Montag, 27. Juli 2009

Deutschland ist ein Auswanderungsland

Erstmals seit Jahrzehnten ziehen mehr Menschen aus Deutschland weg als einwandern. Der Integrationsminister von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (CDU) sieht in der Abwanderungswelle ein „Alarmsignal für den Standort Deutschland und ein echtes Problem für die Wirtschaft“.

Sorgenvoll blickt der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet (CDU) auf die jüngste Zuwanderungsstatistik.

Danach haben 2008 mehr Menschen Deutschland verlassen als zugewandert sind. „Zum ersten Mal seit Kriegsende sind wir ein Auswanderungsland“, sagt Laschet.

Bei der wichtigen Frage, wer kommt und wer geht, schneidet Deutschland laut Laschet miserabel ab: „Unsere Zuwanderer haben meist eine geringe Bildung, unsere Auswanderer dagegen sind hoch qualifiziert.“

In Nordrhein-Westfalen seien im ersten Halbjahr 2008 ganze elf hoch qualifizierte Ausländer zugewandert. „Zugleich sind die meisten jungen Türken, die unser Land wieder verlassen, hoch qualifiziert und machen dann in der Türkei eine tolle Karriere.“

Dies sei „ein Alarmsignal für den Standort Deutschland und ein echtes Problem für die Wirtschaft“.

Der Christdemokrat fordert, die Zuwanderungshürden für gut ausgebildete Ausländer abzusenken und für die in Deutschland Lebenden eine „Kultur des Willkommenseins“ zu etablieren.

Damit hoch qualifizierte Ausländer kommen dürfen, müssen sie mindestens 63.600 Euro im Jahr verdienen. „Diese Hürde ist viel zu hoch, wir sollten die Grenze auf 45.000 Euro absenken.“

2008 kamen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 682.000 Einwanderer nach Deutschland. Die meisten Zuzüge registrierten die Statistiker aus Polen. 131.300 Menschen kamen aus Polen nach Deutschland, 12.100 von ihnen Deutsche. Aus Rumänien zogen 47.000 ausländische Zuwanderer nach Deutschland, aus Ungarn mit 25.100 fast so viele wie aus der Türkei mit 26.200.

Aus Deutschland wurden 738.000 Fortzüge registriert, 100.000 mehr als 2007. Davon waren 175.000 Deutsche. 2007 verließen 161.000 Deutsche ihr Heimatland. Vor allem Ausländer verließen Deutschland wieder, mit 563.000 immerhin 87.000 mehr als 2007.

An 48 Berliner Schulen ist der Ausländeranteil mittlerweile bei mehr als 80 Prozent, bei 14 Berliner Schulen sogar mehr als 90 Prozent. Der Großteil der Kinder kommt zudem aus sozial schwachen Familien. Hier ein Video über die Zustände an der Rütli-Schule in Berlin. Siehe auch: Türken jagen und schlagen deutsche Schüler in einer Schule in Berlin-Neukölln: Video 1/2 und Video 2/2


Bild: Berliner Schulen mit einem Ausländeranteil von mehr als 90 Prozent. Klicke auf das Bild, um es zu vergrößern.

Quellen:
Deutschland ist ein Auswanderungsland
Zuwanderung nach Deutschland konstant
Schulstatistik und Ausstattung an Berliner Schulen
Ausländer an vielen Berliner Schulen in der Mehrheit
Ausländeranteil an 38 Schulen über 80 Prozent

Siehe auch:
Warum so viele Deutsche auswandern
Goodbye, Deutschland: Immer mehr Deutsche wandern aus

Information zum Thema Islam
Videos zum Thema Islam

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Netter Artikel und wie in Deutschland so üblich einer, der an der Oberfläche bleibt.

Da ist erst einmal die "Türkenbilanz". Die hätte auf einer Nazi-Seite genau so stehen können.

Dann die Auswanderungsbilanz: Das ist nur Zahlen vorlesen. Und damit nicht interessanter als das Telefonbuch vorzulesen. Die wichtigen Fragen werden erst gar nicht gestellt. Warum wandern gerade die Hochqualifizierten aus? Was macht die Attraktivität des Ziellandes aus? Wie können wir Deutschland attraktiver machen, damit diese Leute bleiben? Wie ziehen wir die Hochqualifizierten an, um nach Deutschland zu kommen oder hier zu bleiben.

Hier wird nichts beantwortet... Schade, wieder mal eine vertane Chance.

yogi hat gesagt…

Ich finde durchaus nicht, dass der Beitrag keine Fragen beantwortet. Immerhin wird aufgezeigt, wieviele Menschen nach Deutschland einwandern, wie viele Menschen auswandern und wie die Qualifikation der einwandernden und auswandernden Menschen ist.

Ich finde, dies ist eine sehr wichtige Information. Sie lässt uns darüber nachdenken, ob es wirklich sinnvoll ist, Menschen ins Land zu holen, die überwiegend weder über eine Schul- und Berufsausbildung verfügen, die kaum die Bereitschaft zeigen, sich zu integrieren, warum sollten sie auch, sie bekommen ohnehin alles was sie wollen, und die eventuell bis an ihr Lebensende auf die Sozialfürsorge angewiesen sind.

Da gefällt mir besonders gut der Einwand, den Thilo Sarrazin in seinem Interview, welches er im Oktober 2009 der Zeitschrift "Lettre International" gab ( http://zoelibat.blogspot.com/2009/10/sarrazin-interview.html ).

Dort sagte er: "Meine Vorstellung wäre: generell kein Zuzug mehr außer für Hochqualifizierte und perspektivisch keine Transferleistungen (Sozialleistungen) mehr für Einwanderer. In den USA müssen Einwanderer arbeiten, weil sie kein Geld bekommen, und werden deshalb viel besser integriert. Man hat Studien zu arabischen Ausländergruppen aus demselben Clan gemacht. Ein Teil geht nach Schweden welches ein Sozialsystem hat, welches mit dem deutschen Sozialsystem vergleichbar ist. Ein anderer Teil geht nach Chicago. Dieselbe Sippe ist nach zwanzig Jahren in Schweden immer noch frustriert und arbeitslos, in Chicago hingegen integriert. Der Druck des Arbeitsmarktes, der Zwang des Broterwerbs sorgen dafür. Das sind Dinge, die man nur durch Bundesrecht ändern kann."

Mit anderen Worten, wir tun den Einwanderern keinen Gefallen, wenn wir sie ins Land holen und ihren Lebensunterhalt durch die Sozialfürsorge finanzieren. Ich würde vermuten, dass die meisten Einwanderer auch nur aus diesem Grund nach Deutschland kommen. Diese Zustände sind für sie so etwas wie das Paradies. Aber diese soziale Hängemätte kostet uns sehr viel Geld, Geld, welches uns dann bei der Finanzierung von Bildung, beim Bau von Schulen, Kindergärten, Straßen, Krankenkäusern, Bibliotheken, Schwimmbädern und anderen sozialen Einrichtungen und Leistungen fehlt.

In Spanien denkt man mittlerweile darüber nach, die Einwanderer wieder auszuweisen, wenn sie keinen Job mehr haben. ( http://zoelibat.blogspot.com/2009/07/europa-verschaerft-auslaendergesetze.html )

Wir sollten uns also genau überlegen, wen wir uns ins Land holen. Menschen, die nicht bereit sind, sich zu integrieren, die unseren Staat zu tiefst verachten, Menschen, die immer wieder durch ihr kriminelles Verhalten auffallen und Menschen, die unseren Staat bekämpfen, weil sie aus Deutschland einen islamischen Gottesstaat machen wollen, haben hier nichts zu suchen. Sie sollten so schnell wie möglich in ihr Heimatland abgeschoben werden.

Es kann nicht unsere Aufgabe sein, die Einwanderer bis an ihr Lebensende zu versogen, ohne eine entsprechende Gegenleistung zu fordern. Jeder, der nicht in der Lage ist, für sich selber zu sorgen, sollte den Anspruch auf soziale Unterstützung verlieren.

Du hast allerdings recht, dass die Frage nach den Gründen für die Auswanderung der Deutschen hier nicht beantwortet wird. Dies war aber nicht der Sinn dieses Artikels. In diesem Artikel ging es lediglich darum aufzuzeigen, wie viele Menschen nach Deutschland ein- und auswandern und wie die schulische bzw. berufliche Qualifikation dieser Menschen ist. Um so schöner wäre es gewesen, wenn du einige Gründe genannt hättest, anstatt lediglich zu kritisieren, dass diese Informationen nicht vorhanden sind.