Thilo Sarrazins Klartext als eine letzte Warnung - Von Claudia Hansen aus der Zeitschrift GegengiftVielleicht ist es schon zu spät, vielleicht lassen sich der Prozess der Überlagerung durch Zuwanderer und die schleichende Islamisierung noch stoppen. Mit seiner Aussage, dass 70 Prozent der Türken und 90 Prozent der Araber in Berlin weder integrationswillig noch -fähig seien, hat Thilo Sarrazin wütende Reaktionen der linksliberalen Meinungssoldaten ausgelöst, aber ebenso eine Welle der Zustimmung aus der Bevölkerung erhalten. Die Beschwichtigungsformeln der Gutmenschen und Multi-Kulti-Apostel können die Bürger nicht mehr ruhigstellen, die zunehmend sehen, wohin das Experiment der Masseneinwanderung führt.
Die Zuwanderung und schnelle Vermehrung nicht integrierbarer Muslime wird nur noch von einer Minderheit von verblendeten Intellektuellen als „Bereicherung“ gesehen. In der (Ur-)bevölkerung wächst die Furcht, verdrängt und überlagert zu werden und in einer künftigen Multi-Minoritäten-(Minderheiten)-Gesellschaft nicht mehr das eigene Schicksal bestimmen zu können, vom demokratischen Subjekt zum Objekt zu werden. Das hat nichts mit Xenophobie (Fremdenfeindlichkeit) zu tun, sondern entspricht einem berechtigten Überlebenstrieb und dem Wunsch, die freiheitlich-demokratische Ordnung zu erhalten, auf die in Sonntagsreden so gepocht wird. Thilo Sarrazin hat diesen Sonntagsreden in gewohnt knorrig-offener Art ein paar ehrliche Worte hinzugefügt. Etwa sein Bekenntnis: „Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue Kopftuchmädchen produziert.“ Ein Volltreffer zwischen die Hörner der Gutmenschen!
Kurz nach Erscheinen des Interviews im Heft „Berlin auf der Couch“ von Lettre International bellten sie wie getroffene Hunde. Die rot-rot-grünen Empörungsbeauftragten redeten sich in Rage. Er sei ein geistiger Brandtstifter, meinte eine Linkspolitikerin; die Staatsanwaltschaft prüfte den Anfangsverdacht auf Volksverhetzung. Die Deutsche Bundesbank, der Sarrazin seit einem halben Jahr als Vorstand angehört, distanzierte sich „entschieden“ von den Aussagen des ehemaligen Berliner SPD-Finanzsenators. Bundesbankchef Axel Weber wütete gegen Sarrazin und forderte dessen Rücktritt. (Treffend schrieb der Ex-BDI-Präsident Hans-Olaf Henkel dazu in einem Offenen Brief: „Das Verhalten des von mir bisher sehr geschätzten Präsidenten der Bundesbank gehört für mich nicht nur zu den peinlichsten Beispielen opportunistischen Verhaltens eines Spitzenbeamten gegenüber der Politik, es ist auch ein schlechtes Omen für die künftige Unabhängigkeit dieser Institution.“)
Aus vollen Eimern schütteten die linken Medien ihre üblichen Schmutzvokabeln („Rassismus“ etc.) über den Bundesbanker Sarrazin; der durchgedrehte Zentralratsgeneralsekretär Kramer (vom Zentralrat der Juden in Deutschland) meinte gar, Sarrazin mache „Goebbels, Göring und Hitler Ehre“ (Hitler allein reichte wohl nicht mehr.). In einigen bürgerlichen Zeitungen erschienen jedoch auch Kommentare, die Sarrazin verteidigten. Volker Zastrow schrieb in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung über den „Schleim“ der Political Correctness, der jegliche offene Debatte verhindere. Der Chefredakteur des Rheinischen Merkur Michael Rutz schrieb kurz und knapp, dass Sarrazin einfach nur ausspreche, was jeder wüsste, doch keiner sich zu sagen traue. Dafür wird Sarrazin geprügelt, weil er sich in Deutschland anno 2009 „außerhalb des Korridors“ (FAZ-Herausgeber Berthold Kohler) der erlaubten Meinungen stellte und die Dogmen des gescheiterten Multikulturalismus anzweifelte.
„Weil er so unvorsichtig war, auf die unleugbar vorhandene Integrationsscheu gewisser türkischer und arabischer Milieus in Berlin hinzuweisen“, schrieb Peter Sloterdijk im Cicero über Sarrazin, „ging die ganze Szene der deutschen Berufsempörten auf die Barrikaden, um ihm zu signalisieren: Solche Deutlichkeiten sind unerwünscht.“ Sloterdijk nennt die deutsche Meinungsszene und die „Meinungsbesitzer“ einen „Käfig voller Feiglinge“. Doch mit Kopf-in-den-Sand-Stecken können wir den Herausforderungen durch die Masseneinwanderung nicht begegnen. Die falsche Toleranz, die in Wahrheit eher Feigheit vor der Wahrheit ist und als Schwäche erkannt wird, trägt dazu bei, dass sich muslimische Ghettos und Gegengesellschaften ausbreiten und verfestigen. Bis auch in Berlin tausende Autos brennen, wie in den Pariser Vorstädten? (In Brüssel wurden allein in diesem Jahr 5 Menschen durch afrikanischen Bandenterror erstochen.)
Jeder weiß um die hohe Arbeitslosigkeit der Nicht-EU-Ausländer (doppelt so hoch wie unter Deutschen), das Schulversagen (bis zu 70 Prozent der Türken haben keine abgeschlossene Ausbildung) und die hohe Gewaltkriminalität unter diesen Einwanderern. In den sieben Jahren, in denen es Sarrazin gelang, das quasi-bankrotte Berlin so weit zu sanieren, dass der Landeshaushalt erstmals einen kleinen Überschuss auswies, hat der preußische Sozialdemokrat ins schwarze Herz der Hauptstadt geblickt. Sarrazin kennt die (türkisch-arabisch-islamisch geprägten) Berliner Problemviertel und sieht den längerfristigen Trend: Es gibt einen rapiden Bevölkerungsaustausch, einen Exodus (eine Auswanderung) von Leistungsträgern und eine Einwanderung und Vermehrung einer neuen, staatlich alimentierten Unterschicht1. Sarrazins Zahl stimmt: 40 Prozent der Geburten finden in dieser Unterschicht statt, bis die türkischen und arabischen Milieus die Schulzimmer und die Straßen beherrschen.
1Anmerkung: 2008 kamen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 682.000 Einwanderer nach Deutschland. Dagegen wurden 738.000 Fortzüge aus Deutschland registriert. Danach haben 2008 mehr Menschen Deutschland verlassen als zugewandert sind. „Zum ersten Mal seit Kriegsende sind wir ein Auswanderungsland“, sagte der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet (CDU). Bei der wichtigen Frage, wer kommt und wer geht, schneidet Deutschland laut Laschet miserabel ab: „Unsere Zuwanderer haben meist eine geringe Bildung, unsere Auswanderer dagegen sind hoch qualifiziert.“ (Quelle: Deutschland ist ein Auswanderungsland)
Wir holen uns also vorwiegend ungebildete Menschen ins Land, Menschen, die weder eine Schul- noch eine Berufsausbildung haben und die wegen ihrer fehlenden Qualifikation nicht in den Arbeitsprozess integriert werden können. Dagegen wandern beruflich hoch qualifizierte Menschen, die immer fleißig in die Sozialkassen eingezahlt haben, aus Deutschland aus. Es wandern also die pflichtbewussten Steuerzahler aus und es wandern Migranten ein, die teilweise bis an ihr Lebensende auf staatliche Sozialleistungen angewiesen sind und die zusätzlich durch den Familiennachzug noch Vater, Mutter, Onkel, Tanten und andere Verwandte nach Deutschland holen, die niemals in die deutschen Sozialkassen eingezahlt haben, aber staatliche Transferleistungen (Sozialhilfe, Rente, Wohngeld, Krankenkassenbeiträge, Kindergeld, usw.) erhalten. Die Milliarden, die wir in die Sozialleistungen investieren, fehlen u.a. am Ende beim Straßen- und Brückenbau, bei der Errichtung von Schulen, Kindergärten, Bibliotheken, Sportanlagen, Schwimmbädern, Universitäten, Polizeidienststellen und anderen öffentlichen Einrichtungen.
Polizisten berichten von der erschreckenden Gewaltbereitschaft und Respektlosigkeit gegenüber dem deutschen Staat. „Wenn die Polizei von Auseinandersetzungen in bestimmten Gegenden hört, sammelt sie zunächst Kräfte, weil ein einzelner Wagen dort nicht hinfahren kann“, erzählt die Jugendrichterin Kirsten Heisig in der FAS (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung). „Da sind innerhalb von fünf Minuten zwanzig, dreißig, vierzig Jugendliche mit Migrationshintergrund, und alles wendet sich gegen die Polizei.“ Soweit sind wir: Dem Staat entgleitet das Gewaltmonopol, manche Teile der Hauptstadt und auch anderer Großstädte etwa im Ruhrgebiet entwickeln sich zu rechtsfreien Räumen. In diesen bilden sich neue, islamische Autoritäten, wie in den französischen Banlieus (in den französischen Vorstädten), wo während der Rassenunruhen 2005/2006 plötzlich weiß gewandete (muslimische) „Brüder“ auftauchten und auf die „Allahu Akbar“ (Allah ist der Größte) schreienden Jugendlichen einwirkten. Diese neuen religiösen Autoritäten kommen aus den überall gebauten Moscheen. Sie sind die Vorboten der schleichenden Islamisierung.
Rückblickend wird Europa die Geschichte der unkontrollierten Masseneinwanderung als verhängnisvollen Beginn der kulturellen Selbstaufgabe erkennen, wie das der amerikanische Journalist Christopher Caldwell (Financial Times, Weekly Standard) in seinem neuen Buch „Reflections on the Revolution in Europe“ (Betrachtungen über die Revolution in Europa) schreibt. Noch nie in der neueren Geschichte gab es einen so rasanten Prozess der Umvolkung, des Einströmens von kulturfremden und nicht assimilierbaren (nicht anpassungswilligen, nicht anpassungsfähigen) Menschen in den alten Kontinent. Europa, so schreibt Caldwell, war einfach blind für die langfristigen Konsequenzen, als es nach dem Zweiten Weltkrieg Millionen von Fremden hereinließ. Zunächst wurden diese von der Industrie als billige Arbeitskräfte gebraucht, doch sie blieben nicht als „Gastarbeiter“ nur für ein paar Jahre, sondern setzten sich fest. Die eigentliche Masseneinwanderung fand dann nicht über die Anwerbung von Arbeitskräften, sondern nach dem Anwerbestopp in den siebziger Jahren über den Familiennachzug bis heute statt. Und sie ging und geht direkt in die Sozialsysteme.
Von 1971 bis 2000 stieg die Zahl der eingewanderten Ausländer von 4,5 auf 7,5 Millionen. Die Zahl der Erwerbstätigen aus dieser Gruppe stagnierte jedoch laut Statistischem Bundesamt bei zwei Millionen. Die meisten der seit 1971 dazugekommenen rund drei Millionen Ausländer sind also nicht erwerbstätig, nicht produktiv, sondern leben von staatlichen Transfers! (von staatlichen Sozialleistungen) Damit beanspruchen die Immigranten die Sozialsysteme mehr, als dass sie zu ihrer Finanzierung beitragen, rechnet Caldwell vor. Die oft gehörte Behauptung stimmt nicht, dass wir wegen des demographischen Wandels (wegen der geringen Geburtenzahlen der einheimischen Europäer) junge Einwanderer bräuchten, um die Sozialsysteme zu retten. (siehe: Ist Europa bald muslimisch?)
Im Gegenteil: Die bisherige Einwanderung hat die Sozialsysteme geschwächt. Rechnet man zu den Milliarden für die Arbeitslosen- und Sozialhilfeunterstützung noch die Extra-Kosten für das von den Einwanderern erfolglos in Anspruch genommene Bildungssystem, für mehr benötigte Lehrer, Sozialarbeiter, Polizisten und Gefängnismitarbeiter, und bedenkt man die immateriellen psychologischen Kosten, die Verunsicherung und die Fremdheitsgefühle der einheimischen Bevölkerung, so erscheint die Einwanderung als katastrophale Fehlentwicklung, die Europa wirtschaftlich und kulturell schwer belastet und seine Identität gefährden.
Wie es heißt, denkt Sarrazin darüber nach, ein Buch zu schreiben. Die letzte Warnung? Sie könnte die Bevölkerung aufrütteln. Die Stimmung in der Bevölkerung trifft wohl sein an Türken und Araber gerichteter Satz: „Meine Vorstellung wäre: generell kein Zuzug mehr, außer für Hochqualifizierte, und perspektivisch keine Transferzahlungen mehr für Einwanderer.2“ Die Immigration durch die Familienzusammenführung, durch immer neue türkische „Importbräute“, könnte dadurch gestoppt werden. Schwieriger wäre es, die demographische Dynamik umzukehren. Die hiesigen Türken und Araber haben eine doppelt bis dreifach so hohe Geburtenrate wie die Deutschen, die (bei den Deutschen) trotz der Krippenoffensive bei 1,2 Kindern je Frau liegen. Es hat fast den Anschein, dass dieses von Schuldkomplexen geplagte Volk den Lebenswillen verloren hat.
2Anmerkung: Man schaue sich einmal an, wie die Einwanderungsgesetze in Australien aussehen. Australien hat strenge Arbeits- und Aufenthaltsbestimmungen. Wer dauerhaft im Land leben und arbeiten möchte, muss u. a. seine sprachlichen und beruflichen Qualitäten unter Beweis stellen. Den Sprachtest muss er bereits in seinem Heimatland absolvieren. Besteht er ihn nicht, darf er nicht nach Australien einwandern. Nur wer einen qualifizierten Beruf nachweisen kann, der in Australien gefragt ist, darf dort einwandern. Erreicht er in dem Einwanderungstest die benötigten 120 Punkte nicht, darf er ebenfalls nicht nach Australien einwandern. In den ersten zwei Jahren erhält er in Australien keinerlei finanzielle staatliche Unterstützung. (siehe: Die Einwanderungsgesetze in Australien)
Diese Schwäche nutzen andere aus. In Sarrazins Klartext: „Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate.“ Dieser Satz ließ die Gutmenschen aufheulen, aber er stimmt. Seltsamerweise war der Protest der Gutmenschen nicht zu hören, als vor einigen Jahren der türkische SPD-Politiker Vural Öger (Reisebüro „Öger Tours“) offenherzig plauderte: „Was Sultan Süleyman nicht geschafft hat (die Einnahme Wiens am 27. September 1529 und die Eroberung Europas), das schaffen wir heute mit unseren gebärfreudigen türkischen Frauen.“ Auch von muslimischen Predigern und Politiker (etwa vom verstorbenen Jassir Arafat, wie Caldwell erinnert, dessen Palästinenser sich explosionsartig vermehrten) wird die „Geheimwaffe“ Gebärmutter strategisch-langfristig gesehen.
Vor fünfzig Jahren gab es kaum Muslime in Westeuropa, heute sind es schon 17 bis 20 Millionen3. Wenn die Einwanderung und Vermehrung als exponentieller Prozess weitergehen, ist absehbar, dass die düstere Prophezeiung des Princeton-Professor und Orientkenners Bernard Lewis in Erfüllung geht: „Gegen Ende des einundzwanzigsten Jahrhunderts wird Europa Teil des islamischen Machtbereichs sein.“ Es bleibt nicht mehr viel Zeit, dass wir aufwachen und uns dieser Herausforderung stellen.
3Ich halte die oben angegebnen Zahlen für falsch. Wie die Tageschau bereits am 04.05.2007 meldete, leben allein in Deutschland 15,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Davon dürfte der Großteil (über 90 Prozent) Muslime sein. Von diesen 15,3 Millionen Menschen sind jedoch nur 7,3 Millionen Ausländer, weil die anderen acht Millionen mittlerweile eingebürgert wurden. So biegt man sich gerne die Statistik zurecht, um die Öffentlichkeit mit falschen Zahlen zu täuschen.
Quellen:
Schicksalsfrage Einwanderung
Das ganze Sarrazin-Interview
Olaf Henkel brandmarkt Bundesbank als kindisch
Zentralrat der Juden (Stephan Kramer) vergleicht Sarrazin mit Hitler
Deutschland ist ein Auswanderungsland
Ist Europa bald muslimisch?
Tagesschau: 15 Millionen Migranten leben in Deutschland
Information zum Thema Islam
Videos zum Thema Islam
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