter der (fundamental-islamistische) Ägypter Sayyed Qutb (Chefideologe der 1928 gegründeten Moslembruderschaft, Qutb wurde 1966 unter dem ägyptischen Präsidenten Abdal Nasser gehängt) und der pakistanische Islamist und Rechtsphilosoph Al-Maududi (1903-1979) sind.

Außer dem Gründer und den Kalifen ist der Ahmadi Muhammad Zafrullah Khan (erster Außenminister Pakistans, später Präsident der UN-Generalversammlung und ehemaliger Präsident des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag) einer der führenden Ideologen der Ahmadiyya. Er bezeichnet den islamischen Staat als „das Ideal“. Er schreibt: „Wiederum ist das Ideal ein Staat, in dem das Oberhaupt des Staates Autorität sowohl in weltlichem als auch in geistigem Bereich ausübt.“ Oberhaupt ist der Kalif. Er ist gleichzeitig der Imam aller Muslime, d.h. er führt die Umma (die islamische Gemeinschaft) an, ist religiöses Vorbild und politischer Führer in einem. Kahn schreibt weiter: „Wie bereits erwähnt, sind die Bürger eines muslimischen Staates der Verpflichtung unterlegen, vollkommenen Gehorsam gegenüber den Behörden des Staates auszuüben; so wie es im Quran gesagt wird.“ Sure 4:60: „O, die ihr glaubt, gehorchet Allah und gehorchet Seinem Gesandten und denen, die unter euch Befehlsgewalt haben.“

Aufschlussreich bezüglich. der Herrschafts- und Unterwerfungsstrukturen in der Ahmadiyya war der Führungswechsel im Mai 2003. Nach dem Tod des 4. Kalifen Mirza Tahir Ahmad am 19.05.2003 (Karsamstag) in London strahlte Muslim Television Ahmadiyya International (MTA) etwa eine Woche lang über Satellit weltweit sichtbar die Rituale um den toten Kalifen und die Einsetzung des 5. Kalifen Mirza Masroor Ahmad aus, der ein Neffe (einen Sohn gibt es nicht) des Verstorbenen ist. Mehrmals wurde von Hunderten oder gar Tausenden von männlichen Mitgliedern der Ahmadiyya gegenüber dem neuen Kalifen die Baiat (der Treueschwur) vollzogen. Deutlich erkennbar war, dass die Baiat ein archaisches (überholtes) Ritual der Anerkennung eines Führers und der Unterwerfung der Gefolgschaft in Form eines Gelöbnisses der lebenslangen Treue und des Gehorsams ist. Sie ist nicht nur ein Eintrittsritual für neue Mitglieder.

4. Ahmadyya in Deutschland     Top

In Deutschland setzt die Ahmadiyya eine Doppelstrategie ein aus Anpassung und Wohlverhalten der Gefolgschaft einerseits (z.B. Straßenreinigung am 1. Januar) und Machterweiterung der Führung andererseits. Wie islamistische Gruppierungen allgemein verbindet sie uralte mythische eschatologische Ideen (die Erlösung vom Leid des Daseins) mit islamischen Dschihad-Vorstellungen, erteilt allerdings der Anwendung von Gewalt eine Absage. Sie ist pragmatisch genug, das eigentliche Ziel zurückzustellen, bis sie eines Tages über mehr Macht verfügt. Trotz Tarnung bleibt dieses Ziel deutlich erkennbar.

Zum Beispiel in dieser Kalligraphie (Schönschrift), die in Prospekten und auf der Titelseite aller Ausgaben des Ahmadiyya-Bulletins in Farbe abgedruckt ist. Der Grundriss Deutschlands hat die Farben schwarz-rot-gold und ist aus arabischer Schrift zusammengesetzt. Der Text lautet: La ilaha ilallah Mohammadur rasulullah. Übersetzt bedeutet das: „Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist sein Gesandter.“ Das sind die Worte der Kalima, des islamischen Glaubensbekenntnisses.

Die Farben schwarz-rot-gold sind nach Art. 22 des Grundgesetzes die Farben der Flagge der Bundesrepublik Deutschland. Sie symbolisieren in Verbindung mit der Geschichte der deutschen Fahne die freiheitlich demokratische Grundordnung Deutschlands. Mit der Verwendung der Deutschlandkarte in den Farben schwarz-rot-gold für eine Kalligraphie mit dem islamischen Glaubensbekenntnis bringen die Hersteller und Verbreiter dieses Gebildes zum Ausdruck, dass sie die Islamisierung Deutschlands und die Umwandlung unserer demokratischen Grundordnung in einen islamischen Staat anstreben.

5. Organisation      Top

Die Ahmadiyya ist hierarchisch, zentralistisch und undemokratisch aufgebaut: An der Spitze stehen der Kalif und das Kalifat. Dem Kalifen unterstehen Amire und Präsidenten auf nationaler, regionaler, lokaler und Halqa-Ebene (Halqa = kleiner Bezirk).

Für die deutsche Ahmadiyya-Gemeinde findet einmal jährlich eine sogenannte Majlis-e-Shura (Ratsversammlung) statt. z.B. war die 21. Jährliche Ratsversammlung vom 31. Mai bis 02. Juni 2002 in der neuen Zentrale Bait-us-Sabuh in 60437 Frankfurt/Main, Genfer Str. 11. Es nahmen 518 Vertreter von 218 Gemeinden teil. Die Mitglieder dieser Versammlung werden gewählt. Passives Wahlrecht haben Personen, die u.a. ihre „Pflicht-Chandas“ (Pflichtspenden) bezahlt haben. Außerdem gilt das folgende „Gesetz“: „Gemäß der aktuellen Gesetzesfassung der „Tehreek-e-Jadeed“ (dem „Sprungbrett zur Etablierung der neuen Weltordnung“) muss jedes Schura-Mitglied Bartträger sein. In Ausnahmefällen ist über den National-Ameer eine Sondergenehmigung vom Hazoor (Kalif) einzuholen.“ Das macht die Gemeinsamkeit mit Islamisten sichtbar.

Auf der Tagesordnung stehen der Finanzbericht und Vorschläge zur Verbesserung der Arbeit in den Abteilungen. Den undemokratischen Charakter der Majlis-e-Shura (Ratsversammlung) macht besonders die folgende Regelung deutlich: Folgende Themen können nicht in der Tagesordnung berücksichtigt werden:

1. Fragen über die bereits eine Entscheidung von seiten Hadhrat Khalifat-ul-Masih IV. oder der Zentrale vorliegt.

2. Fatwas (islamische Rechtsgutachten) betreffende Fragen.

3. Fragen, über die die Majlis-e-Shura innerhalb der letzten drei Jahre bereits eine Entscheidung getroffen hat.

Im Islam ist oft die Rede von der „Schura-Demokratie“. Behauptet wird dann, die Demokratie sei eine Einrichtung des frühen Islam. Mit Demokratie hat die Schura jedoch nichts zu tun. Sie ist lediglich ein Beratungsgremium des Führers in einer Diktatur. Entscheidungen trifft allein der Führer.

6. Expansionsstrategien, genannt „Tabligh“     Top

Eines der am meisten verwendeten Wörter aus der Terminologie (Fachsprache) der Sekte ist das Wort Tabligh (auch Tableegh geschrieben) aus dem Urdu (Urdu ist eine indisch-pakistanische Sprache.). Es bedeutet Verbreitung, wird in der Ahmadiyya auch mit Missionierung übersetzt. Sieht man sich die unterschiedlichen Tabligh-Aktionen genau an, so stellt man fest, dass es sich um Expansionsstrategien in Verbindung mit Personenkult um den Gründer und seine Kalifen handelt, und zwar um weltweit methodisch durchgeführte Expansionsstrategien.

7. Tabligh (Missionierung) in Deutschland     Top

1989 verkündete der 4. Kalif anlässlich der 100-Jahr-Feier der Ahmadiyya das
100-Moscheenprojekt für Deutschland. Hier der aktuelle Daten zum Stand der Entwicklung:

1. Moschee Wittlich Eröffnung 09.12.2000
2. Moschee Osnabrück Eröffnung 25.09.2002
3. Moschee Münster Eröffnung voraussichtlich 02/03
4. Moschee Bremen Rohbau fertig u. Fertigstellung 8/03
5. Moschee Darmstadt Rohbau hälfte fertiggestellt
6. Moschee Koblenz Keller fertiggestellt
7. Moschee Kiel Grundsteinlegung Jan. 2003
8. Moschee Riedstadt Baubeginn April 2003
9. Moschee Hannover Bauantrag gestellt
10. Moschee Usingen Bauantrag gestellt
11. Moschee Offenbach Bauantrag gestellt
12. Moschee Würzburg Bauantrag in Bearbeitung
13. Moschee Schlüchtern Bauantrag in Bearbeitung
14. Moschee Bensheim Grundstück gekauft
15. Moschee Wabern Kaufvertrag b. der Stadt z. P.
16. Grundstück Dietzenbach Abwarten auf Beschluss v. M.
17. Grundstück Mönchen-Gladbach Bauvoranfrage in Bearbeitung
18. Moschee Nahe Planung in Bearbeitung
19. Mahdiabad (Region Schleswig-Mecklenb.) Termin Bauantrag April 02.

In Stuttgart wird auf einen Platz zum Bau einer Moschee gehofft.

8. Tabligh in der „Region Schleswig-Mecklenburg“     Top

Ich zitiere: „In den 14 Jamaats (Gemeinschaften) der Region Schleswig-Mecklenburg gibt es vier Zentren, Mahdiabad, Stade, Buxtehude, Kiel. In vier Jamaats wurden Tabligh-Stände aufgestellt.“

Tablighstände mit Propagandamaterial gibt es vielerorts in Deutschland. Das hier mehrfach zitierte Ahmadiyya Bulletin ist da allerdings nicht zu finden.

Auffallend ist der Ortsname Mahdiabad. Er bedeutet Stadt des Mahdi/Messias. Gemeint ist damit Mirza Ghulam Ahmad, der Gründer der Ahmadiyya. Wie die Ortsbezeichnung Islamabad in England, südlich von London, wo der 4. Kalif als erster Kalif auf dem Ahmadiyya-Friedhof beerdigt wurde, verweisen diese Namen auf eine allmähliche Verlagerung des Machtzentrums der Ahmadiyya vom indopakistanischen Raum nach Europa. Bisher wurde die Ahmadiyya-Stadt Rabwah, 80 km südlich von Lahore (Pakistan), als Weltzentrum bezeichnet. Wie mir Pakistaner aus Lahore berichteten, soll in Rabwah „nichts mehr los sein“. Und der „himmlische Friedhof“, Bahishti Maqbara, im Geburtsort der Ahmadiyya (bzw. des Ahmadyya-Begründers Mirza Ghulam Ahmad), in Qadian, zählte neben dem Weißen Minarett6 und den Hauptmoscheen zu ihren heiligen Stätten. Dort liegen der Gründer Mirza Ghulam Ahmad, der erste Kalif, Mitglieder der „Heiligen Familie“ und „Musies“, die im Laufe ihres Lebens dort ein Grab gekauft haben, beerdigt. Es stellt sich die Frage, ob Mahdiabad als neues spirituelles Zentrum in Schleswig-Mecklenburg ausersehen ist.

6Die islamische Orthodoxie ist der Ansicht, dass Jesus in den letzten Tagen leibhaftig vom Himmel herabsteigen und östlich von Damaskus/Syrien auf ein Minarett herabsteiegn würde. Anhmadyya hingegen vertritt die Ansicht, dass nicht Jesus, sondern Mirza Ghulam Ahmad am jüngsten Tag vom Himmel herabsteigen würde. Aus diesem Grund wurde das „Weiße Minarett“ in Qadian/Indien gebaut, das östlich von Damaskus liegt.

9. Tabligh (Missionierung) in öffentlichen Schulen     Top

Die Ahmadiyya nutzt unsere Schulen und Universitäten als Ausbildungsstätte für die Ausbildung von Führungskadern und zur Beeinflussung von Schülern und Studenten.

In der (Ahmadiyya-)Zeitschrift JJJ (Jugend Journal der Jamaat) heißt es: „Die Tabligharbeit kann nicht nur Aufgabe von ausgebildeten Missionaren sein, sondern sie sollte soweit es möglich ist von jedem Ahmadi-Muslim geleistet werden.“ Das gilt auch für Jugendliche und Kinder. Konsequenterweise heißt es daher im Ahmadiyya Bulletin: „Es wird einen Projekttag über Tabligh (über die Missionierung) geben, in dem darüber diskutiert werden soll, wie die Jugendlichen bzw. Kinder in der Schule missionieren können. Wie kann man Ethikunterricht, Gemeinschaftskundeunterricht, Gesellschaftslehre für Tabligh-Zwecke (für die Missionierung) nutzen? Die Kinder sollen gefragt werden, welche Tabligh-Methode am wirksamsten ist und welche Rolle sie selbst dabei spielen können.“

Wie ich in meiner Ahmadiyya-Studie an der Schülerin Eveline aufgezeigt habe, sind Indoktrination, Suggestion, Angst vor Höllenstrafen und das Einüben autosuggestiver Mechanismen Bestandteile der Kinder- und Jugenderziehung in der Ahmadiyya. Ihr Ziel ist Fügsamkeit, das Abschleifen der natürlich vorhandenen Individuierungstenzen (Individualität) und die Verinnerlichung von (islamischen) Autoritäten. Im Unterschied dazu fördert unsere Schule die Bildung einer autonomen Persönlichkeit, die verantwortlich für das Eigenwohl und das Gemeinwohl arbeitet.

10. Eltern & Lehrer sind ahnungslos     Top

Mit der Strategie Tabligh in der Schule und mit nicht leicht durchschaubaren Tablighmethoden werden die öffentlichen Schulen von der Ahmadiyya instrumentalisiert. Man kann das als Missbrauch des öffentlichen Bildungswesens für die Verbreitung der Sektenideologie und der Machterweiterung der Mirza-Ahmad-Dynastie und ihres Kalifats bezeichnen.

Unsere Eltern und Lehrer und die Bildungspolitiker sind diesbezüglich in der Regel ahnungslos, und wenn sie etwas wissen, dann schweigen sie dazu. Als Grund wird zunehmend öfter Angst angegeben. Hier in Herrenhausen-Stöcken (Hannover) gibt es viele Familien mit Kindern, die mit methodischer Tabligharbeit an ihren Kindern rechnen müssen, wenn das Ahmadiyya-Kalifat dort erst einen Stützpunkt aufgebaut hat. Die Tabligharbeit macht auch vor den Lehrerkollegien nicht halt. In Frankfurt/Main ist bereits eine Studiendirektorin, die zur Schulleitung eines Gymnasiums gehört, Mitglied der Ahmadiyya geworden, obwohl der Beamteneid und die Baiat (der Treueschwur der Ahmadyya) nicht miteinander vereinbar sind.

Für die Ausbildung von Führungskräften wurde vom 4. Kalifen zusätzlich ein Sonderprogramm initiiert: das Tahrik Waqf-e-Nau, ein Programm der Neuen Aufopferung. Die dafür vorgesehenen Kinder werden nach der Geburt dem Dienst am Glauben geopfert. Für Erziehung, Training und Kontrolle gibt es genaue Vorschriften für Eltern und Kinder.

11. Tabligh (Missionierung) im Internet     Top

Wie ihr eigenes Satellitenfernsehen so nutzt die Ahmadiyya auch das Internet für die Verbreitung der Sektenideologie, aber auch für Angriffe auf Kritiker. So versucht sie auf unterschiedliche Weise mich mundtot zu machen, z.B. durch Diffamierung und Falschbehauptungen auf ihrer Website (www.masroor.de) (Anmerkung: diese Webseite scheint nicht mehr zu existieren, dafür werden auf der Webseite von ahmadyya.de einige Aussagen über Dr. Schröter gemacht), wonach ich unwissenschaftlich arbeite, schwachsinnig bin und Wahnvorstellungen habe. Eine neue Variante ist die Umfunktionierung und Instrumentalisierung der Website einer christlichen Gemeinde für Ahmadiyya-Interessen.

12. Die Aneignung der Website einer christlichen Gemeinde     Top

Anfang 2003 wurde der Webmaster einer christlichen Gemeinde in Frankfurt von einem „Freund“ im Sinne der Ahmadiyya indoktriniert (manipuliert). „Er wurde vollständig geistig umgepolt“, so wurde mir das Ergebnis von einem Gemeindemitglied beschrieben. Laut Arbeitsvertrag hatte er die Aufgabe, seine Webseiten dem Gemeinderat und dem Pastor vorzulegen. Dazu gehörten auch seine Informationen über den Islam mit Literaturempfehlungen, zu denen meine Ahmadiyya-Studie zählte. Nach seiner „Gehirnwäsche“ entfernte er diese Informationen und veröffentlichte auf der Webseite der christlichen Gemeinde Pro-Ahmadiyya- und Anti-Schröter-Texte und Werbung für die Bücher des Pressesprechers der Ahmadiyya, Hadayatulla Hübsch, ohne die Gemeindeleitung darüber zu informieren. Sie wurde von mir am 06.05.2003 davon in Kenntnis gesetzt und war über die Instrumentalisierung und Unterwanderung bestürzt, entschuldigte sich am 14.05.2003 schriftlich bei mir, entfernte die Pro-Ahmadiyya-Texte und kündigte dem Webmaster. Damit ist aber der von der Ahmadiyya gestiftete Unfriede in der Gemeinde nicht beseitigt, wie man sich vorstellen kann. Außerdem bin letztendlich nicht ich die Geschädigte, sondern der verführte Webmaster, ein nun arbeitsloser Diplomingenieur.

13. Tabligh (Missionierung) in deutschen Medien     Top

Die meisten Medien verbreiten die Propaganda der Ahmadiyya, die ihnen vom Pressesprecher Hadayatulla Hübsch zugespielt wird. Hübsch war, wenn ich richtig informiert bin, 8 Jahre Vorsitzender des Hessischen Schriftstellerverbandes und hat besonders in dieser Zeit ein mediales Netzwerk geknüpft. (Heute ist Hadayatullah Hübsch Imam in der Nuur-Moschee in Frankfurt.) Zu seiner Funktion verfasste die Führung der Ahmadiyya-Deutschland im Januar 2003 den folgenden Text:

„Wichtige Mitteilung: Solche Jamaats (Gemeinschaften), deren Mitglieder Kontakte zu Politikern oder anderen Würdenträgern pflegen und von Zeit zu Zeit verschiedene Veranstaltungen durchführen, des weiteren solche Mitglieder der Jamaat Deutschland, die hinsichtlich des Moscheebaus mit Behörden Kontakt aufnehmen, verschiedene Veranstaltungen zum Zwecke der Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit) und der Bekanntmachung der Jamaat ausrichten, all diese Personen sind gebeten, sich vor Durchführung dieser Veranstaltungen mit dem Pressesekretär, Herr Hadayatulla Hübsch, in Verbindung zu setzen und mit ihm zusammenzuarbeiten.“ (Anmerkung Webmaster: Ein Ahmadiyya war Computertrainer von Sigmar Gabriel, dem heutigen SPD-Vorsitzenden.)

Ein kurzer Ausschnitt aus der oben angegebenen Webseite (von Sigmar Gabriel): Menschen- und Drogenhandel stehen schon lange im Zentrum der Erklärungsversuche für den unerklärten Reichtum der brain-washing-Sekte (Ahmadyya). Dr. Schröter hat auf die Abzocke von Asylbewerbern zu Lasten des deutschen Steuerzahlers hingewiesen. Beobachter des Ahmadiyya-Zentrums in Frankfurt-Bonames, Genfer Str. 11, berichten von regem Menschen- und Warenverkehr besonders nachts. Und orthodox-islamische Kritiker der Sekte berichten von Festnahmen führender Ahmadis in den Arabischen Emiraten und England wegen Drogenschmuggels.

14. Tabligh (Missionierung) im Ausland     Top

Wie die Machterweiterung der Ahmaddya verlaufen kann, zeige ich an zwei Beispielen aus dem Ahmadiyya Bulletin von 2003.

Malta: „Im Monat November reisten der Missionar, Herr Munir Munawar und Herr Chaudry Naeem-ud-Deen zu Tablighzwecken nach Malta. Nach ihren Beobachtungen bietet die Insel sehr gute Möglichkeiten für Geschäftsleute. Interessenten melden sich bitte bei der Abteilung „Tabligh im Ausland“.

Zwei Monate später heißt es unter „Wichtige Mitteilungen“: „Durch die Gnade Allahs konnte die Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland in Malta ein Tabligh-Zentrum aufbauen. Imam Munir Ahmad Munawar, Herr Chaudry Naeem-ud-Din und Herr Ilyas Ahmad aus Hamburg unternahmen vom 26. Januar bis zum 9. Februar eine erfolgreiche Tablighreise nach Malta. Im Laufe dieser Reise ist es ihnen gelungen, für die Registrierung der Jamaat (der Gemeinschaft) und für einen Jamaat-Sitz zu sorgen. Dieser Sitz ist mit seinen 3 Zimmern mit allem Komfort ausgestattet. Im Monat Februar werden Herr Nur-ud-Din aus M... und Herr Rafiq Ahmad aus P.. für Waqf-e-Arzi (zeitweiliger Waqf = Verwalter) nach Malta reisen. Wie bereits im letzten Bulletin erwähnt wurde, eignet sich Malta sehr gut für Gewerbetreibende. Falls Sie an einer Gewerbetätigkeit in Malta interessiert sind, kann Ihnen unsere Abteilung die nötigen Informationen hierzu liefern. Darüber hinaus kann der Jamaat-Sitz kostenlos als Unterkunft genutzt werden. Falls Sie mit Ihrer Familie an einem Urlaub in Malta interessiert sind, steht Ihnen der Jamaat-Sitz ebenfalls zur Verfügung. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Abteilung Tabligh im Ausland.“

Albanien: „In Albanien sind durch die besondere Gnade Allahs die erste Moschee und das erste Missionshaus errichtet worden. Es wird ein vertrauenswürdiger Bruder gesucht, der bereit ist, längerfristig dort zu wohnen. Für deutsche Staatsangehörige ist die Übersiedlung besonders leicht. Die Unterkunft ist auch samt Familie möglich.“

Ahmadis erhielten bei uns das Recht auf Asyl wegen Verfolgung in Pakistan. Nun benutzen sie die deutsche Staatsangehörigkeit für Expansionsstrategien im Ausland. Deutschland wird zum Vorbereitungsraum für die Einrichtung und den Unterhalt von Stützpunkten des Kalifats in anderen Ländern. Der deutsche Pass und die deutsche Staatsangehörigkeit dienen der Machterweiterung des Ahmadiyya-Kalifats.

MTA = Muslim Telvision Ahmadiyya International: Der Satellitensender der Ahmadiyya verbreitet weltweit täglich rund um die Uhr ausnahmslos eigene Sendungen über Satellit (Hotbird = Name des Satelliten) in mehreren Sprachen. Er ist auch bei uns mit Satellitenschüssel und digitalem Receiver problemlos zu empfangen. Mindestens 1/3 des Programms dient dem Kult um den Kalifen.

15. Geschlechterordnung     Top

Die Ahmadiyya setzt sich für Geschlechtertrennung in der Öffentlichkeit ein und propagiert eine besondere Art des Dschihad, den „Dschihad gegen die Schleierlosigkeit“. Dazu äußert sich der 4. Kalif u.a. mit folgenden Worten:

„Mir ist deutlich geworden und Allah hat mich sehr stark zu diesem Gedanken gelenkt, dass Ahmadi Frauen den Jihaad gegen die Schleierlosigkeit verkünden sollten. Denn wenn sie dieses Gebiet aufgeben, welche anderen Frauen in der Welt werden sonst vortreten, um die islamischen Werte zu schützen?“

Die staatsbürgerlichen Rechte werden den Frauen in Deutschland durch das Grundgesetz zuerkannt, die in unserem Grundgesetz in Art.3(2) verankerte grundsätzliche Gleichberechtigung wird ihnen jedoch von der Ahmadyya verweigert. In einem Faltblatt der Ahmadiyya über die Ehe heißt es z.B.:

„Die Trauung (Nikah) wird in der Moschee vollzogen (in Deutschland geht ihr die standesamtliche Heirat voraus), anschließend (oder auch erst nach einiger Zeit) wird die Eheschließung durch die Rukstana (Heimholung der Braut) vollzogen. Ihr folgt das öffentliche Fest der Walima. Der Ehemann (Bräutigam) ist verpflichtet, seiner Frau (Braut) eine Morgengabe7 (Maher) in Höhe von etwa sechs Monatseinkommen zu ihrer eigenen, freien Verfügung zu geben. Der Ehemann hat im Islam die Pflicht, seine Familie zu ernähren und zu versorgen. Arbeitet seine Frau auch (was sie nur mit der Zustimmung ihres Mannes soll), steht ihr das verdiente Geld zu, ohne daß sie verpflichtet wäre, irgendetwas davon auszugeben. Die Ehefrau hat die Pflicht, das gemeinsame Haus zu einer Stätte des Friedens zu machen, ihrem Ehemann in allem, was nicht dem Islam widerspricht, zu gehorchen.“

7Die Morgengabe ist nach traditionellem Recht ein Geschenk des Bräutigams an die Braut. Den Namen Morgengabe hat sie von dem Brauch, sie am Morgen nach der Hochzeitsnacht zu überreichen. Dieser Zeitpunkt wird aber nicht immer und nicht überall eingehalten.

Wie bei Islamisten im Diaspora-Islam (außerhalb Indiens/Pakistans) verbreitet, so wird auch in der Ahmadiyya die archaische (altertümliche) Logik des Frauentauschs (Terminus aus der Soziologie, z.B. Max Weber, und aus der Ethnologie, z.B. Claude Levi-Strauss) fortgesetzt. Man erkennt sie daran, dass für die Frau ein Brautpreis (arabisch: mahr) gezahlt wird, dass die Braut in die Familie des Mannes gegeben wird und dem Mann zu gehorchen hat. Die Frauentauschlogik gehört zu den objektiv latenten Strukturen, die von denen, die sie reproduzieren i.d.R. nicht erkannt werden. Die Frauentauschlogik ist mit Art. 3(2) unseres Grundgesetzes nicht vereinbar.

Grundsätzlich dürfen in der Ahmadiyya nur endogame Ehen geschlossen werden (Heirat nur innerhalb der Ahmadyya). Wer ein Nicht-Mitglied der Ahmadiyya heiratet, auch wenn es ein Moslem oder eine Muslima ist, wird aus der Gemeinde ausgeschlossen. Ehen werden meist arrangiert und sind für Pakistaner zum Immigrationsticket nach Deutschland geworden8. Die Polygamie ist dem Mann erlaubt. Unter dem Deckmantel von Kultur und Religionsfreiheit schleicht sich auch mit der Ahmadiyya das Patriarchat (die männliche Herrschaftsform) mit bei uns überholten Formen der Unterdrückung von Frauen wieder ein und wird toleriert.

8In Großbritannien hat Umweltminister Phil Woolas mit ungewohnt offenen Worten die vor allem unter den aus Pakistan stammenden britischen Moslems verbreitete Verwandtenhochzeit angegriffen und auf die daraus resultierenden genetischen Schäden hingewiesen. Während pakistanischstämmige Briten nur 3 Prozent der Neugeborenen stellten, seien sie für ein Drittel aller genetisch bedingten Mißbildungen bei Neugeborenen in Großbritannien verantwortlich. (siehe: Inzucht unter Muslimen)

16. Verbreitung antijüdischer Texte     Top

Wie ich in meiner Ahmadiyya-Studie im Kapitel Einstellung zum Judentum gezeigt habe, verbreitet das Kalifat Texte mit antijüdischen (antisemitischen) Klischees. Ein Beispiel: „Ein Kampf mit den Juden unserer Zeit wird folgen. Und wer sind diese Juden? Sie sind die Anbeter der Äußerlichkeiten, die den Juden vergangener Tage ähnlich geworden sind. Das Schwert des Himmels wird sie zerschneiden, die jüdischen Denkweisen werden vernichtet werden.“

Ich habe dies am 06.06.2002 dem Oberbürgermeister von Hannover Herrn Dr. Herbert Schmalstieg per Brief mitgeteilt, aber keine Antwort darauf erhalten. Der Text meines Briefes lautete: Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister! In Deutschland darf es keinen Platz mehr für Antisemitismus geben, auch nicht in der Schwarzen Heide (Sielungsgebiet in Hannover-Stöcken). Die Stadt Hannover sollte deshalb diesem Stadtteil nicht gegen den Willen ihrer Bürger und Bürgerinnen einen Stützpunkt, genannt Moschee, des Kalifats der Ahmadiyya aufzwingen, da von diesem Schriften mit antijüdischer Hetze weltweit, auch in Deutschland, verbreitet werden. Mit freundlichem Gruß Hiltrud Schröter

17. Schlussfolgerung     Top

Die Ausgangsfrage lautete: Ist die Ahmadiyya eine Religionsgemeinschaft auf der Basis des Grundgesetzes oder eine islamistische Politreligion? Die Texte der Führungselite haben gezeigt, dass die Ahmadiyya islamistische Ziele verfolgt: die Errichtung einer islamischen Weltordnung mit Scharia-Recht und Ahmadiyya-Kalifat.

Daraus ergibt sich eine weitere Frage: Sind Politiker bzw. Regierungen eines demokratischen Staates dazu berechtigt, Bürger und Gemeinden gegen ihren deutlich artikulierten Willen zu zwingen, Vereine mit antidemokratischer Zielsetzung und islamistischen Machtinteressen zu unterstützen, z.B. durch die Genehmigung zur Errichtung eines neuen Kalifat-Stützpunktes, genannt Moschee?

Die Bürger haben in diesem Fall laut Grundgesetz das Recht zum Widerstand. Der Artikel 20(4) unseres Grundgesetzes lautet: Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

18. Ein persönlicher Schluss - Klageabweisung     Top

Am 24.09.2002 erstattete die Ahmadiyya Strafanzeige gegen mich wegen Beschimpfung von Bekenntnissen gemäß § 166 StGB (Strafgesetzbuch). Das Ermittlungsverfahren wurde im Februar 2003 von der Staatsanwaltschaft beim Landgericht Frankfurt/Main eingestellt, weil meine Arbeiten über die Ahmadiyya keine derartigen Beschimpfungen enthalten. In der Begründung heißt es u.a.:

„Die Beschuldigte setzt sich in wissenschaftlicher Form mit den Inhalten der Religionsgemeinschaft auseinander und zieht, nach Darstellung entsprechender Zitate, unter anderem Parallelen zu nationalsozialistischem Gedankengut beziehungsweise mafiosen Strukturen. Der Beschuldigten geht es, wie in den Texten ohne weiteres erkennbar wird, um eine Auseinandersetzung in der Sache, die auch mit harten Formulierungen geführt werden darf, zumal die Thematik gegenwärtig von besonderem Interesse ist (Stichwort: Islamismus).“

Hiltrud Schröter, 2003

Quelle: Ahmaddya-Sekte: Grundgesetztreu oder islamistische Politreligion?

Siehe auch:
Die Ahmadiyya-Bewegung des Islam
Ist der Islam eine Politreligion und eine totalitäre Ideologie?

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