Montag, 7. Dezember 2009

Christenverfolgung im Islam

Der Schweiz werfen muslimische Staaten nach dem Minarettverbot eine schwere Verletzung des Toleranzgebots vor. Doch sie selbst unterdrücken massiv die Religionsfreiheit. Die islamische Welt zeigt sich wieder einmal schockiert. Ob Mohammed-Karikaturen, Regensburger Papst-Rede oder jetzt das Minarett-Verbot in der Schweiz. Religiös motivierte Empörungskampagnen sind jederzeit abrufbar. Das türkische Außenministerium reagierte am vergangenen Dienstag umgehend und warf den Schweizern vor, mit dem Volksentscheid Menschenrechte und grundlegende Freiheiten verletzt zu haben. Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül legte nach und geißelte die Minarett-Entscheidung als eine „Schande für die Schweizer“.

Die Abstimmung zeige, wie sehr „die Islamophobie in der westlichen Welt um sich greift.“ Für Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan1 ist das Referendum gar Ausdruck einer „zunehmenden rassistischen und faschistischen Haltung in Europa.“ Religions- und Meinungsfreiheit seien Grundrechte der Menschheit, die nicht zur Abstimmung gestellt werden dürften, sagte Erdogan im türkischen Parlament. Wie ernst soll man solch drastische Äußerungen eines Politikers nehmen, der ein Land regiert, in dem die Leugnung des türkischen Völkermordes an den christlichen Armeniern Staatsdoktrin ist? Und das bis heute religiösen Minderheiten die freie Religionsausübung verwehrt?

1Man erinnere sich daran, dass der türkische Ministerpräsident Erdogan, der den Europäern eine rassistische und faschistische Haltung vorwirft, im April 1968 anlässlich einer Konferenz in der anatolischen Stadt Siirt aus einem religiösen Gedicht des türkisch-nationalen Schriftstellers Ziya Gökalp zitierte, wofür er zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt wurde und ein lebenslanges Politikverbot erhielt. Das Politikverbot wurde allerdings nach einer Verfassungveränderung am 12. März 2003 wieder aufgehoben. Auf dieser Konferenz sagte Erdogan folgendes: „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“ (Quelle)

Es sind gerade die am wenigsten toleranten arabischen Länder, die der freiheitlichen Schweiz den Zerrspiegel vorhalten. Auch die „Organisation der Islamischen Konferenz“ in Saudi-Arabien meldete sich nach dem Schweizer Referendum unverzüglich zu Wort und sprach von „antiislamischer Aufwiegelung“ durch „rassistische und ultrarechte Politiker“. Der ägyptische Obermufti Ali Guma wollte in dem Verbot eine Beleidigung der Muslime weltweit erkennen, und verschweigt, dass Ägypten die christlichen Kopten noch immer als Bürger zweiter Klasse behandelt2. Und in Indonesien, das von einer gewalttätigen Islamisierungswelle heimgesucht wird, wertete man die Entscheidung pauschal als „Ausdruck des Hasses der Schweizer gegen die Muslime“.

2Siehe auch: 3.000 Muslime terrorisieren koptische Christen in Ägypten

Ist diese gezielt geschürte Hysterie Ausdruck eines wachsenden Unterlegenheitsgefühls gegenüber dem Westen, oder ein alarmierendes Anzeichen für eine beginnende Offensive des islamistischen Fundamentalismus?

Überall in der islamischen Welt sehen sich Christen zunehmend diskriminiert, verfolgt und mit dem Tod bedroht3. Das von der evangelischen Nachrichtenagentur Idea herausgegebene Jahrbuch Märtyrer 2008 zählt gleich sechs islamisch geprägte Staaten zu den zehn Ländern mit der aggressivsten Unterdrückung. Schlimmstes Beispiel ist der Irak, wo seit dem Sturz Saddam Husseins vor sechs Jahren Tausende Christen getötet wurden und Hunderttausende das Land fluchtartig verlassen mussten. Allein in diesem Jahr sind bei Brandanschlägen auf sieben Kirchen und Überfällen auf Christen Dutzende Menschen ums Leben gekommen.

3Siehe auch: 250 Millionen Christen werden weltweit verfolgt

Angesichts solcher Gewaltexzesse erscheint die Situation der christlichen Gemeinden in der Türkei als weniger gefährdet, obgleich sich in den vergangenen Jahren grausame Morde an Priestern, Ordensschwestern und Missionaren durch fanatische Sunniten häuften.4

4Die zum christlichen Glauben konvertierten Türken Ugur Yüksel und Necati Aydin, sowie der Deutsche Tilman Geske, der an einem Bibelkommentar in türkischer Sprache arbeitete, wurden am 18. April 2007 im türkischen Malatya bestialisch gequält und ermordet. Nach türkischen Presseberichten hatten die Mörder neben anderen unsagbaren Grausamkeiten ihren Opfern die Kehle durchgeschnitten und die Finger zerhackt. (siehe: Mord im Bibelzentrum)

Offenbar ließen sie sich dabei vom Koran leiten, denn in Sure 8,12 heißt es: „Da gab dein Herr den Engeln ein: Ich bin mit euch; so festigt denn die Gläubigen. In die Herzen der Ungläubigen werde ich Schrecken werfen. Trefft (sie) oberhalb des Nackens und schlagt ihnen jeden Finger ab!“

Offiziell herrscht in der Türkei Religionsfreiheit, aber noch immer gibt es zahlreiche Beeinträchtigungen, so das staatliche Verbot, Pfarrer und Religionslehrer auszubilden. Christliche Studenten können Theologie heute nur noch an islamisch-theologischen Fakultäten studieren, und Pfarrer müssen türkische Staatsangehörige sein oder sich als Diplomaten ausweisen. Auch die Renovierung alter Kirchen ist durch juristische Schikanen erschwert. (Wie die christlichen Kirchen im von Türken besetzten Nordzypern zerstört werden und verfallen, kann man sich hier ansehen.) Enteignungen von Kirchengütern ist noch immer gängige Praxis.

Christen werden gegenüber Muslimen, die uneingeschränkte Kulturfreiheit genießen, grundsätzlich benachteiligt: Bibeln und religiöse Traktate dürfen auf den Straßen nicht verteilt werden, Prozessionen und christliche Straßenfeste sind verboten, die Behörden erteilen christlichen Rundfunksendern grundsätzlich keine Lizenz.

Angesichts dieser systematischen Diskriminierung versucht die Türkei die Europäische Union mit immer neuen Gesetzen und Bestimmungen von ihrer Toleranz gegenüber Minderheiten zu überzeugen. Das mit dem Etikett „EU-Harmonisierungsgesetze“ versehene Reformpaket machte Eindruck auf die EU-Erweiterungskommission, bedeutet aber tatsächlich kaum eine Verbesserung der rechtlich unhaltbaren Lage der christlichen Gemeinden. Das stellte der Menschenrechtsexperte und Türkei-Kenner des internationalen Missionswerks „Missio“, Otmar Oehring, bei Recherchen vor Ort fest: „Die Fortschritte stehen nur auf dem Papier, in der Praxis werden die von der Europäischen Gemeinschaft geforderten Veränderungen systematisch verschleppt.“

In der Türkei leben derzeit rund 150.000 Christen, das sind 0,3 Prozent der Bevölkerung. (Trotzdem bezeichnete der türkische Religionsminister Ali Bardakoglu unlängst den Übertritt von 368 Muslimen zum Christentum, als den Versuch, die Türkei zu zerstören.) Vor hundert Jahren lag der Anteil der christlichen Bevölkerung noch bei 20 Prozent. Die Vertreibung und Ermordung Hunderttausender Armenier5 und die gewaltsame Umsiedlung der christlich-orthodoxen Griechen aus Anatolien haben zu diesem gewaltigen Schwund geführt. Heute wachsen einige wenige christliche Gemeinden wieder, da mit den Touristenzentren an der türkischen Südküste auch das Bedürfnis nach Religionsausübung stetig zunimmt.

5siehe auch: Necla Kelek - Die Muslime und der Holocaust

Dem Vorwurf, Christen dürften in der Türkei keine Kirchen bauen, begegnete die türkische Regierung mit Änderungen im Baurecht, das seit 2003 nun auch die Errichtung von „Gebetsstätten“ vorsieht. Dies könnte vor allem die sehr aktiven freikirchlichen Gemeinden der Türkei begünstigen. Da Religionsgemeinschaften in der Türkei rechtlich noch immer nicht anerkannt sind, mussten bislang Wohnungen oder Ladengeschäfte von Privatpersonen angemietet werden, um dort Gottesdienste zu feiern, oft unter polizeilicher Beobachtung. Die neuen Gebetsstätten, so Otmar Oehring, dürfen nur von einem Trägerverein beantragt werden. Zugleich verbietet das türkische Vereinsgesetz, Vereine zu gründen, die religiösen Charakter haben, ein juristisches Verwirrspiel. Auch Kirchtürme sind im türkischen „Stadtplanungsgesetz“ nicht vorgesehen. Und regelmäßig weigern sich Gouverneure und Gemeinden, die Genehmigungen für den Bau christlicher Kirchen zu erteilen.

Äußerst repressive Zustände für religiöse Minderheiten herrschen in Saudi-Arabien, dem Heimatland Mohammeds, das sich als Gralshüter der rechten islamischen Lehre versteht. So ist schon das öffentliche Tragen von Kreuzen oder das Lesen in der Bibel ein strafwürdiges Verbrechen. Gottesdienste sind verboten, die Konversion zum Christentum wird mit dem Tod bedroht. Christliche Kirchen, die für Gottesdienste genutzt werden, darf es nicht geben. Eine geheimdienstlich organisierte Religionspolizei, die auch vor Foltermethoden nicht zurückschreckt, überwacht die Aktivitäten anderer Religionen. In einem Land, das den Koran als seine Verfassung betrachtet und Recht nach den Grundsätzen der Scharia spricht, kann es offenbar keine Religionsfreiheit geben.

Auch Ägypten, der Staat im Nahen Osten mit der anteilmäßig größten christlichen Bevölkerung, tut sich schwer mit der Gewährung von Menschenrechten für seine rund zwölf Millionen Kopten. Ägypten hat zwar wie viele andere muslimische Länder die Religionsfreiheit formal in seiner Verfassung verankert, gleichzeitig aber die Scharia als Grundlage der Rechtsprechung eingeführt. Dies bedeutet die massive Benachteiligung und Ausgrenzung der koptischen Christen, denen, wie die Menschenrechtsorganisation Amnesty International beklagt, der Zugang zu höheren Berufen wie Rechtsanwalt oder Arzt verwehrt ist. Selbst in Dörfern, die fast nur von Christen bewohnt sind, muss der Bürgermeister immer ein Muslim sein. Kirchen dürfen grundsätzlich nur mit Dekret des ägyptischen Präsidenten gebaut werden, der sorgfältig prüfen lässt, ob sich muslimische Nachbarn durch den Bau gestört fühlen könnten. In Hurghada am Roten Meer dürfen christliche Touristen zwar Mehrzweckhallen für den Gottesdienst benutzen, der Bau von Kirchen ist bislang aber nicht genehmigt worden.6

6Am 21. August 2009 wurde ein koptischer Geistlicher in Ägypten zum Tode verurteilt, weil er die Bitte ausgesprochen hatte, einen christlichen Gebetssaal eröffnen zu dürfen. (Quelle: Todesurteil für koptischen Geistlichen)

Ähnlich kompliziert stellt sich die Situation in Indonesien dar, wo sich Christen und Buddhisten von der Bevölkerungsmehrheit der Muslime zunehmend bedrängt sehen. Die indonesische Verfassung garantiert zwar Religionsfreiheit, aber die Regierung duldet stillschweigend die Islamisierungskampagnen extremistischer Gruppen. In den vergangenen vier Jahren wurden über 1.000 Kirchen7 in Brand gesteckt und christliche Dörfer von Muslim-Milizen terrorisiert8.

Voraussetzung für den Bau einer offiziellen „Gebetsstätte“ ist, dass diese von mindestens 70 Anwohnern, meist Muslimen, gebilligt wird. In den meisten Fällen führt dies zum Scheitern des Projekts. Die langwierigen, oft schikanösen Verfahren, die mit der Beantragung von Baugenehmigungen verbunden sind, zwingen viele Christen zur Ausübung ihres Glaubens in illegalen „Hauskirchen“.

7welt.de schreibt sogar: „In den vergangenen Jahren wurden (in Indonesien) mehrere tausend Kirchen von Islamisten abgefackelt, und immer wieder brandschatzen und terrorisieren Muslim-Milizen christliche Dörfer, um sich zu bereichern und das Land zu islamisieren.“

8Wie die Christenverfolgung in Indonesien aussieht, beschreibt Michael Mannheimer in seinem Essay „Weltweite Christenverfolgung durch den Islam“ wie folgt:

Indonesien: Auf dem Weg zum Gottesstaat

Jahrzehntelang wurde Indonesien, der mit über 200 Millionen Menschen bevölkerungsreichste islamische Staat, als beispielhaft für interreligiöse Toleranz angesehen. Doch damit ist es, nicht erst seit den Bali-Anschlägen mit seinen 226 Toten, definitiv vorbei. Unter massiver Einflussnahme seitens der iranischen Mullahkratie und saudischer Wahabbiten kam es zu einer erschreckenden Radikalisierung der Muslime in Indonesien. Dies wiederum führte zu religiöser Gewalt, wobei die Minderheit der im Lande lebenden Christen zu leichten Zielen wurden. Die Inselgruppe der Molukken wurde dabei zum Hauptschlachtfeld. Laskar Jihad, eine besonders radikale muslimische Bewegung, hat sich zum Ziel gesetzt, das Christentum in diesem Gebiet gänzlich auszulöschen. Am 25. April 2004 wurden in der Provinzhauptstadt Ambon der Direktor eines evangelikalen Bibelseminars und ein Student grausam ermordet. Vor ihrer Enthauptung wurden sie gefoltert, ihre Leichen wurden danach verbrannt.

Auf der Insel Sulawesi, einem der regionalen Rückzugsgebiete der Christen, wurden drei christliche Schülerinnen im Alter von 15, 16 und 19 Jahren von muslimischen Extremisten überfallen und enthauptet. Sie waren auf dem Weg zu ihrer christlichen Schule. Ein viertes Mädchen überlebte schwer verletzt. Ihr Gesicht ist durch eine Machete gespalten worden. Trotz zahlreicher plastischer Operationen wird dieses Mädchen sein Leben lang entstellt sein.

Am 10. Oktober 1996 hat in der Stadt Situbondo, im Osten Javas, eine Menge von ca. 3.000 Muslimen 30 Kirchen überfallen und in Brand gesetzt, wobei sechs Personen getötet wurden. Die Menge war aufgebracht wegen des zu milden Urteils, das über einen jungen Muslim namens Saleh verhängt worden war. Die Aufständischen, die sehr wahrscheinlich von wohlorganisierten Agitatoren aufgewiegelt worden waren, waren überzeugt, daß der junge Saleh in der Nähe einer der Kirchen der Stadt versteckt worden sei und verdächtigten indonesische Christen, Saleh vor ihrem Zorn zu schützen. Aufgrund dieser Gerüchte überfielen sie Kultstätten, Schulen, Waisenhäuser und Privatwohnungen, alle Gebäude, die im Zusammenhang mit den Christen standen.

Ein Pastor der evangelischen Kirche, seine Frau und deren Kinder, waren zusammen mit einem Mädchen und einem Helfer in einem der Gebäude eingeschlossen und sind bei lebendigem Leibe verbrannt. Nach Angaben der Verantwortlichen der protestantischen Konfession (auch aufgrund von Augenzeugen und Polizeiberichten) soll der Aufruhr geplant und von Agitatoren, die integralistischen (fundamentalistischen) Gruppen angehören, gut organisiert worden sein. Das habe sich auch erwiesen, so bestätigt die Presseagentur U.C.A. News vom 14.-24. Oktober 1996, durch die Schnelligkeit, mit der die Überfälle auf die Kirche durchgeführt worden seien: Die Brandsätze waren unmittelbar verfügbar, und die verschiedenen Gruppen gingen koordiniert vor.

Am 26. Dezember 1996 wurden im Westen der Insel Java, in Tasik Malaya, 13 Kirchen und eine christliche Schule zerstört. Die christliche Nachrichtenagentur „Idea Spektrum“ berichtet, dass die Übergriffe im Zuge eines Aufstands islamischer Extremisten erfolgten, die Regierungsgebäude, Schulen, Fabriken und Banken getroffen haben. Auch zwei Ehepaare seien in ihren Fahrzeugen getötet worden. Ein anderer Vorfall ereignete sich in Manang (Zentral-Java), wo etwa 50 junge Muslime in den Verlauf eines Gottesdienstes in der Weihnachtsnacht eingedrungen sind, den Priester geschlagen haben, bis er bewußtlos wurde, Mobiliar stahlen und die Decke des Versammlungsraumes zerstörten. Außerdem erklärten die Jugendlichen, daß es in ihrem Dorf in Zukunft nicht erlaubt wäre, Christ zu sein und religiöse Feiern abzuhalten.

Am 30. Januar 1997 zerstörten die Integralisten zahlreiche Kirchen, einen chinesischen Tempel und das Geschäft eines chinesischen Christen. Sie brachen in die Ortschaft Rengasdengklok ein, ca. 50 Kilometer östlich von Jakarta, und griffen dort christliche Gebäude mit Steinen und Stöcken an. Nach Angaben der örtlichen Polizei gab es keine Verletzten. Ende Dezember wurden in der Stadt Tasik Malaya, im Westen Javas, vier Christen getötet und 15 verletzt. Mehr als 100 Gebäude und zwölf christliche Kirchen wurden stark beschädigt. In Situbondo starben fünf Menschen, der protestantische Pfarrer Isaac Christian, seine Frau und deren drei Kinder; 25 Kirchen und ein Tempel wurden zerstört.

Die indonesischen Chinesen und die christliche Minderheit sind immer im Visier muslimischer Anschläge, die nicht zuletzt wegen der miserablen wirtschaftlichen Lage organisiert werden. Darüber hinaus möchten militante Kreise den Islam zur einzigen für alle verbindlichen Religion des Landes machen.

In den beiden letzten Jahren sind 1.300 Gebäude der katholischen Kirche schwer beschädigt worden. (Quelle)

Doch es gibt auch kleine Zeichen der Hoffnung, wie das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ in seinem Jahrbuch zur Religionsfreiheit berichtet. Demnach kamen im Sommer 2006 Tausende von Christen und Muslimen in Waai/Indonesien zusammen, um den Grundstein für eine katholische Kirche zu legen, die auf den Ruinen eines früheren Gotteshauses aufgebaut werden soll. Das war vor acht Jahren während religiöser Unruhen auf der Insel Ambon zerstört worden. Die Kirche ist noch im Bau und soll Johannes Paul II. geweiht werden.

Von Heimo Schwilk 6. Dezember 2009

Quelle: Das schwere Los der Christen in der islamischen Welt

Information zum Thema Islam
Videos zum Thema Islam

Samstag, 5. Dezember 2009

Nigeria: 129 Christen ermordet - 46 Kirchen niedergebrannt

Bei PI (Politically Incorrect) fand ich gestern folgende Information: „Der Bundestagsabgeordnete Norbert Geis von der CSU erklärte, er erwarte, dass in Deutschland in 30 bis 40 Jahren jeder Zweite Muslim sein werde. „Wir werden feststellen, dass in Zukunft noch mehr Ausländer da sind, noch mehr Muslime da sind“, sagte Geis im Sender N24. „Wir werden halbe-halbe haben.“

Na, dann sei dem Herrn ein Blick nach Nigeria empfohlen, wo es ebenfalls Halbe-Halbe zwischen Christen und Moslems gibt. In diesem schönen Land werden fast täglich Massenschächtungen an Christen durchgeführt. Vergangenen November brannten Anhänger der „Friedensreligion“ (Islam) während eines einzigen Pogroms 46 Kirchen nieder und metzelten unzählige Christen ab. Nigeria gilt als das einzige Land weltweit, das eine solch gleichmäßige Verteilung von Christen und Moslems aufzuweisen hat. Jedenfalls zur Zeit noch, denn die Moslems sind eifrig dabei, das Verhältnis zu ihren Gunsten umzuformen. In 10 Jahren dürfte es schon ganz anders aussehen…“

Da ich ziemlich erschrocken über diese Vorfälle war, fing ich an zu recherchieren. Auf der Internetseite von Opendoors fand ich folgende Information über die oben erwähnten Vorfälle:

„Gezielt und mit ungeahnter Brutalität gingen am 28. und 29. November 2008 extremistische Muslime gegen Christen in Jos, der Hauptstadt des zentralnigerianischen Bundesstaates Plateau State, vor. 129 Christen, darunter fünf Pastoren, wurden ermordet; 46 Kirchen niedergebrannt und 11 verwüstet*. Zahlreiche Häuser und Geschäfte wurden in überwiegend muslimischen Vierteln im mehrheitlich christlichen Jos zerstört oder geplündert. 30.000 Menschen flohen vor der Gewalt. Seit Langem verfolgen Muslime das Ziel, den Plateau State zu einem islamischen Staat zu machen.

*In Indonesien wurde in den vergangenen vier Jahren wurden sogar über 1.000 Kirchen in Brand gesteckt und christliche Dörfer von Muslim-Milizen terrorisiert (siehe: Christenverfolgung im Islam) welt.de schreibt sogar: In den vergangenen Jahren wurden mehrere tausend Kirchen von Islamisten abgefackelt, und immer wieder brandschatzen und terrorisieren Muslim-Milizen christliche Dörfer, um sich zu bereichern und das Land zu islamisieren.

Martha Azi ist gerade 24 Jahre alt und musste schon ihren Mann und Vater ihrer Kinder zu Grabe tragen. Sie und die Kleinen leiden sehr. Am Morgen des 28. November 2008 war Martha gerade dabei, ihrem Sohn zu helfen, die Schulsachen zusammenzupacken, als das Telefon klingelte. Der Anrufer sagte, die Stadt sei in Aufruhr, randalierende Muslime seien losgezogen, um Christen anzugreifen. Beunruhigt wollte ihr Mann eine Telefonkarte für sein Handy kaufen, um mehr über die Lage zu erfahren. Als er aus dem Haus ging, sah er, dass Muslime die Straße bereits erobert hatten und kurz davor waren, Menschen zu töten und Häuser und Geschäfte zu zerstören. Er rannte ins Haus zurück. Martha und ihr Mann packten jeweils ein Kind, rissen den Zaun hinter ihrem Haus ein und rannten los. Doch sie liefen in einen Hinterhalt.

Bewaffnete Muslime erwarteten sie bereits und eröffneten das Feuer. Eine Kugel traf Herr Azi am Kopf. Martha lief mit ihrem Sohn Genesis (7) und der Tochter Jennifer (2) weiter bis zur Kirche. Dort angekommen, informierte sie die anderen, was mit ihrem Mann geschehen war. Während sie noch überlegten, was sie tun sollten, sahen sie Herr Azi blutüberströmt auf die Kirche zulaufen. Kaum war er auf das Kirchengelände gelangt, brach er zusammen. Martha wollte ihrem Mann zu Hilfe eilen, doch die Christen hielten sie zurück. Einige Männer trugen ihn in die Kirche. Sie beruhigten Martha damit, dass ihr Mann nur bewusstlos sei. Später brachte Marthas Schwager sie und die Kinder aus Sicherheitsgründen in einen anderen Teil der Stadt.

Ungewissheit und Angst

Zwei Tage später musste sich Martha der Tatsache stellen: Ihr Mann ist tot. Jetzt leben sie und ihre beiden Kinder bei einem jüngeren Bruder ihres verstorbenen Mannes. Vor diesem Ereignis war sie bei einem Schneiderkurs angemeldet, doch weil ihr Mann tot ist, musste sie ihn aufgeben. Da sie kein Einkommen hat, musste sie ihren Sohn von der Schule nehmen. Sie kämpft wirklich um das Überleben ihrer Kinder. Die zum Zeitpunkt des Todes ihres Mannes schwangere Martha hatte später eine Fehlgeburt. Sie ist stark traumatisiert. Als sie von Open Doors-Mitarbeitern Lebensmittelhilfe für drei Monate erhielt, sagte sie: „Ihr habt mein Leben wirklich sehr berührt. Ich danke euch so sehr für eure Fürsorge. Gott segne euren Dienst!"...

Ist dies auch die Zukunft Deutschlands (Europas). Ich fürchte, dass es auch in Deutschland (Europa) so kommen könnte, denn bereits heute herrschen in vielen europäischen Großstädten bürgerkriegsähnliche Zustände. Wer sich darüber informieren will, wie es bereits heute in etliche europäischen Großstädten aussieht, dem empfehle ich die Internetseite Ist Europa bald muslimisch?.

Terror in den Stockholmer Vorstädten

Weil mir in letzter Zeit die Zustände in den Vorstädten von Stockholm immer wieder durch den Kopf gehen, möchte ich auch kurz darüber berichten. In den Stockholmer Vorstädten herrscht der reinste Terror. Die überwiegend muslimischen Migranten terrorisieren die einheimische Bevölkerung derart, dass diese fluchtartig die Vorstädte verlässt. Michael Mannheimer berichtet in seinem Essay Was kostet uns die islamische Einwanderung? über die Zustände in den Stockholmer Vorstädten. Er schreibt: „Über 20 Stockholmer Vorstädte haben heute bereits einen Migrantenanteil von fast 70 Prozent. Wissenschaftler gehen davon aus, dass in fünf bis spätestens zehn Jahren die Migrantenquote in jenen Vororten bei annähernd 100 Prozent liegen wird.“

Aber nicht nur in den Stockholmer Vorstädten herrschen bürgerkriegsähnlich Zustände, sondern auch in Brüssel, in den Pariser Vorstädten, in Belfast, Birmingham, Göteborg, Uppsala, Malmö, Antwerpen, Kopenhagen und in anderen europäischen Großstädten. In Göteborg z. B. zünden die Migranten Müllcontainer oder Autos an. Kommen dann die Fahrzeuge der Polizei, der Feuerwehr und der Sanitäter um den Brand zu löschen oder sich um Verletzte zu sorgen, dann werden sie während des Einsatzes immer häufiger von den Migranten mit großen Pflastersteinen beworfen oder gar mit scharfer Munition beschossen, um sie bei der Arbeit zu behindern. Gewalt gegen Polizei, Sanitäter und Feuerwehrleute, Vandalismus, brennende Autos und brennende Müllcontainer sind in Hisingen, einer Vorstadt von Göteborg, mittlerweile alltäglich. Die Taten werden von muslimischen Einwanderern verübt. Folgende Warnung gegen die Polizisten haben die Jugendlichen an eine Mauer gesprüht: „Wer einen Polizisten tötet, kommt ins Paradies.“ Immer häufiger geraten Polizisten, Feuerwehrleute und Sanitäter in lebensbedrohliche Situationen, wie das folgende Video zeigt.



Ich möchte noch einmal auf die Zustände in den Stockholmer Vorstädten zurückkommen. (Die Zustände in den Pariser Vorstädten, den Banlieus, sehen übrigens nicht anders aus. Dort gab es bereits 1996 20.000 Gruppenvergewaltigungen. (siehe: Ehrenmord) Michael Mannheimer berichtet über die Zustände in den Stockholmer Zuständen noch folgendes:

Die Stadt Södertälje liegt etwa 40 Kilometer südöstlich von Stockholm und hat 82.000 Einwohner. In Schweden kennt man sie besser unter dem Begriff „Klein-Bagdad“. Södertälje sollte einmal eine Musterstadt für gelungene Integration in Schweden werden. Doch das Gegenteil ist eingetreten. Inzwischen sind bereits über 40 Prozent der Einwohner Södertäljes Migranten, in der Mehrzahl muslimischen Glaubens. Und jede Woche kommen durchschnittlich 30 neue Großfamilien aus dem Bürgerkriegsland Irak hinzu. Je mehr Iraker kommen, desto mehr Schweden ziehen aus Södertälje weg. Anders Lago ist Bürgermeister in Södertälje und verzweifelt über die Flut der neuen Mitbürger. Doch aufhalten kann auch er sie nicht. In Schweden, in Skandinavien und im Rest Europas wiederholen sich die Bilder: In den Städten werden ganze einheimische Bevölkerungen durch „nicht-westliche“ Bevölkerungen ausgetauscht. Wo dies gegen den Willen der eigenen Bevölkerung geschieht, und insbesondere wo sich die eingewanderte (muslimische) Bevölkerung kollektiv weigert, sich den Sitten und Gesetzen ihres Gastlandes anzupassen, da kann man nicht weiter von Immigration, sondern muss von systematischer Kolonisation sprechen.

Massenvergewaltigungen und sonstige Schwerstkriminalität

Zur gleichen Zeit gab es in Schweden im Zuge einer nie dagewesenen Einwanderungswelle einen geradezu explosiven Anstieg jeglicher Form von Gewalt. Politisch korrekt wird jener Umstand in Schweden sowohl durch die Politik als auch seitens der Medien totgeschwiegen. In einem der seltenen Fälle von wahrheitsgemäßer Berichterstattung enthüllte das sozialdemokratische Boulevardmagazin Aftonbladet, dass neun von zehn der kriminellsten ethnischen Gruppierungen Muslime sind, ein Trend, der sich in den anderen europäischen Metropolen nahezu identisch wiederfindet. (Beispiel Frankreich: dort machen die Muslime „nur“ zehn Prozent der Bevölkerung aus, stellen aber 70 (!) Prozent aller französischen Gefängnis-Insassen).

So hat sich die Zahl der Vergewaltigungen in Schweden in nur wenig mehr als 20 Jahren vervierfacht (siehe: Immigrant Rape Wave in Sweden) (Immigranten Vergewaltigungswelle in Schweden), wobei Vergewaltigung von Kindern unter 15 Jahren (vor der Immigration ein nahezu unbekanntes Phänomen in Schweden) heute sechs Mal so häufig wie vor nur einer Generation vorkommen. In Schweden ansässige Ausländer aus Algerien, Libyen, Marokko, Irak und Tunesien dominieren die Gruppe der Verdächtigen. Die Rechtsanwältin Christine Hjelm, die Vergewaltigungsfälle an einem Gericht erforscht hat, fand heraus, dass 85 Prozent der verurteilten Vergewaltiger entweder im Ausland oder von ausländischen Eltern geboren worden waren (Hanne Kjöller: En riktig våldtäktsman). Das norwegische Blatt Aftenposten zog jetzt mit neuesten Erkenntnissen zu diesem Thema nach. Demnach sind alle Vergewaltiger, die in den letzten drei Jahren für Vergewaltigungen angezeigt wurden, Einwanderer mit „nicht-westlichem Hintergrund“.

Zum Schluß möchte ich noch kurz an einen Vorfall in der ägyptischen Stadt Farshoot erinnern, wo über 3.000 Muslime mehr als 50 Geschäfte von koptischen Christen plünderten und anzündeten. Der muslimische Mob plünderte, verwüstete und verbrannte koptisches Eigentum und Grundbesitz für schätzungsweise sechs Millionen ägyptische Pfund (über eine Million Dollar), während die Kopten sich in ihren Häusern versteckten und um ihr Leben fürchteten. Es gibt Berichte, dass viele Kopten angegriffen und verletzt wurden. Bei diesen Übergriffen wurden auch 5 koptische Christen von Muslimen getötet. (siehe: 3.000 Muslime terrorisieren koptische Christen in Ägypten)

Wollen wir solch ein Zukunft auch in Deutschland? Nach Informationen der Tagesschau liegt der Anteil der Migranten bei den Neugeborenen in den deutschen Großstädten bereits bei mehr als 60 Prozent. In Düsseldorf und Stuttgart liegt die Geburtenrate der Migranten bei 64 Prozent, in Frankfurt bei 65 Prozent und in Nürnberg sogar bei 67 Prozent. Es deutet also alles darauf hin, dass die Muslime auch in Deutschland eines Tages die Mehrheit der Bevölkerung stellen werden. Was wird uns dann erwarten? Ich glaube ehrlich gesagt, nicht an eine friedliche Zukunft.

Hartmut Krauss vom Hintergrundverlag sagte wohl zu recht: „Sehr aufschlussreich, ja nachgerade exemplarisch, waren in diesem Konflikt (beim Minarettverbot in der Schweiz) die Argumente der Herrschenden. Als wollte sie der gesamten islamkritischen Bewegung im Westen noch einmal eine echte Chance auf tiefere Einsicht geben und eine Lektion erteilen, hatte die Schweizer Regierung im Namen des Großkapitals unumwunden erklärt, worum es dem mächtigsten und ausschlaggebenden Flügel der „Freunde des Islam“ wirklich geht: Um die Wahrung von Profitchancen im Exporthandel sowie um reibungslose Verflechtung mit dem Islamkapital. Entsprechend groß war der Alarmismus, der immer wieder mit der Warnung vor Konsequenzen für die Schweizer Wirtschaft und für das Verhältnis zu den arabischen Staaten verknüpft wurde. Wer sich gegen Minarette, d. h. gegen den Islam und sein repressives und antiemanzipatorisches Regelsystem sowie sein irrationalistisch-herrschsüchtiges Weltbild wendet, schadet den Interessen der (mit den islamischen Staaten) kollaborierenden Kapitalfraktionen, indem er die muslimischen Geschäftspartner verstimmt. Um diese bei guter (Geschäfts-)Laune zu halten und eine profitable Liason nicht zu gefährden, sind die westlichen Profiteuere bereit, nicht nur über die Menschenrechtswidrigkeit des orthodoxen Gesetzes-Islam hinwegzusehen, sondern den einheimischen Bevölkerungen die Ausbreitung islamischer Gegengesellschaften aufzubürden, diese zu erdulden und obendrein auch noch steuerlich zu finanzieren.“

Ich möchte auch noch auf folgende Internetseiten hinweisen:
250 Millionen Christen werden weltweit verfolgt
175000 Christen werden jährlich ermordet

Information zum Thema Islam
Videos zum Thema Islam

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Meinungen zum Schweizer Minarett-Verbot

Inhaltsverzeichnis
Hartmut Krauss: Zur Schweizer Volksabstimmung gegen Minarette
Necla Kelek: Die Schweizer Entscheidung ist Zeichen für Misstrauen
Alice Schwarzer: „Wir müssen handeln.“
Roger Koeppel: Das Gespenst Demokratie
Christine Schirrmacher: Wie der Islam die Christen sieht
bild.de: Das Minarett-Verbot in der Schweiz erzürnt die Moslems
Islamkritiker Ralph Giordano rechnet mit Multikulti ab

Hier einige Lesetips zum Schweizer Minarettverbot von Hartmut Kraus vom Hintergrund-Verlag, von der in Istanbul/Türkei geborenen deutschen Sozialwissenschaftlerin und Frauenrechtlerin Dr. Necla Kelek, von der Frauenrechtlerin und Herausgeberin der Zeitschrift „Emma“, Alice Schwarzer und von Roger Koeppel, dem Chefredakteur (Chefredaktor) und Verleger des Schweizer Wochenmagazins Die Weltwoche. Dann folgt ein Beitrag von der deutschen Islamwissenschaftlerin Prof. Dr. Christine Schirrmacher über das Verhältnis des Islam zum Christentum und ein Artikel der Bildzeitung, die die Frage nach der Religionsfreiheit in den islamischen Ländern stellt. Zum Schluß rechnet der deutsche Journalist, Schriftsteller, Regisseur und Islamkritiker Ralph Giordano mit Multikulti ab.




Zur Schweizer Volksabstimmung gegen Minarette     Top

Gastbeitrag von Hartmut Krauss

01.12.2009: Seien Sie mutig, bringen Sie ein wenig Phantasie auf und stellen Sie sich bitte, auch wenn es schwer fällt, einen Moment lang vor, in unserer spätmodernen Gesellschaft existierte tatsächlich so etwas wie „Demokratie sans phrase“ (Demokratie, wie sie im Buche steht) im Rahmen einer öffentlichen Kommunikationskultur, die von den Grundsätzen des herrschaftsfreien Diskurses getragen würde. Mit der vorherrschenden Verharmlosung und Schönfärberei der islamischen Herrschaftskultur wäre es in dieser nach den Regeln der Habermasschen Utopie funktionierenden Republik aufgrund folgender Prämissen schnell vorbei: Zum einen gäbe es dann chancengleiche Artikulationschancen für fortschrittlich-menschenrechtliche Islamkritik in den Medien sowie eine damit verbundene Domestizierung1 der islamophilen (islamfreundlichen) Verleumdungskartelle und zum anderen gehörten Plebiszite (Volksabstimmungen) über gesellschaftspolitische Grundsatzthemen zum Grundinventar des politischen Teilhabesystems.

1Im übertragenen Sinne wird der Begriff hier benutzt, um die Entschärfung oder auch Verfälschung einer ursprünglichen Idee zu bezeichnen.

In der Schweiz gibt es immerhin Letzteres und so sind dort, trotz postdemokratischer Verhältnisse im Mediensektor und starker islamophiler Seilschaften, politische Überraschungen möglich. Eine solche hat sich gerade jetzt ereignet, da sich die „Initianten“ eines Referendums gegen den Bau von Minaretten mit einer klaren Mehrheit von 57,5% durchgesetzt haben. Das Ergebnis ist eine große Überraschung für all jene, die in diesem Kontext immer noch an die Unabhängigkeit von Meinungsumfragen und die „repräsentative“ Vertretung (statt Verschaukelung) des „Stimmvolkes“ durch die etablierten Parteien glauben. Tatsächlich erfolgte diese Abstimmung gegen die Regierung, gegen sämtliche Parteien außer der „nationalkonservativen“ SVP (Schweizerische Volkspartei) und einer hierzulande unbekannten „Kleinpartei“ Eidgenössische Demokratische Union (EDU), natürlich gegen die christlichen Kirchen und selbstverständlich gegen das mediale Feudalwesen.

Die Ursache für diese „Überraschung“ liegt auf der Hand: Es ging bei dieser Abstimmung nicht etwa nur um das Für und Wider des Baus von Minaretten, sondern um eine symbolische Abstimmung darüber, ob der von der herrschenden „Elite“ abgesegnete Vormarsch und die Etablierung einer menschenrechtsfeindlichen Herrschaftskultur von der einheimischen Bevölkerung passiv erduldet wird oder nicht. Dass dieser freche und obendrein erfolgreiche „Widerstand“ von den herrschenden Meinungsmachern nun in einem hysterischen Rachefeldzug in den Kommentarspalten niedergemetzelt werden dürfte, wird die Gräben noch vertiefen.

Sehr aufschlussreich, ja nachgerade exemplarisch, waren in diesem Konflikt die Argumente der Herrschenden. Als wollte sie der gesamten islamkritischen Bewegung im Westen noch einmal eine echte Chance auf tiefere Einsicht geben und eine Lektion erteilen, hatte die Schweizer Regierung im Namen des Großkapitals unumwunden erklärt, worum es dem mächtigsten und ausschlaggebenden Flügel der „Freunde des Islam“ wirklich geht: Um die Wahrung von Profitchancen im Exporthandel sowie um reibungslose Verflechtung mit dem Islamkapital (das gerade in Dubai eins vor die Hörner bekommen hat - siehe: Dubai ist pleite). Entsprechend groß war der Alarmismus, der immer wieder mit der Warnung vor Konsequenzen für die Schweizer Wirtschaft und für das Verhältnis zu den arabischen Staaten verknüpft wurde. Wer sich gegen Minarette, d. h. gegen den Islam und sein repressives und antiemanzipatorisches Regelsystem sowie sein irrationalistisch-herrschsüchtiges Weltbild wendet, schadet den Interessen der kollaborierenden Kapitalfraktionen, indem er die muslimischen Geschäftspartner verstimmt. Um diese bei guter (Geschäfts-)Laune zu halten und eine profitable Liason nicht zu gefährden, sind die westlichen Profiteuere bereit, nicht nur über die Menschenrechtswidrigkeit des orthodoxen Gesetzes-Islam hinwegzusehen, sondern den einheimischen Bevölkerungen die Ausbreitung islamischer Gegengesellschaften aufzubürden, diese zu erdulden und obendrein auch noch steuerlich zu finanzieren.

Um gleichzeitig die Hinnahmebereitschaft der Bevölkerung für dieses profitable Zusammenspiel der spätkapitalistischen Herrschaftselite (Großkapital plus politische Klasse) mit den Herrschaftsträgern des Islam zu fördern, werden u. a. folgende Strategien angewandt:

1) Übertragung der „Islamophobie“ (der Islamfeindlichkeit) der Herrschenden (Angst vor negativen Reaktionen und Sanktionen der muslimischen Partner) auf die Bevölkerung. D.h. die eigene Angst (um den Verlust von Profiten) wird auf die islamkritischen Kräfte projiziert und dort als „pathologisch“ denunziert.

2) Moralische Korruption durch gebetsmühlenartige Wiederholung der Toleranzaufforderung an die Bevölkerung: Erduldet und ertragt passiv die Festsetzung und Ausbreitung islamischer Herrschaftskultur in eurer Lebensumwelt! Dabei wird unterschlagen, dass Toleranz gegenüber einer menschenrechtswidrigen religiös artikulierten Herrschaftsideologie weder vernünftig noch moralisch, sondern irrational und selbstzerstörerisch ist.

3) Anrufung der „Religionsfreiheit“ als letztinstanzliches Dogma. Da der Islam nicht einfach eine „Religion“, sondern eine religiöse Weltanschauung und Herrschaftsideologie mit einem grund- und menschenrechtswidrigen Normenkatalog ist, ist es absurd, hier den Begriff der „Religionsfreiheit“ undifferenziert ins Spiel zu bringen. Der Islam lässt sich eben gerade nicht auf „Religion“ im Sinne spirituell-ritueller Gottesanbetung reduzieren, sondern ist untrennbar mit antiemanzipatorischer Gottesdienerschaft verknüpft, die sich auf alle Seiten des „weltlichen“ Alltagshandelns auswirkt bzw. gerade erst dort bewährt.

Als ideologische Hilfstruppen des postmodernen Kapitals fungieren längst jene funktionalen grünen, sozialdemokratischen und pseudolinken Kräfte, die mit ihrer multikulturalistischen, kulturrelativistischen und postalinistischen Ideologie den Islam beschützen und Islamkritik pauschal diffamieren. Im Sinne einer veralteten Schablone werden diese kapitalfunktionalen Verbände immer noch als „links“ etikettiert, obwohl sie sich doch längst vom Marxschen kategorischen Imperativ verabschiedet haben, „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“ (Marx-Engels-Werke 1, S. 385).

So stoßen wir immer wieder auf das absurde Phänomen, dass die rechtsreaktionäre Herrschaftskultur des Islam durch angebliche „Linke“ verteidigt wird, die damit das ideologische Geschäft des Großkapitals betreiben, während sich die List der emanzipatorischen Vernunft zur Not bis auf Weiteres auch konservativer Kräfte bedient, die, wie im vorliegenden Fall, wohl gar nicht ahnen, wie sie ihrer eigenen herrschenden Klasse in die Suppe gespuckt haben …

Quelle: H. Krauss – Zur Schweizer Volksabstimmung gegen Minarette




Necla Kelek: Die Schweizer Entscheidung ist Zeichen für Misstrauen     Top

Islamkritikerin: Muslime müssen sich mehr öffnen.

30.11.2009: Nach Ansicht der Autorin und Soziologin Necla Kelek sind die Ängste und Unsicherheiten der Menschen in vielen europäischen Ländern gegenüber dem Islam von Muslimen und Moscheengemeinden selbst verschuldet.

Zur Volksinitiative in der Schweiz gegen den Bau von Minaretten sagte die türkischstämmige Islamkritikerin und Frauenrechtlerin: „Ich sehe dahinter nicht nur, dass populistische Menschen mit rechten Gedankengut im Kopf gehandelt haben. Ich sehe da auch Bürger, die besorgt sind, die sehr, sehr viele Fragen haben und seit Jahrzehnten keine Antworten, weder von Islamverbänden noch von türkischen Verbänden, darauf bekommen.“

Zwar betonte Kelek, sie lehne die Art und Weise ab, wie die Schweizer Initiative mit dem Thema umgegangen sei. Gleichwohl gebe es in der Schweiz vor allem deshalb Probleme zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen, weil viele muslimische Familien sich deutlich abgrenzten und zurückzögen: „Ich kenne keinen Moscheeverein in der Schweiz, der einen säkularen, bürgerlichen und fortschrittlichen Islam vertreten würde.“

Die öffentliche Debatte über den Islam sei keine inhaltliche Debatte: Es werde immer nur darüber debattiert, wie die Muslime ihren Glauben praktizieren wollten und „mit Anwälten gedroht“. Das mache vielen Bürgern Angst. Kelek weiter: Die politischen Parteien, vor allem die des bürgerlichen Lagers, müssten die Ängste „endlich ernst nehmen“, auch die Moscheenvereine müssten für „einen offenen Dialog werben.“

Sie können das vollständige Gespräch mit Necla Kelek mindestens bis zum 30.04.2010 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio

Quelle: Necla Kelek: Die Schweizer Entscheidung ist Zeichen für Misstrauen




Alice Schwarzer: „Wir müssen handeln.“     Top

Die gezielte Unterwanderung muslimischer Gemeinschaften durch Islamisten muss gestoppt werden.

Den vorletzten Silvester habe ich in Algier gefeiert. In meiner „algerischen Familie“. Wir haben bis nachts um vier getanzt, nach arabischen wie westlichen Klängen, klar. Wir, das war auf der algerischen Seite: Meine Kollegin Djamila, die fünf Jahre lang bei mir in Köln Zuflucht gesucht hatte, weil sie in ihrer Heimat in Lebensgefahr war; als unverschleierte Frau und kritische Journalistin stand sie ganz oben auf den Todeslisten der marodierenden Islamisten in den so genannten Années Noires (Kollaboration mit den Nationalsozialisten im Dritten Reich?), die über 100.000 Menschen das Leben kosteten. Neben ihr rockte ihre gläubige, unverschleierte Schwester Zohra mit Ehemann Zahar; ein Händler, der in die Moschee geht und gerne Wein trinkt. Und die Töchter Lili und Mounia, die es in den Schwarzen Jahren gewagt hatten, jeden Tag ohne Kopftuch zur Uni zu gehen, und die so manchesmal nur knapp überlebt haben. Nicht dabei war Djamilas alte Mutter, die jedes Jahr nach Mekka pilgert (und dort auch für mich betet).

Doch am ausdauerndsten tanzte der Sohn des Hauses, Ganoud, tief gläubig und tief lebenslustig. Wenn er mit uns durch die Stadt und an der Küste lang streifte, lautete jeder dritte Satz, mal ernst, mal lachend: „Alice, le prophet a dit…“ Natürlich habe ich ihn damit aufgezogen. Aber ich habe ihn auch ernst genommen. Und er ist bis heute mein Maßstab. Ganoud ist sauer über die „Arroganz und Hegemonie des Westens“. Und wenn ich mal wieder die Islamisten angreife, frage ich mich: Was würde Ganoud wohl dazu sagen? Es würde mich tief beschämen, wenn er eines Tages auch mich in einen Sack mit den „arroganten Westlern“ stecken würde. Bisher ist das nicht geschehen. Ganoud und ich, wir bleiben im Dialog. In einem echten Dialog.

Denn der falsche Dialog und die so lange praktizierte falsche Toleranz haben allen geschadet, nicht nur uns Westlern, sondern allen voran der Mehrheit der nicht-fundamentalistischen Menschen im muslimischen Kulturkreis, Gläubigen wie Ganoud und Ungläubigen wie Djamila.

Diese falsche Toleranz hat den Westen 30 Jahre lang wegsehen lassen: beim Iran, wo die Menschenrechte seit 1979 mit Füßen getreten werden; in Afghanistan, wo die Taliban mit Unterstützung Amerikas die sowjetischen Besatzer verjagten und 1992 die Terrorherrschaft übernahmen; in Tschetschenien, wo nicht nur die russische Soldateska von übel ist, sondern auch die Islamisten ein Problem sind, die bereits 1996 (!) die Scharia einführten; in Algerien, wo die so genannten „Afghanen“, die aus dem Krieg zurück gekehrten Söldner, das bis heute tief traumatisierte Land in den 1990er Jahren erzittern ließen; in Schwarzafrika, wo der von den Gotteskriegern gezündelte Flächenbrand unaufhaltsam um sich greift, und in Europa, wo wir es zugelassen haben, dass mitten unter uns Menschen als „die Anderen“, als BürgerInnen zweiter Klasse behandelt werden. „Die Kulturfalle“ nannte das die Fatwa-verfolgte Khalida Messaoudi-Toumi, die als Mathematiklehrerin jahrelang auf der Flucht war und heute algerische Kulturministerin ist.

Dabei war alles von Anfang an klar. Als ich 1979 zusammen mit einer kleinen Gruppe französischer Intellektueller wenige Wochen nach Machtergreifung Khomeinis im Iran war, dem Hilferuf entrechteter Frauen folgend, haben wir mit zahlreichen Verantwortlichen des neuen Regimes gesprochen: mit Ministerpräsident Bazargan (der wenig später ins Exil floh), mit Ober-Ayatollah Talegani (der später ermordet wurde) und mit den neuen Führerinnen der Iranischen Frauenunion (von denen bald viele spurlos verschwanden). Diese in Granit gemeißelten „Heldinnen der Revolution“ hatten den Schah mit der Kalaschnikow unter dem Tschador verjagt oder waren aus dem Exil zurück gekehrt.

Sie alle waren aufgeklärte und hoch gebildete Menschen. Und sie alle antworteten auf unsere Fragen: Ja, wir wollen den Gottesstaat! Ja, wir werden die Scharia einführen, das ist Allahs Wille! Ja, selbstverständlich steht dann Tod durch Steinigung auf Homosexualität oder Ehebruch (der Frau)! Und dabei lächelten sie liebenswürdig.

Nein, die Islamisten haben nie einen Hehl aus ihren Absichten gemacht. So wenig wie einst die Nationalsozialisten. Auch in „Mein Kampf“ stand ja schon alles drin. Auch damals hätten wir es wissen können, ja müssen. Und auch die fortschrittlichen Muslime haben lange, zu lange geschwiegen aus Angst, des „Verrats“ bezichtigt zu werden. Die ersten, die redeten, waren die Töchter, die sich nicht länger wegsperren und zwangsverheiraten lassen wollten.

Als ich damals nach drei bewegenden Tagen Iran wieder verließ, schrieb ich: „Sie alle waren gut genug, für die Freiheit zu sterben, sie werden nicht gut genug sein, in Freiheit zu leben.“ Und seither habe ich nicht aufgehört, in EMMA über den weltweiten Kreuzzug der Islamisten zu berichten und vor den Folgen zu warnen.

Mit der Folge für mich, dass mir das Etikett einer „Schahfreundin“ und „Rassistin“ angehängt wurde. Zahllose Artikel, ja ganze Bücher sind über die angebliche „Islamfeindin“ Alice Schwarzer veröffentlicht worden; meist kamen sie aus dem universitären, linken Milieu. Und oft von KonvertitInnen. Denn da hatte längst ein Schulterschluss stattgefunden zwischen Alt-Linken und Neu-Islamisten. Die alten Götter, Mao, Che Guevara, Pol Pot, sind tot, es lebe der neue Gott: Allahu akbar! (Allah ist der Größte!)

Seit Mitte der 1980er Jahre haben wir im Westen eine gezielte Unterwanderung der muslimischen Community (Gemeinschaft) durch die Islamisten zu verzeichnen. Ausgebildet werden die Agitateure in Iran, Ägypten oder Afghanistan, das Geld kommt aus Saudi-Arabien (mit dem auch wir gerne Geschäfte machen). Diese Rattenfänger erzählen den arbeitslosen jungen Männern, sie seien die Größten, und hätten das Recht, ihre sprachlosen Mütter ins Haus zu sperren und ihre freiheitsliebenden Schwestern unter den Schleier zu zwingen.

Zu den Fanatischsten gehören die KonvertitInnen, die eine große Rolle im pädagogischen und juristischen Bereich spielen. Auch innerhalb unseres Rechtssystems ist seit Anfang der 1990er Jahre eine systematische Unterwanderung zu verzeichnen. Ziel: Die „Islamisierung“ des Rechtsstaates, im Klartext: die Einführung der Scharia mitten in Europa. Partiell ist das bereits gelungen.

Ja, ich werde immer wieder gefragt, ob ich keine Angst hätte, die Islamisten zu kritisieren. Angst wovor? Selbstverständlich müssen wir handeln! Und ich schätze mich glücklich, wenn es mir gelungen sein sollte, zur Aufklärung über diese Dunkelmänner (und ihre Gehilfinnen) beigetragen zu haben. Und ich freue mich über die vielen freundlichen Gesichter in aufgeklärten Ausländervierteln, wo Frauen wie Männer mir zustimmend zuwinken.

Doch auf einem bestehe ich als Nicht-Muslimin auch weiterhin: Mir geht es nicht um den Islam als Glauben, dessen beunruhigenden Reformstau sollen die MuslimInnen bitte unter sich regeln, und zwar möglichst bald. Mir geht es ausschließlich um den Missbrauch des Islams als politische Strategie. Denn eines ist klar: Das ist der Faschismus des 21. Jahrhunderts. Und diesmal im Weltmaßstab.

Alice Schwarzer, 12.10.2009

Mehr von der Autorin über auf emma.de, Gotteskrieger und Schleier und Die Gotteskrieger und die falsche Toleranz.

Quelle: Wir müssen handeln




Das Gespenst Demokratie     Top

Von Roger Koeppel

Die Muezzine der Mainstream-Medien waren sich in ihrem Entsetzen einig: Der Volksentscheid der Schweizer, Minarette per Verfassung zu verbieten, sei völkerrechtswidrig, unmoralisch und eines weltoffenen Landes unwürdig. Die Süddeutsche Zeitung sprach von einem „Kollateralschaden der direkten Demokratie“. So könne es eben kommen, argumentierte herrenreiterlich der Korrespondent, „wenn das Volk nicht nur über Turnhallen oder Transrapidbahnen abstimmt, sondern über alles“. Im „Spiegel“ wie in der „Welt“ wurde in seltener Einmütigkeit von einem Sieg der Angst gesprochen. Diffuses Unbehagen, vage Befürchtungen hätten zu einem „schockierend deutlichen Erfolg“ von 57,5 Prozent Ja-Stimmen geführt. Die Schweizer, so wurden wir belehrt, hätten wider besseres Wissen für eine Annahme der umstrittenen Initiative gestimmt, da das Minarettverbot keine Probleme löse. Die bedauernswerten Schweizer, muss der Leser folgern, waren offenbar zu dumm, um die Implikationen (Auswirkungen) ihres politischen Willens zu verstehen.

Ein Gespenst geht um: die Demokratie. Demokratie heißt Volksherrschaft, und es gehört zu den Berufsrisiken dieser Regierungsform, dass das Volk manchmal anders denkt und fühlt als seine Regierung und seine medialen Interpreten. Der Minarettentscheid vom letzten Wochenende kam auch für die Schweizer überraschend. Niemand hatte erwartet, dass die Initiative an den Urnen siegen würde. Die Umfrageinstitute lieferten über Wochen hinweg detaillierte Fehlprognosen. Das politische Establishment, eifrig unterstützt von allen großen Zeitungshäusern, orchestrierte eine gewaltige Einschüchterungskampagne. Die Schweiz, hieß es, würde sich ins Abseits manövrieren mit dem Kampf gegen die Minarette. Plakate wurden verboten. Man malte das Schreckgespenst arabischer Boykotte an die Wand. Doch die Drohungen verfingen nicht: Bis weit in linke und liberale Milieus hinein muss die islamkritische Initiative Anklang gefunden haben. Noch selten war der Abstand zwischen den Eliten und den gewöhnlichen Bürgern in der Schweiz so groß.

Die besorgten Kollegen liegen daher falsch: Das Abstimmungsresultat vom Wochenende war nicht Ausdruck von Angst, sondern von Mut. Eine Mehrheit der Schweizer hat sich gegen alle Bevormundungen die Freiheit herausgenommen, eine andere Meinung zu vertreten als die von den Politikern und Intellektuellen gewünschte. Ein krauses Demokratieverständnis liegt der Auffassung zugrunde, dass eine Abstimmung nur in einer Richtung zu verlaufen habe. Demokratie ist die Staatsform der Alternativen: Nur in Nordkorea oder Kuba dürfen die Leute, sofern sie überhaupt gefragt werden, einen Stimmzettel ausfüllen, auf dem sich keine Auswahl bietet.

Ebenso abwegig sind jetzt aber auch die Bedenken, die von europäischen Funktionären oder deutschen Journalisten ventiliert werden: Gerade die EU hat sich unter der Ambition ihrer Staatswerdung zu einem Instrument der Demokratieverhinderung entwickelt. Viele Brüsseler Institutionen sind auf der Grundlage eines soliden Misstrauens gegen die eigenen Bevölkerungen von oben nach unten errichtet worden. In der Schweiz ist es genau umgekehrt: Hier hat sich die Demokratie als Staatsform des institutionalisierten Misstrauens von unten nach oben verfestigt. Initiative und Referendum, elementare Volksrechte, sind das Damoklesschwert der Bürger gegen die politische Klasse. Was in deutschen Zeitungen als „Kollateralschaden“ oder Ausfluss „diffuser Ängste“ schlechtgeredet wird, sind die wesenhaften „checks and balances“ (die Kontrolle der Verfassungsorgane) eines der ältesten Rechtsstaaten der Welt.

Was immer an unterschiedlichen Motiven hineinspielte, der entscheidende Grund für das Abstimmungsresultat darf nicht übersehen werden: In der Schweiz herrscht große Skepsis gegenüber dem Islam und vor allem gegenüber dem Integrationswillen der schnell wachsenden muslimischen Minderheit, die innerhalb weniger Jahre auf rund 400.000 Personen anschwoll. Die Schweiz ist stolz auf ihre säkulare Tradition. Noch bis 1973 gab es ein Jesuitenverbot, da man hinter dem Orden katholischen Fanatismus und Illoyalität zum Vaterland vermutete. Es ist nachvollziehbar und vernünftig, dass die Schweizer hellhörig bis kritisch werden, wenn sie sich mit einer Religion konfrontiert sehen, die im Unterschied zum Christentum ihren weltlichen Herrschaftsanspruch noch immer geltend macht. Das Minarett wurde als Ausdruck des politischen Islam bekämpft und als Markierung, mit der sich die Muslime von der säkularen Schweizer Leitkultur Richtung Parallelgesellschaft abgrenzen wollen. Ungeachtet dessen: Die Ausübung ihrer Religion bleibt den Muslimen weiterhin unbenommen. Von einer Einschränkung der Glaubensfreiheit kann keine Rede sein.

Während sich die deutschen Meinungsführer ihren heiligen Zorn über den Schweizer Volksentscheid von der Seele schrieben, meldeten sich ihre Leser mit ganz anderen Voten zu Wort. In der „Bild“-Zeitung ergab eine Publikumsumfrage eine Zustimmung von 83 Prozent zum Schweizer Minarettverbot. Beim „Spiegel“, der den Volksentscheid als „bedauerlich“ abqualifizierte, waren zwischenzeitlich rund 78 Prozent der Online-Leser gegen Minarette. Bereits laufen Versuche, den demokratisch ermittelten Volkswillen durch europäische Gerichtshöfe rückwirkend wieder umzubiegen. Dass solche Tendenzen in deutschen Medien unter dem Eindruck der Minarettabstimmung herbeigewünscht statt gegeißelt werden, stimmt nachdenklich. Der Islam ist eine problematische Religion, weil er die Trennung zwischen Kirche und Staat bis heute nicht zustande brachte. Indem sich eine Mehrheit der Schweizer gegen Minarette aussprach, legte sie ein beeindruckendes Votum ab für europäische Grundwerte.

C: R. Koeppel & FAZ, 1.12.09

Quelle: Das Gespenst Demokratie




Wie der Islam die Christen sieht     Top

Von Christine Schirrmacher.

München - 02.12.2009: Die Stellung der Christen in der islamischen Welt: Eine geduldete Minderheit unter der Bedingung der Einhaltung gewisser Grenzen, aber immer Bürger zweiter Klasse. Christen nehmen in islamischen Gesellschaften eine Sonderstellung ein. Einerseits genießen sie gewisse Rechte, gelten sie doch nach klassischer muslimischer Auffassung nicht als ganz und gar Ungläubige. Andererseits sind sie in ihrer Religionsausübung etlichen Beschränkungen unterworfen.

Aussagen des Korans über die Christen und das Christentum

Schon im Koran werden Christen und Juden als „Schriftbesitzer“ bezeichnet (z.B. Sure 5,77), da Mohammed beide Gruppen als Offenbarungsempfänger anerkannte (d. h. die religiösen Gesetze wurden den Christen und Juden von Gott offenbart). Er unterschied sie damit grundsätzlich von seinen Landsleuten, die einem animistischen (naturreligiösen) Polytheismus (Vielgötterei) anhingen und deshalb von Mohammed als Ungläubige betrachtet wurden.

Mohammed hoffte zu Beginn seiner Übersiedlung nach Medina 622 n. Chr., dass auch Juden und Christen ihn ihrerseits als Propheten Gottes anerkennen würden. Sein Urteil fiel zumindest über die Christen zunächst recht positiv aus (weil er sie zu diesem Zeitpunkt für sich gewinnen wollte). So lobt Sure 5,82 die Liebe der Christen den Muslimen gegenüber, sowie ihre Bescheidenheit. Sure 3,110 betont, dass es unter den Christen wirkliche Gläubige gibt und Sure 5,65-66 versichert, dass Christen ins Paradies eingingen, wenn sie sich nur an ihre Offenbarung, das Evangelium, hielten.

Als Mohammed jedoch im Laufe der Jahre mit seiner Person, seinem Sendungsanspruch und seiner Botschaft bei Juden und Christen auf heftigen Widerstand stieß und seine Aufforderung an sie, sich dem Islam anzuschließen, von beiden Gruppierungen abgelehnt wurde (Sure 2,111; 5,15), wandelte sich auch sein Urteil über sie. Überall dort, wo die christliche Auffassung Mohammeds Botschaften widersprach, zog er den Schluss, dass die Schriftbesitzer ihre von Gott empfangene Offenbarung mit der Zeit verfälscht hatten.

Zu dieser Zeit, bald nach Mohammeds Ankunft in Medina, spätestens jedoch ab dem Jahr 624, fiel sein Urteil über Juden und Christen bereits wesentlich negativer aus. Während die Auseinandersetzung mit den Juden auf militärischem Weg geführt wurde und zur Vertreibung und Vernichtung dreier großer jüdischer Stämme in Medina führte (wobei er zwei jüdische Stämme (Banu Qainuqa und Banu Nadir) aus Medina vertrieb und sich an ihrem Eigentum bereicherte und etwa 700-900 Männer vom Stamm der Banu Quraiza enthaupten ließ und die Frauen und Kinder in die Sklaverei verkaufte, um sich von dem Geld Waffen, Kamele und Pferde für weitere Kriegszüge zu kaufen), brachte Mohammed gegen die Christen vorwiegend theologische Einwände vor:

Sie glauben fälschlicherweise an die Dreieinigkeit und Gottessohnschaft Jesu (Suren 2,116; 5,72-73; 9,30) und sie „verdunkeln die Wahrheit mit Lug und Trug“ (3,71). Der Koran ermahnt die Muslime wohl auch zu dieser Zeit, sich nicht die Christen zu Freunden zu nehmen (Sure 5,51). Diese Äußerung wird bis heute von bestimmten muslimischen Gruppen häufig zitiert. Außerdem enthält der Koran mehrmals die Aufforderung, „Ungläubige“ zu „töten“ (z.B. Sure 4,89), wobei die Frage, wer in diesem Kontext als „Ungläubiger“ betrachtet werden muss, ganz unterschiedlich beantwortet werden kann.

In dieser geschichtlichen Entwicklung liegt der Grund dafür, dass sich im Koran beides findet, positiv anerkennende und negativ abgrenzende Aussagen gegen Christen und den christlichen Glauben. Allerdings überwiegen die negativen Aussagen eindeutig und sind zudem die späteren, d.h. aus muslimischer Sicht normativen (wichtigeren) Offenbarungen.

Christen sind also im Urteil des Korans gewissermaßen Teilgläubige: Die Anerkennung ihrer Offenbarung aus der Frühzeit und die späteren Aussagen über ihre theologischen Irrtümer ließen sie in den traditionell christlichen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens, die muslimische Heere in den ersten Jahrzehnten nach Mohammeds Tod rasch eroberten, zu „Schutzbefohlenen“ (arabisch: Dimmis oder Dhimmis) werden. Sie mussten zwar nicht zum Islam konvertieren, aber in Anerkennung der muslimischen Oberhoheit nach Sure 9,29 eine Kopf- (arabisch: Jizya) und zeitweise auch eine Grundsteuer (arabisch: Haraj) entrichten.

Viele Quellen belegen, dass das Bemühen muslimischer Herrschaft dahin ging, die Zahl der Angehörigen christlicher Minderheiten sukzessive zu verringern und Anreize zur Konversion zu bieten bzw. durch Entzug von Rechten Druck auszuüben. Rechtlich waren Christen klar benachteiligt und stets nur geduldete Bürger zweiter Klasse, die etliche Einschränkungen und Demütigungen hinnehmen mussten. Dazu gehörte z.B. das Verbot, Waffen zu tragen, Pferde zu reiten, sowie häufig die Verpflichtung, muslimische Eroberungskriege durch Steueraufkommen zu unterstützen.

Der Status christlicher Minderheiten

Diese geschichtliche Situation klingt auch heut noch in der islamischen Welt nach. Die christlichen Minderheiten sind dort normalerweise innerhalb ihrer kirchlichen Gemeinschaften geduldet, unterliegen aber in ihrer Religionsausübung nach außen starken Beschränkungen, sowie der Kontrolle und Oberaufsicht durch den islamischen Staat, der, je nach Land verschieden, den Rahmen für die religiöse Bewegungsfreiheit der christlichen Gemeinschaften steckt. Innerhalt dieses Rahmens kann die christliche Gemeinschaft existieren, andernfalls nicht. (Anmerkung: In Saudi Arabien dürfen z. B. keine Kirchen gebaut werden. Außerdem ist der Einführen von Bibeln und anderen christlichen Gegenständen, wie z. B. Kreuze, verboten. Auf dem Austritt aus dem Islam steht die Todesstrafe. - siehe: Weltverfolgungsindex 2009)

Unter der staatlichen Oberaufsicht werden häufig die offiziell erforderlichen Genehmigungen für Reparaturen von Kirchegebäuden jahrelang verschleppt oder ganz verweigert, so dass Gebäude veralten und unbrauchbar werden. In einigen islamischen Ländern darf die Ausübung des christlichen Glaubens überhaupt nicht für die Öffentlichkeit sichtbar werden.

Immer wieder kommen in islamischen Ländern Übergriffe, ja teilweise Ausschreitungen gegen Christen und christliche Einrichtungen vor2. Oft ist der offizielle Auslöser ein „Vergehen“, dessen sich Christen angeblich gegen Muslime oder den islamischen Staat schuldig gemach haben. Zwar befürwortet im eigentlichen Sinne weder der Koran noch die Überlieferung (die Hadithe, in denen die Äußerungen und Taten Mohammeds festgehalten sind) Rechtsverletzungen gegen die christliche Minderheit, auf der anderen Seite jedoch bedingt die Bandbreite der koranischen Urteile über die Christen verschiedene Auslegungsmöglichkeiten der Texte, deren sich Einzelne oder islamistische Gruppierungen immer wieder zur Rechtfertigung der Ausbildung von Gewalt bedienten. (siehe: 175.000 Christen werden jährlich ermordet)

2Im November 2009 gingen in Farshoot, 300 Meilen südlich von Kairo, etwa 3.000 Moslems gegen christliche Dörfer vor. Sie plünderten etwa 50 christliche Geschäfte und zündeten etliche von ihnen an. Außerdem gingen sie gegen viele tausend Christen vor. Sie schlugen sie und vertrieben sie aus ihren Häusern. In den Wochen davor haben sie fünf Christen getötet.

Quelle: 3.000 Muslime terrorisieren koptische Christen in Ägypten

Hinzu kommt, dass der Islam aufgrund seines „Drei-Klassen-Systems“ (Ungläubige – Schriftbesitzer – Muslime) die Muslime als die religiös und gesellschaftlich Bevorrechtigten und damit allen anderen Überlegenen betrachtet. In einem weltanschaulichen System, in dem das in der Bibel getadelte „Ansehen der Person“ (Jakobus 2,1-13) in der Religion, Gesellschaftsordnung und Gesetzgebung derart verankert ist, ist die Folge, dass gegen Übergriffe nicht immer mit aller zur Verfügung stehenden staatlichen Härte vorgegangen wird. (Anmerkung: Oftmals beteiligt sich die Polizei an der Übergriffen oder sie sieht wohlwollend weg.)

Strafverfahren werden teilweise halbherzig betrieben oder verlaufen im Sande. Zwar bemühen sich viele islamische Länder, durch rigoristische Maßnahmen die islamistische, den Staat selbst bedrohende Gefahr so weit wie möglich einzudämmen. Das Vorgehen kann jedoch weitaus weniger entschlossen sein, wenn islamistische Aktivitäten sich nicht gegen den Staat, sondern „nur“ noch gegen die unterprivilegierte Minderheit der Christen richten. In Ägypten sollen Christen nach vermehrten terroristischen Anschlägen islamistischer Gruppierungen in den letzten Jahren, gewissermaßen als Nebeneffekt, in einzelnen Fällen stärker in den Genuss staatlichen Schutzes gekommen sein.

Grenzen der Glaubensfreiheit für Nichtmuslime


Obwohl etliche islamische Länder in ihrer Verfassung das Recht auf ungehinderte Religionsausübung und Glaubensfreiheit festgeschrieben haben, haben Nichtmuslime in der islamischen Welt praktisch immer mit erheblichen Schwierigkeiten bei der freien Ausübung ihrer Religion zu kämpfen, denn in den meisten islamischen Staaten nennt die Verfassung den Islam gleichzeitig als Staatsreligion. Wer sogar Muslim war und zum Christentum übergetreten ist, riskiert sehr viel (nämlich die Todesstrafe, die aber meist durch die eigenen Verwandten ausgeführt wird - siehe: Islamische Selbstjustiz).

Trotzdem sind wohl die meisten islamischen Länder der Auffassung, dass sie Toleranz üben und Religionsfreiheit gewähren. Toleranz und Religionsfreiheit bedeuten jedoch nur, dass Juden und Christen nicht zum Islam übertreten müssen, wenn sie im islamischen Gebiet wohnen.

Christen stehen durch die vielfachen Benachteiligungen im Bildungswesen, auf dem Arbeitsmarkt und im gesellschaftlichen Leben unter ständigem starkem Druck, zum Islam zu konvertieren. Einige Tausend Kopten halten jährlich in Ägypten diesem Druck nicht stand und werden Muslime.

Dazu kommen die vielen gemischtreligiösen Ehen: Da die Ehe zwischen einer muslimischen Frau und einem christlichen Mann nur möglich ist, wenn der Mann zum Islam konvertiert, ergibt sich hier ein weiterer Grund für den Übertritt. Die Ehe zwischen einem muslimischen Mann und einer christlichen Frau ist prinzipiell möglich, aber die Kinder aus einer gemischtreligiösen Ehe sind immer Muslime, so dass die christliche Minderheit in der islamischen Welt ganz von selbst schrumpft.

Umgekehrt „wird (es) dem muslimischen Bürger nicht zugemutet, einer Glaubensabwerbung ausgesetzt zu werden und sich ihrer erwehren zu müssen.“ Christliche Missionsarbeit unter Muslimen ist überall verboten, wird aber unterschiedlich streng geahndet.

Verboten ist Nichtmuslimen vor allem die Beleidigung und Herabsetzung des Islam, des Korans und des Propheten Mohammed, was nach muslimischer Auffassung durch das christliche Zeugnis automatisch geschieht. Das marokkanische Strafgesetzbuch fordert zum Beispiel eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten bis 3 Jahren und zusätzlich eine Geldstrafe von 200 bis 500 Dirham für denjenigen, der einen Muslim vom Islam abwirbt.

Ausländer aus der westlichen Welt werden jedoch meist nur des Landes verwiesen, wohingegen asiatische Christen in Saudi-Arabien in den letzten Jahren allein für christliche Zusammenkünfte in privaten Räumen verhaftet und z. T. drakonisch bestraft wurden.

Christen sollten mit einigen Grundlagen des islamischen Toleranzverständnisses vertraut sein. Die Stellung der Christen in der islamischen Welt – eine geduldete Minderheit unter der Bedingung der Einhaltung gewisser Grenzen, aber immer Bürger zweiter Klasse, ist unter Ausleuchtung aller damit verbundenen Benachteiligungen noch viel zu wenig in der westlichen Welt bekannt.

Christen sollten nicht versäumen, wo immer möglich, auf diese Ungleichbehandlung von Christen zu Muslimen hinweisen, betend für alle Christen eintreten und sie unterstützen und ihre Anliegen öffentlich bekannt machen.

Quelle: Wie der Islam die Christen sieht




bild.de: Minarett-Verbot in der Schweiz erzürnt die Moslems     Top

Wie viel Kirchturm erlaubt Allah?

02.12.2009: Moslems in der ganzen Welt protestieren gegen das Minarett-Verbot der Schweiz.

Der Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg empörte sich gestern über das „intolerante“ Verbot, das die Schweizer in einer Volksabstimmung beschlossen haben. Es missachte „verfassungsmäßige Rechte einer religiösen Minderheit“. Der türkische Premier Erdogan sprach von einer „rassistischen und faschistischen Haltung“ der Schweiz gegen Moslems.

Aber wie steht es um die Religionsfreiheit in islamischen Ländern, wie viel christlichen Kirchturm erlaubt Allah?

„Die Türkei, Malaysia, Iran, Jordanien, Saudi-Arabien, Marokko sind, in verschiedenen Abstufungen, noch immer meilenweit von religiöser Toleranz entfernt, wie wir sie in Mitteleuropa kennen. Die wenigsten islamischen Länder kennen echte Religionsfreiheit“, meint der Bonner Theologe und Religionssoziologe Prof. Thomas Schirrmacher.

Beispiel Türkei: Offiziell herrscht dort zwar Religionsfreiheit. Doch in der Praxis werden Christen am Bosporus behindert, verfolgt, bespitzelt, in seltenen Fällen sogar mit dem Tode bedroht! 2007 ermordeten Jugendliche drei Missionare in der Stadt Malatya, fesselten ihre Opfer, schnitten ihnen die Kehlen durch. Auf dem Höhepunkt des Streits um die 2006 in dänischen Zeitungen veröffentlichten Mohammed-Karikaturen wurde der katholische Priester Andrea Santaro (60) erschossen.

Christliche Kirchen dürfen in der Türkei keine Häuser oder Grundstücke kaufen, keine Schulen oder Klöster einrichten. „Bestehende Einrichtungen werden systematisch dem Verfall preisgegeben“, so Prof. Schirrmacher. Folge: Die deutsche Evangelische Gemeinde in Ankara hält ihre Gottesdienste auf dem Gelände der Deutschen Botschaft ab.

Beispiel Saudi-Arabien:
Dort genügt es, wenn Christen ein Kreuz oder eine Bibel mit sich führen, um sie für Monate ins Gefängnis zu sperren. Selbst in der eigenen Wohnung ist das christliche Gebet verboten! Ein katholischer Gastarbeiter von den Philippinen landete im Knast, weil er auf einem Foto in seiner Brieftasche einen Rosenkranz betet. Verboten!

Beispiel Iran: Dort herrscht die strenge Scharia (das islamische Rechtssystem): Wer zum Christentum „konvertiert“, Werbung für Christen macht, wird mit dem Tode bestraft. Christentreffen finden, wie im alten Rom, heimlich statt, in Kellern und Scheunen. Jüngster Fall: Ehsan Fattahian († 28), ein Christ aus dem Nordiran. Wegen „Abfallens von Gott“ verurteilte ihn das Revolutionsgericht zum Tode. Das Urteil (Tod durch Erhängen) wurde, trotz internationaler Proteste, vor genau drei Wochen, am 11. November 2009 um vier Uhr früh vollstreckt.

Quelle: Wie viel Kirchturm erlaubt Allah?




Islamkritiker Ralph Giordano rechnet mit Multikulti ab     Top

Ich bin kein Türken-Schreck, aber...

4.12.2009: Die Bildzeitung gibt Ralf Giordano heute Gelegenheit zu einer ausführlichen Stellungnahme zum Ausgang der Schweizer Volksabstimmung im Besonderen und zur Islamkritik allgemein. Giordano prangert an, dass in die rechte Ecke gestellt wird, wer kritische Fragen stellt und dass Probleme mit der Integration von Moslems von dieser Minderheit selbst ausgehen. Zustände, die mit Grundgesetz und Menschenrechten nicht vereinbar sind, müssen angesprochen werden dürfen.

Giordano schreibt unter anderem:

57 Prozent der Wählerinnen und Wähler haben gegen den Bau weiterer Minarette in der Schweiz gestimmt, es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich auszumalen, zu welchem Ergebnis eine entsprechende Abstimmung in Deutschland führen würde. (Anmerkung: Beim „Spiegel“ stimmten rund 78 Prozent der Online-Leser gegen Minarette. Unter mehr als 100.000* Leser der Bildzeitung stimmten mehr als 80 Prozent gegen den Bau von Minaretten.)

*am Freitagabend (04.12.2009) um 21:52 Uhr waren es sogar 249.646 Leser die abstimmten (Ergebnis: 82 Prozent der Leser sind gegen den Bau von Minaretten.)

Wird nun die Mehrheit der Eidgenossen zu lauter verkappten Faschisten erklärt? Jede Kritik am Islam als Beleidigung denunziert? Und jeder Kritiker als Rassist enttarnt? Schluss, endlich Schluss mit den Totschlagargumenten einer „political correctness“, die mit der Autorität einer Staatsräson auftritt!

Ein Gemisch aus Multikulti-Illusionismus, Sozialromantik, Gutmenschtum und Umarmungstendenzen. Kurz, eine Haltung, die sich von Grund auf scheut, anti-emanzipatorische und menschenrechtsferne Mentalitäten, Sitten, Gebräuche und Traditionen der muslimischen Minderheit auch nur anzusprechen, geschweige denn zu thematisieren.

Dabei sind das größte Tabu die Integrationshemmnisse, die aus der (islamischen) Minderheit selbst kommen. Zustände, die mit Grundgesetz und Menschenrechten nicht vereinbar sind. Migration und Integration sind längst eines der großen Probleme der deutschen (und europäischen) Innenpolitik geworden, und werden es wahrscheinlich quer durch das 21. Jahrhundert bleiben.

Auf keinem Gebiet aber ist die Kluft zwischen veröffentlichter und öffentlicher Meinung, also zwischen politischer Klasse und den öffentlichen Medien einerseits und „gewöhnlichen Bürgern“ andererseits, größer als auf diesem. Die Reaktionen auf die Schweizer Volksabstimmung haben das nur noch einmal bestätigt.

Diagnosen tun weh.

Durch eine total verfehlte Immigrationspolitik stoßen hier zwei Kulturkreise in jeweils sehr unterschiedlichen Entwicklungsstadien aufeinander:

• Der abendländisch-christliche Kreis, der in den letzten fünfhundert Jahren mit Renaissance, Aufklärung, bürgerlichen Revolutionen und ihrer Fortschreibung durch die Jahrhunderte einen gewaltigen Sprung nach vorn getan hat.

• Der islamische Kreis, eine Welt, die nach einem Kulturhoch am Ausgang des Mittelalters, von dem Europa nur beschämt werden konnte, auf eine verstörende Weise stagniert (stehen geblieben ist). Anpassungsversuche an die Moderne führen zu schweren Erschütterungen. Dabei zeigt gerade die Türkei auf mannigfache Weise, wie schwer es selbst eine teilsäkularisierte* muslimische Gesellschaft mit Reformen hat.

*Unter Säkularisation versteht man die Trennung von Staat und Religion.

In dieser Auseinandersetzung ist mir unbeabsichtigt eine Schlüsselrolle zugefallen. In einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Kölner DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V.), Bekir Alboga, am 11. März 2007 habe ich vor laufender Kamera den Bau der Köln-Ehrenfelder Großmoschee und Pläne für fast zweihundert weitere Bauten dieser Art zu hinterfragen gewagt.

Die Wirkung war explosiv, der lokale Rahmen sofort gesprengt. Ich bekam Hunderte und Aberhunderte von Briefen, die alle den gleichen Tenor hatten: „Wir sind wie Sie über Erscheinungen der Migrationsszene beunruhigt, wagen es aber nicht, uns öffentlich zu äußern, weil wir dann in die rechte Ecke gestellt werden, wo wir nicht hingehören.“ Unter diesen Briefen, ich habe eine Nase dafür, war kein einziger ausländer- oder fremdenfeindlicher. Ich hatte ausgesprochen, was viele gedacht, sich aber nicht zu sagen getraut haben. Was sich seither zeigte, ist erschreckend: In einer Atmosphäre weitverbreiteter Einschüchterung macht der aus der Nazizeit überhängende Schulddruck es auch den völlig schuldlosen Generationen unserer Gegenwart noch zusätzlich schwer, kritische Fragen zu stellen.

Das aber tut niemand schärfer als Muslime selbst, darunter Muslima wie Necla Kelek oder Seyran Ates, denen niemand Islamophobie vorwerfen kann. Sie sind es, die im Interesse der Integration den Finger in die Wunde legen, wieder und wieder. Kronzeuginnen für Verhältnisse, deren Behebung nur im ureigensten Interesse der muslimischen Minderheit liegen können. Allen voran die inakzeptable Rolle der Frau in der islamischen Gesellschaft, Fokus aller Reformen überhaupt.

Ich bin kein Türkenschreck, kein Anti-Muslim-Guru, ich habe nicht zum Bürgerkrieg aufgerufen. Ich habe durch kritische Fragen dazu beigetragen, einem von feigen deutschen Politikern und integrationsunwilligen Migranten verdrängten und geschönten Problem zu verstärktem öffentlichen Diskurs zu verhelfen.

Muss ich hier gebetsmühlenhaft abspulen, dass in dieser Auseinandersetzung Grundgesetz und Menschenrechte mein Kompass sind? So wie ich mein ganzes Leben gegen Nazismus, Faschismus und Stalinismus gekämpft habe, so werde ich überall da antreten, wo muslimischerseits die Gesellschaftsform angegriffen wird, in der ich mich nach bitteren biografischen Vergleichsmöglichkeiten einzig sicher fühle: in der demokratischen Republik.

Dabei stößt jede pauschale Ächtung, jede generelle Dämonisierung von Muslimen auf meinen Widerstand. Aber wann immer ich mit Riten, Sitten und Gebräuchen konfrontiert werde, die gegen meine Wertewelt gerichtet sind, werde ich auf meiner kulturellen Selbstbehauptung bestehen, so wie es die Schweizer mit ihrer Initiative gegen den Neubau von Minaretten getan haben!

In dieser erkämpften und erlittenen Position bin ich Rassist, Hetzer, Nazi und Judenschwein genannt worden. Neben Morddrohungen im Namen Allahs, die auch einen terrorgewohnten Mann wie mich schocken konnten, obwohl ich mein ganzes publizistisches Leben lang von rechts bedroht worden bin.

Quelle: Giordano verteidigt Schweizer Minarett-Votum

Siehe auch: Nach dem Ja zum Schweizer Minarettverbot: Wir müssen uns nicht schämen!

Information zum Thema Islam
Videos zum Thema Islam

Dienstag, 1. Dezember 2009

Nach dem Ja zum Schweizer Minarettverbot

Wir müssen uns nicht schämen!

Zürich 01.12.2009: Das Ja zum Minarett-Verbot ist ein Ausrufezeichen. Es bedeutet: wir müssen reden! Über das Wie der Integration. Über das Warum der Ängste vor dem Fremden. Ausländerfeindlich, anti-europäisch, intolerant. Was ist gestern international nicht alles auf die Schweiz eingeprasselt! Müssen wir uns für das Ja zum Minarett-Verbot schämen? Nein, wir schämen uns nicht! Das Ja zum Minarett-Verbot ist kein Nein zur Religionsfreiheit, kein Nein zur Gastfreundschaft, auch kein Nein zu Menschen muslimischen Glaubens.

Die Entscheidung ist ein Ausrufezeichen. Es bedeutet: Wir müssen reden! Darüber, woher die Ängste vor einer Islamisierung rühren. Darüber, dass Toleranz keine Einbahnstrasse sein kann. Dass Integration kein Service-Angebot des Staates ist, sondern auch eine Bringschuld der Einwanderer. Und wir brauchen eine klare Antwort auf die Frage, ob die Muslime unsere Rechtsordnung ohne Wenn und Aber akzeptieren. Was mit Kopftuch-Zwang, Verschleierung, der Scharia und über die Idee der Weltherrschaft des Islam.

Nein, wir schämen uns nicht für das Ja vom Sonntag. Es zwingt die Politik, die Besorgnisse der Schweizer endlich ernst zu nehmen. Und mit der Multi-Kulti-Schwärmerei aufzuhören. Das Gerede von einem Rechtsruck der Schweiz ist Unsinn. Und selbst wenn uns das Ja im arabischen Raum wirtschaftlich schadet, unsere Gesellschaft ist keine Firma, die auf Profit aus ist. Wir müssen reden mit den Muslimen. Und sie mit uns.

Worüber wir mit den Muslimen reden müssen

Nach dem klaren Nein zu neuen Minaretten sind sich alle einig, dass man „miteinander reden muss“. Doch worüber ist man sich nicht einig.

Ein Tag nach dem massiven Ja zur Anti-Minarett-Initiative sitzt der Schock in Bundesbern noch immer tief. Und der Bundesrat wird nicht müde, das Volksvotum in der Welt zu „erklären“. Aussenministerin Micheline Calmy-Rey empfing gestern die Botschafter wichtiger Länder der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC1), darunter Saudi-Arabien und Iran. Heute will sie am OSZE-Gipfel (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) reden.

Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf nutzte ihren Besuch in Brüssel dazu, die EU-Staaten zu informieren. Und die diplomatischen Vertreter der Schweiz in den muslimischen Ländern sprachen bei den jeweiligen Aussenministerien vor.

In der Wandelhalle des Parlaments ringt man nach Erklärungen für die Abstimmungsschlappe. Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer verlangt deshalb zu Beginn der Sitzung eine politische Auseinandersetzung über Religion, Toleranz und Integration.

Wie könnte eine solche Debatte denn aussehen? Eigentlich sind es Selbstverständlichkeiten in unserem Land. Und doch glauben viele Bürgerinnen und Bürger nicht, dass sie auch für die Muslime in unserem Land klar sind.

* Wer in der Schweiz lebt, hat die Gesetze und Regeln unseres Landes einzuhalten. Es gelten nicht die Scharia, sondern die Schweizer Gesetze. Parallelgesellschaften werden nicht geduldet.

* Frauen und Männer sind gleichberechtigt. Frauen dürfen weder geschlagen, zwangsverheiratet oder beschnitten werden. Und auch nicht zum Tragen eines Schleiers oder gar einer Burka gezwungen werden.

* Das Schweizer Schulsystem muss respektiert werden. Auch Mädchen müssen in den Schwimmunterricht und ins Klassenlager.

* Imame und Religionslehrer müssen Deutsch können und die Schweizer Gesetze anerkennen.

Darüber, wie diese Forderungen konkret umgesetzt und auch kontrolliert werden können, sind sich die Politiker noch nicht einig. Die CVP (Christlichdemokratische Volkspartei, katholisch) will die Muslime motivieren, sich mehr zu öffnen, denkt aber auch über ein Burka-Verbot nach. Die EVP (Evangelische Volkspartei) plant eine Volksinitiative, die das Christentum als Leitkultur festschreiben soll. Die SP (Sozialdemokratische Partei, gewerkschaftsnah, links) will die Gleichstellung von Mann und Frau vorantreiben. Die Grünen fordern, dass sich die Muslime vereinsmässig besser organisieren. FDP (wirtschaftsliberal) und SVP (Schweizerische Volkspartei, national-konservativ) wollen das Schweizer Recht rigoros durchsetzen.

Hisham Maizar, Präsident der Föderation islamischer Dach­organisationen in der Schweiz klagt: „Wir sind tief betroffen vom Ausgang der Abstimmung“. Er nimmt die neue Islam-Debatte „zur Kenntnis“ und fragt rhetorisch: „An wen richten sich die Forderungen der Politiker? 95 Prozent der Muslime in der Schweiz halten sich ohnehin an den Rechtsstaat!“

Quelle: Nach dem Schweizer Ja zum Minarettverbot

1Laut SpOn (Spiegel-Online) forderte ausgerechnet aus Saudi-Arabien die OIC Muslime in aller Welt zu einer „friedlichen und demokratischen Reaktion“ auf. Ihr Generalsekretär Ekmeleddin Ihsanoglu nannte das Ergebnis der Abstimmung in der Schweiz „enttäuschend und beunruhigend“. Es sei das jüngste Beispiel für das Schüren von Angst vor dem Islam durch fremdenfeindliche Politiker, sagte der aus der Türkei stammende Ihsanoglu. Die westlichen Gesellschaften befänden sich in der Geiselhaft von Extremisten, die Muslime als Sündenböcke ausnutzten, um an die Macht zu gelangen. Er sagte, das Minarett-Verbot sei eine „bedauerliche Entwicklung, die das Bild der Schweiz als ein die Pluralität, Religionsfreiheit und Menschenrechte achtendes Land trübt.“ Über die Pluralität, Religionsfreiheit und Menschenrechte im Gastgeberland Saudi Arabien sprach er nicht. Nicht nur dass dort kein einziges nichtislamisches Gotteshaus gebaut werden darf, sondern schon das Einführen einer Bibel oder Schmuck in Kreuzform im Fluggepäck ist verboten. (Quelle: Die OIC wird immer dreister)

3.000 Muslime terrorisieren koptische Christen in Ägypten

Der Generalsekretär der OIC, Ekmeleddin Ihsanoglu, sprach natürlich auch nicht darüber, dass am 21. November 2009, also etwa eine Woche vor der Abstimmung über das Minarettverbot in der Schweiz, etwa 3.000 Muslime in der ägyptischen Stadt Farshoot, die etwa 300 Meilen südlich von Kairo liegt, und in den benachbarten Dörfer Kom Ahmar, Shakiki und Ezbet Waziri, mindestens 50 Geschäfte von Christen geplündert und angezündet und tausende von christlichen Kopten angriffen und verletzt haben.

Der muslimische Mob plünderte, verwüstete und verbrannte koptisches Eigentum und Grundbesitz für schätzungsweise sechs Millionen ägyptische Pfund (über eine Million Dollar), während die Kopten sich in ihren Häusern versteckten und um ihr Leben fürchteten. Es gibt Berichte, dass viele Kopten angegriffen und verletzt wurden. Nach Augenzeugen verbrannten die Muslime auf der Straße hölzerne Kreuze und riefen dabei Allahu Akbar (Allah ist der Größte.)

Opfer und Augenzeugen sagen, dass fast 3.000 wütende Muslime mindestens 50 Geschäfte von christlichen Kopten, darunter auch Schmuckgeschäfte und Apotheken, plünderten und zerstörten. Der Grund für diese Ausschreitungen liegt darin, dass ein 20-jähriger Christ, der sich nun in Haft befindet, eine Beziehung zu einem 12-jährigen muslimischen Mädchen gehabt haben soll. Der Priester Reverend Benjamin Noshi wurde angegriffen und mit einem Schädelbruch in ein Krankenhaus eingeliefert. Sein Auto wurde vom muslimischen Mob beschädigt. Bis zum Abend wurden die meisten koptischen Geschäfte geplündert und angezündet und viele koptische Familien wurden durch muslimische Anwohner aus ihren Häusern vertrieben.

Der Bischof von Farshoot, Kirollos, sagte, die Anschläge seien definitiv von einem islamischen Institut in Farshoot geplant und vorgeschlagen worden und die Studenten dieses Instituts seien zu dem Angriff auf die Christen motiviert worden. Er wies auch auf die schändliche Rolle der Polizei hin, die trotz mehrfacher Aufforderungen der Opfer, die organisierten Angriffe der Muslime zu beenden, nicht einschritt, sondern ohne Rechtfertigung verschwand. In den frühen Morgenstunden am Montag den 23. November 2009 wurden in dem Dorf Abu Shousha, 15 Meilen von Farshoot entfernt, drei weitere christliche Geschäfte geplündert und angezündet. Außerdem fanden Motag Nacht in dem sieben Meilen entfernten Dorf Al-Arky neue Übergriffe auf koptische Christen statt.

Bei diesen Angriffen wurde deutlich, dass diese organisierte Gewalt in mehreren Dörfern nur verbreitet wurde, um das christliche Leben und die christlichen Geschäfte zu zerstören, während die Polizei zuschaute. In den letzten 90 Tagen gab es bereits sieben ähnliche Überfälle auf christliche Dörfer, wobei fünf koptische Christen getötet wurden. Viele koptische Mädchen und Frauen wurden entführt und mit Unterstützung der ägyptischen Behörden gezwungen, zum Islam überzutreten.

Die „Coptic American Friendship Association“ (CAFA) plädiert an amerikanische und internationale Menschenrechtsorganisationen, die ägyptische Regierung aufzufordern, sofortige Maßnahmen zum Schutz der verfolgten Kopten in Farshoot zu unternehmen, um das Leben und Eigentum der koptischen Christen in Ägypten zu schützen. Die Kopten stellen mit rund 18 Millionen Christen die größte christliche Minderheit im Nahen Osten.

Quelle: Egyptian Muslim Mob Attacks Thousands of Coptic Christians in Egypt

Der Generalsekretär der OIC, Ekmeleddin Ihsanoglu, sprach sicherlich auch nicht über den Fernsehsprecher Ali Sibat, der im November letzten Jahres (2008) in Saudi Arabien verhaftet wurde, weil er im libanesischen Fernsehen Dinge sagte, die der Religionspolizei missfielen. Der Fernsehsprecher Ali Sibat gab generelle Ratschläge über das Leben und machte Zukunftsvorhersagen, die als Hexerei bezeichnet wurden. Dafür wurde er vom Gericht zum Tode verurteilt. Ali Sibat's Vertreidiger sagten aus, dass ihm ein Anwalt in dem Prozess nicht bewilligt wurde und er zu einem Geständnis gezwungen wurde. Ali Sibat ist nicht das einzige Opfer der arabischen Hexenjagd. Allein im vergangenen Monat wurden zwei Männer des Vergehens angeklagt. Ein Angeklagter habe angeblich ein Buch über Hexerei ins Land geschmuggelt. Ein weiterer soll durch übersinnliche Kräfte Eheprobleme lösen und Menschen dazu bringen, sich zu verlieben. Was lernen wir daraus? Wo die Scharia, das islamische Recht gilt, regiert das Mittelalter. (Quelle: Wegen Hexerei zum Tode verurteilt)

Erdogan: „Schweizer Entscheidung ist faschistisch.“

Die österreichische Seite Nachrichten.at berichtet: Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat das Neubau-Verbot von Minaretten in der Schweiz als Zeichen einer „zunehmenden rassistischen und faschistischen Haltung in Europa“ kritisiert. So spricht ausgerechnet Recep Tayyip Erdogan, der im April 1998 wegen „Aufstachelung zur Feindschaft auf Grund von Klasse, Rasse, Religion, Sekte oder regionalen Unterschieden“ zu zehn Monaten Gefängnis und lebenslangem Politikverbot verurteilt wurde, weil er bei einer Konferenz in der ostanatolischen Stadt Siirt aus einem religiösen Gedicht, welches dem türkischen Intellektuellen Ziya Gökalp zugeschrieben wird, folgenden Satz zitierte: „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“ Und da wundert sich der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, dass die Schweizer das Spielchen nicht mitmachen wollen? (Quelle: Erdogan: Schweizer Entscheidung ist faschistisch)

Frauen stimmten gegen Minarette

Interessant ist auch eine Analyse der linken Tageszeitung taz zur Abstimmung über das Minarettverbot in der Schweiz. Die taz schreibt: Ausschlaggebend für die Mehrheit gegen Minarette in der Schweiz war laut Forschern die Zustimmung von linksgerichteten Frauen. Sie wollten ein Zeichen gegen eine autoritäre Kultur setzen. Da stellt sich natürlich die Frage, warum den linken Männern die autoritäre Kultur des Islams so gleichgültig zu sein scheint? Oder sympathisieren sie etwa heimlich damit?

Gab es zulange Frieden auf dem Kontinent?

Diesen Spruch des PI-Mitgliedes Moderater Taliban fand ich einfach köstlich. Darum möchte ich ihn gerne hier mit einfügen: „Der Westen will in Schönheit untergehen und ersticken mit seiner treutriefenden Kuhäugigkeit. Wie hat der Westen es nur geschafft, über Jahrhunderte diese Zivilisation aufzubauen, die fast die ganze Welt gewonnen und geprägt hat? Wie ist diese masochistische Unterwerfungssehnsucht zu erklären? Seit wann ist der Wahnglaube, daß die Löwen bei den Lämmern friedlich schlafen, wenn man sie nur lieb behandelt, zur Staatsräson erkoren worden? Wie sind wir nur in dieses Stadium der Idiotie geraten? Gab es zulange Frieden auf dem Kontinent? Sind wir durch Erfolg zur Strafe mit einem weichen Keks gesegnet worden?“

Siehe auch: Hartmut Krauss, Dr. Necla Kelek, Alice Schwarzer, Roger Koeppel, Prof. Dr. Christine Schirrmacher und Ralph Giordano zum Minarettverbot.

Information zum Thema Islam
Videos zum Thema Islam

Samstag, 28. November 2009

Neonaziterror in Dortmund

Was die Folgen von Arbeits- und Perspektivlosigkeit sind, kann man in Dortmund-Dorstfeld sehr gut beobachten. Dort entwickelt sich die rechtsradikale Szene immer stärker. Es ist wohl davon auszugehen, dass die Rechtsradikalen sich in den nächsten Jahren auch in anderen Städten immer weiter ausbreiten. Diese Entwicklung ist nicht nur in Deutschland zu beobachten, sondern auch in anderen europäischen Staaten. Ich vermute, dass einer der wesentlichen Gründe für das Erstarken der Rechtsradikalen die unkontrollierte Einwanderung der überwiegend muslimischen Migranten, die vollkommen gegen den Willen der Mehrheit der deutschen Bevölkerung geschieht (die der deutschen (europäischen) Bevölkerung ohne zu fragen aufgezwungen wird), ist.

In England kann man beobachten, dass die rechtsextreme Partei der „British National Party” (BNP) immer stärkeren Zulauf und Zuspruch erhält. Im Mai 2010 sind in Großbritannien Parlamentswahlen und es ist damit zu rechnen, dass die BNP ins britische Parlament einziehen wird, denn bereits bei den Europawahlen im Juni 2009 gelang ihr erstmalig der Einzug ins Europaparlament. Die Politiker der europäischen Staaten können natürlich weiterhin, wie sie es in den vergangenen Jahren auch getan haben, vor den Folgen der unkontrollierten muslimischen Einwanderung die Augen verschließen und den berechtigten Wunsch, besonders der jungen Leute, nach einer gesicherten und erstrebenswerten Zukunft, ignorieren. Aber die Rechnung werden sie eines Tages präsentiert bekommen. Hier nun der Film vom WDR (Westdeutscher Rundfunk) über die Zustände in Dortmund-Dorstfeld:





Wie die Zustände in London mittlerweile aussehen, zeigt ein Video der BNP. Diese Zustände werden leider nur von der BNP angesprochen, weil sie von den etablierten britischen Parteien entweder verschwiegen oder unterstützt werden. Das Video zeigt die Zustände in der Nähe des Wembley-Stadions im Londoner Stadtteil Brent. Schaut es euch selber an.



Darum ist es auch kein Wunder, wenn die 2009 gegründete islamkritische Organisation der English Defence League (EDL), die sich allerdings genau so entschieden gegen die Neonazis ausspricht, gegen die Zustände in Großbritannien demonstriert. Sie haben vor allem von jugen Leuten, die sich durch die muslimische Einwanderung, um ihre Zukunft betrogen fühlen, regen Zulauf. Hier ein Video einer Demonstration der EDL vom 10. Oktober 2009:



Abschließend noch einige Bilder vom muslimischen „Opferfest”, den die DITIB, die „Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.”, auch in Deutschland zum verpflichteneden Feiertag für alle machen möchte. Unterstützt werden sie dabei von Ruprecht Polenz von der CDU und von Hans Christian Ströbele von den Grünen. (Quelle: Frohe Festtage)



Information zum Thema Islam
Videos zum Thema Islam

Mittwoch, 25. November 2009

Gewalt gegen türkische Frauen - Wie eine Sklavin gehalten

Kassel - 24.11.2009: Eine 27-jährige Türkin lebt nach einem Martyrium im Kasseler Frauenhaus. Sie hat riesengroße braune Augen, doch sie wirken leer. Rastlos. Nie kann sie den Blick lange an einem Punkt halten. Die 27-jährige Arzu (alle Namen der Betroffenen geändert), lebt seit Februar mit ihren beiden Kindern im Kasseler Frauenhaus. „Sie hat in der Türkei so ziemlich jede Form von Gewalt erlebt, die man sich vorstellen kann“, sagt Irmes Schwager, Mitarbeiterin im Frauenhaus.

Mit 14 wurde sie von einem 20-jährigen Mann vergewaltigt. „Ali war öfter zu Besuch bei unseren Nachbarn“, flüstert die junge Frau. Er hielt bei ihren Eltern um ihre Hand an. Die lehnten ab. Er komme aus nicht standesgemäßen Verhältnissen. Doch Ali erzählte ihren Eltern, dass sie keine Jungfrau mehr sei.

„Ich musste mit meiner Familie zum Frauenarzt“, flüstert Arzu. Daraufhin musste sie mit 14 Jahren ihren Peiniger heiraten. Ihre Familie wechselte aus Schande den Wohnort und brach den Kontakt zu ihr ab. Arzus Martyrium beginnt. „Ich wurde von Alis Familie wie eine Sklavin gehalten“, sagt sie. Putzen, kochen, waschen und auf dem Feld arbeiten. Gehorcht sie nicht, bekommt sie Schläge. Sie wird schwanger. Verliert aber das Kind.

Sie wird eingesperrt, darf nirgends mehr allein hin. Sie wird, wieder nach einer Vergewaltigung durch Ali, schwanger. Cam, ihr Sohn, der heute zwölf Jahre alt ist, kommt zur Welt. Ali trinkt, betrügt und schlägt sie. „Seine Familie fand das männlich“, sagt sie.

Sie versucht, sich mit Tabletten das Leben zu nehmen. Ali findet sie. Im Krankenhaus wird ihr der Magen ausgepumpt. „Das Erste, was ich hörte, als ich wieder aufwachte, waren Alis Schreie auf dem Flur. Ich dachte nur, oh nein, ich lebe noch“, sagt sie weinend. Was sie da noch nicht wusste, dass Selbstmord in der Türkei strafbar ist. „Ich bekam dadurch noch eine Anzeige wegen versuchtem Selbstmord“, sagt sie.

Jahre der Folter und Qual

Jahre unglaublicher Qualen vergehen. Arzu wird wieder schwanger. „Ich habe mir die ganze Zeit gewünscht, das Baby würde sterben“, haucht Arzu. Während der Schwangerschaft bekommt sie Lähmungen in den Armen, kann sich nicht rühren. Ihr kleiner Sohn füttert sie. „Ich konnte wegen der Schwangerschaft nicht operiert werden“, sagt sie. Das sei die einzige „prügelfreie Zeit“ ihres Lebens gewesen. Tochter Necla kommt gesund zur Welt. Fluchtgedanken kommen auf. Nachbarn erzählen ihr von Deutschland und den Rechten, die Frauen dort haben.

Dann geht alles ganz schnell. Mit gefälschten Papieren gelingt ihr die Flucht. Sie kommt in einem Asylbewerberheim unter. Ein paar Monate des Aufatmens. Arzu lernt eine iranische Familie kennen, die ihr unter die Arme greift. „Mein Sohn war eifersüchtig auf die ersten Freundschaften meines Lebens“, sagt sie. Er ruft den Vater in der Türkei an. „Eine Woche später stand er vor meiner Tür im Heim“, sagt sie mit tränenerstickter Stimme. Er schlägt sie krankenhausreif. „Von da an floh ich von Frauenhaus zu Frauenhaus.“ Jetzt ist sie in Kassel. Ihr erster Asylantrag wurde abgelehnt. Seit März wartet sie nun. „Wenn ich zurück in die Türkei muss, bedeutet das mein Ende“, sagt Arzu weinend.

Von Meryl Szerman

Quelle: Wie eine Sklavin gehalten

Soweit also der Artikel über die Gewalt, die viele Frauen in türkischen Familien erfahren. Man kann generell sagen, dass diese Gewalt in vielen muslimischen, besonders in arabischen Familien, alltäglich ist. Wer dieses vertiefen möchte, den möchte ich auf die Studie des „Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen e.V.“ (Dr. Christian Pfeiffer) hinweisen. Im Zusammenhang mit dem obigen Artikel fiel mir ein Artikel aus der Sueddeutschen vom 12.06.2009 wieder ein, in dem es heißt: „Mehreren Untersuchungen zufolge werden 40 Prozent der türkischen Frauen Opfer häuslicher Gewalt, nur wenige gehen zur Polizei.“

In dem Artikel der Sueddeutschen heißt es: „Das Urteil (vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte) und der traurige Fall der Familie Opuz, der ihm zugrunde liegt, haben in der Türkei eine neue Debatte über Männergewalt ausgelöst. Und über eine Polizei und Justiz, die solche Gewalt auch nach vorbildlichen Gesetzesreformen noch immer viel zu oft tolerieren. Klägerin war die heute 37-jährige Nahide Opuz aus Diyarbakir. Ihr Mann hatte sie über Jahre hinweg verprügelt, später mit dem Messer verletzt, dann sie und ihre Mutter mit dem Auto angefahren, und jedes Mal, wenn seine Frau ihn angezeigt hatte, ließ ihn die Justiz mit einer Geldstrafe wieder laufen. Als Ehefrau und Mutter schließlich im Jahr 2002 in eine andere Stadt fliehen wollten, da erschoss der Mann die Mutter.“

In der Zeitschrift Politische Studien 401 der Hanns Seidel Stiftung heißt es: „Nach einer wissenschaftlichen Untersuchung des Psychologen Erdinc Öztürk vom gerichtsmedizinischen Institut in Istanbul schlagen 90% der türkischen Ehemänner ihre Frauen mehr oder minder regelmäßig. Zugeschlagen wird mit Hand, Faust oder Gegenständen. Dabei gibt es wenig Unterschiede zwischen den Schichten. Geschlagen wird überall, sowohl im illegalen (slumartigen) Gecekondu-Viertel als auch in der Villa mit Blick auf den Bosporus. Wohlhabende Akademiker neigen zudem eher dazu, bis ins hohe Alter ihre Frauen zu schlagen. Im Allgemeinen wird in den ersten drei Ehejahren am häufigsten zugeschlagen: zu 90% in Elendsvierteln, zu 78,6% in bürgerlichen und besseren Haushalten. Nach den Gründen für ihr Verhalten befragt, sagten die meisten, dass sie die Kontrolle verloren hätten, andere gaben unverhohlen zu, dass sie das Recht dazu hätten.“

Anmerkung: Dieses Recht gibt ihnen der Koran. In Sure 4,34 heißt es: „Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die Gehorsamen und diejenigen, die (ihrer Gatten) Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren. Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch dann gehorchen, so sucht gegen sie keine Ausrede. Wahrlich, Allah ist Erhaben und Groß.“

So sehr ich es auch verstehen kann, dass diese geschlagenen und gedemütigten Frauen zusammen mit ihren Kindern aus ihren Heimatländern nach Deutschland fliehen, um sich der Gewalt zu entziehen, so möchte ich doch darauf hinweisen, dass Deutschland überfordert wäre, alle diese Frauen und ihre Kinder aufzunehmen. Ebenso wäre Deutschland überfordert, alle Migranten, die in Deutschland Asyl beantragen, aufzunehmen. Schließlich kann man Deutschland nicht für die Probleme der ganzen Welt verantwortlich machen. Es wird sicherlich viele Gutmenschen geben, die selbstverständlich sagen, dass es unsere Pflicht sei, sich um diese Frauen und ihre Kinder zu kümmern, ihnen also die Einwanderung zu ermöglichen. Was sie dabei allerdings nicht bedenken und wahrscheinlich auch gar nicht sehen wollen, sind die ganzen Probleme, die diese Menschen mit in unser Land bringen. Ausserdem kann Deutschland (Europa) nicht die Probleme der ganzen Welt lösen.

Ich fand es sehr interessant, wie die Leser von PI (Politically Incorrect) den obigen Artikel kommentierten. Deshalb möchte ich einige Leserkommentare hier einfügen.

fritzchen (aus der Sueddeutschen): Frauen aller Länder vereinigt EUCH. Ihr habt mehr Macht als Euch bewusst ist! Solidarisiert Euch miteinander und kämpft gegen die Ungerechtigkeiten, die Frauen überall auf der ganzen Welt geschehen.

Nun die Kommentare von PI:

#2: So ein Leidensweg gönnt man selbstverständlich keinem, aber die ganze Kultur in der Türkei ist ein Leidensweg für die Bevölkerung. Wir können schließlich nicht jeden aufnehmen. Und wenn wir sie doch aufnehmen, wird sie sich schnell mit ihrem „Ehemann“ vertragen und ihn auch, wegen Familienzusammenführung, nach Deutschland holen.

#3: wie du recht hast! ich habe früher berufsbedingt tausende von ausländerakten gelesen, und man glaubt es nicht, wieviele von solchen „horrorgeschichten“ es dort gibt, die sich dann auf eine wundersame weise in eine unverbrüchliche liebe zwischen den beiden verwandeln sobald die frau eine unbefristete aufenthaltserlaubnis hat… schelm wer dabei böses denkt.

#6: Und schon haben wir 4 Personen mehr, die bis zum 89. Geburtstag von uns liebevoll versorgt werden müssen. Bald wird die ganze Türkei auf der Matte stehen. Laut einer Studie RTL kostet eine Person bis zum 50. Lebensjahr um die 495.000 Euro. http://www.rtl.de/extra/extra_991649.php* (Anmerkung: Und dann kommt natürlich noch die Rente hinzu.)

*Anmerkung: Die Webseite von RTL ist mittlerweile gelöscht. Aber im Cache von Google fand ich noch folgende Information, die mittlerweile auch auf anderen Webseiten zu finden ist:

„Was genau kostet ein Mensch, der von Hartz IV abhängig ist im Vergleich zu einem arbeitenden Durchschnittsbürger die gesamte Gesellschaft? Mit Hilfe der Haushaltswissenschaftlerin Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe, die auch zum Kompetenzteam von Familienministerin Ursula von der Leyen gehört, stellt „Extra“ am Beispiel des Modellkindes „Petra“ eine erstaunliche Rechnung auf. Das Ergebnis ist schockierend, denn statistisch betrachtet, zahlt die Allgemeinheit 444.495 Euro für ein Leben mit dem Nötigsten in Armut bis zum 50. Geburtstag.

So genau wurde das noch nie zuvor ausgerechnet. Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe erstellte anhand statistischer Daten die Biografie der alleinerziehenden „Petra“: Sie wird in Armut geboren, macht, wie viele dieser Teenager, keine Ausbildung und findet deshalb keine Arbeit. Sie bekommt ein Kind, bleibt bis zum 50. Geburtstag in Hartz IV und kostet bis dato den Steuerzahler knapp eine halbe Million Euro. Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe: „Ich war ehrlich gesagt von dem Ergebnis selbst überrascht. Das heißt nicht, dass man damit üppig leben kann. Es ist ein ausgegrenztes Leben und im Grunde genommen verwaltete Armut.“ Zum Vergleich: Petra wächst in der unteren Mittelschicht auf. Sie macht eine Ausbildung als Altenpflegerin und setzt nach der Geburt ihres Kindes nur kurz aus. Sie kostet nichts und bringt dem Staat fast eine Viertel Million Euro an Steuergeldern ein.“

#7: Woher das Geld zur Reise? Der Sohn verpfeift sie? Woher hat der Vater die Einreisegenehmigung? Von was lebt der Vater hier? Wieder 4 Problemfälle mehr!

#8: Diese Frau duerfte endgueltig kuriert sein von den Segnungen tuerkisch-islamischer „Kultur“. Sie kann ein wertvolle Mitstreiterin werden im Kampf gegen diese totalitaere menschenrechtsverachtende Ideologie.

#9: Die Verfolgten der ismalischen „Ehre“ allesamt nach Deutschland zu holen, kann nicht die Lösung sein. Sorry, ist einfach so.

#10: Wieder 4 Problemfälle mehr! Ganz richtig. Eine schlimme Geschichte, aber auch ich habe da berechtigte Zweifel. Es geht nicht an, daß wir alle Türkinnen, die zu Hause maltraitiert werden, hier mitsamt ihren Kindern aufnehmen; außerdem sind im Zuge des „Familiennachzugs“ dann bald der angeblich so schlimme Ehemann samt Geschwistern, Eltern, Schwiegereltern, Großeltern…. da. Bei 4 weiteren bis zum seligen Ableben zu alimentierenden Personen aus einem uns feindlich gesonnenen Kulturkreis bleibt es da garantiert nicht.

Es wäre interessant, den „Werdegang“ der Familie weiter zu beobachten. Dazu paßt auf akte-islam.de die Nachricht, daß ein bereits seit 36 (!!!) Jahren hier wohnender, kein Wort Deutsch sprechender, arbeitsloser Analphabet aus Tunesien nun, nachdem sich ein SPD-Ex-Abgeordneter (der ehemalige Ulmer SPD-Landtagsabgeordnete Eberhard Lorenz) für ihn gutmenschlich eingesetzt hat, weiterhin in Deutschland bleiben und dort seine von uns bereitzustellende Rente genießen kann. Meine Wut wächst von Tag zu Tag.

#11: Meine Frau hatte auch eine deutsche Bekannte im Münchner Frauenhaus. Das man durch den Aufenthalt im Frauenhaus schnell zu einer Aufenthaltserlaubnis und der Sozialwohnung kommt, war dort unter den „Bosnierinnen“ (Zigeunerinnen aus dem Kosovo) und Türkinnen ein offenes Thema. In den Abendstunden und Wochenenden standen dann die „Gepeinigten“ in den Seitenstraßen mit ihren Mercedes-BMW-Familien. Innerhalb weniger Tage gabs dann vom Wohnungsamt die zweite Sozialwohung (zum Untervermieten an „Betriebsangehörige“ der Familienbäckerei, Klaufamilie aus dem Kosovo oder des eignenen türkischen Reinigungsbetriebs).

So ähnlich soll das hier ablaufen. Und schnell wird ein Ali aus der Türkei nachgeheiratet. Der Moslem arbeitet europaweit nach einem ähnlichen Strickmuster. Wenn irgendwo etwas geklappt hat (Schweden, Österreich, NRW, Berlin …) wird das irgendwo anders genauso mit regionalen Verfeinerungen durchgezogen.

Ich erinnere nur an die sogenannten „Massenvergewaltigungen“ im Balkan-Krieg, mit denen die „Vergewaltigten“ einen sicheren Aufenthaltsstatus erhielten. Tatbeteiligte: Moslems aus Bosnien und dem Kosovo. In der Kripo war das ein offenes Geheimnis, daß diese „Geschichten“ meist erlogen sind, um der Arbeitsaufnahme zu entgehen (Depressionen, Bürgerkriegstrauma) und einen sicheren Aufenthaltstitel zu erlangen.

#12: Ganz so ähnliche Fälle kenne ich auch aus dem österreichischen Bundessozialministerium. Da gab es ebensolche Geschichten mit heulenden Weibern aus dem Kosovo und auch anderen islamischen Ländern. Die (Beamten) wollten nicht sehen, wie sie angelogen wurden. Ein trauriger Haufen Beamter, die zu blöd sind und wenn einer doch was sagte, wurde er von den anderen Kollegen „ruhig gestellt“. Er machte keinen Mucks mehr und schwieg. Kritik ist und war ein Fremdwort. Kein Wunder das sich die Asylbetrüger so einfach durchsetzen.

#15: Völlig kranke Zustände – bis zum abwinken. Man muss sich das mal überlegen. Da kommt also ein Typ daher, will die Tochter heiraten und wird abgelehnt. Bis hierhin will ich nichts einwenden. Um das Mädchen dennoch zu bekommen vergewaltigt er sie und beschwert sich bei den Eltern darüber, dass sie keine Jungfrau mehr ist, eben weil er sie vergewaltigt hat. Als Lohn für die Vergewaltigung darf er sie nun doch heiraten.

KAPUTTER GEHT ES NICHT.

Und solche Leute nehmen den Begriff „Ehre“ in den Mund?! Um der Schande (für die Familie) fehlender Jungfräulichkeit zu entgehen, wird die Tochter mit dem Vergewaltiger verheiratet. Hätte die Familie einen Hauch von Ehre, die diesen Namen verdient, dann würde sie die Tochter nicht dem Mistkerl überlassen, der bewiesen hat, dass er sowohl das Mädchen als auch dessen Familie verachtet.

Jetzt fehlen nur noch ein paar Multikulturalisten, die uns erzählen, dass man das wertneutral zu sehen habe und diese Menschen eben eine andere (natürlich völlig gleichwertige) Kultur haben.

O tempora, o mores. (latein: „O Zeiten, o Sitten!“)

#16: Wenn ich das hier so lese, kann ich die Zweifel einiger Kommentatoren gut nachvollziehen. Es sind einfach zuviel schlechte Erfahrungen gemacht worden bezügl. der Erschleichung einer Aufenthaltserlaubnis. Es ist traurig, das man so etwas denkt, wenn man von diesem Schicksal liest. Aber leider nicht unrealistisch. Ich selbst erinnere mich an Zeiten an denen „eingebildete Kranke“ die Krankenhausstationen füllten, das Personal nannte es das „Balkan Syndrom“ (das war bevor dieser Begriff eine andere Bedeutung bekam). Depressionen waren auch immer ganz klasse zu simulieren („Südländer“ haben echt Talent), ist nur scheisse wenn man die Leute dann Abends in einer Kneipe trifft, selbst schon erlebt. Wie gesagt, ein Generalverdacht ist immer blöd aber wem kann man das verdenken, angesichts der vielen (negativen) Erfahrungen! Lügen und Betrügen gegenüber Ungläubigen ist erlaubt, religös legitimiert. Mittlerweile wissen das auch die Ungläubigen. So leidet vielleicht manch muslimische Frau doppelt unter dem Islam, was für eine Scheisse.

#22: So einen Fall muss man sorgsam prüfen und wenn die Dame es ernst meint, dann kann sie sich auch hier scheiden lassen, so dass der Familiennachzug nicht mehr geht. Danach sollte sie auch bleiben dürfen, wenn sich ihre Geschichte als wahr erwiesen hat.

#28: Ein Vorschlag! Um eine nachhaltige Änderung in der Türkei zu forcieren, sollte man der Frau eine türkische Rechtsanwältin zu Verfügung stellen. Diese könnte medienwirksam eine Scheidung mit allem Zinober durchsetzen und der armen Frau eine neue Perspektive in der Türkei ermöglichen. Ein Leben im eigenen Land ist immer besser als in der Fremde!

Deutschland mag ein Fluchtpunkt sein um sich „kurzfristig“ in Sicherheit begeben zu können. Dies sollte aber keinen Daueraufenthalt rechtfertigen oder in irgendeiner Art und Weise begründen. Lasst uns eine Interessengemeinschaft für diese Dame gründen mit dem Ziel, Sie als freie (geschiedene) Frau in ihr Heimatland zurückkehren zu lassen. Der Noch-Ehemann sollte aufgrund der Vergewaltigung einer Minderjährigen (seiner Frau), sowie der ständigen Prügeleien, ein EU-Einreiseverbot erhalten.

#35: Das Schicksal dieser Frau tut mir leid! Aber wenn wir jetzt auch noch ein Asyl für verprügelte Türkinnen einrichten (Islam ist Frieden) dann haben wir bald 40.000.000 (40 Millionen) Einwohner und Sozialhilfeempfänger mehr. Eine Umfrage hier in einer linken Tageszeitung unter türkischen Frauen hat ergeben, dass 80% der Frauen teilweise regelmäßig verprügelt werden (Islam ist Frieden). Wieso läßt man eigentlich so einen rabiaten und schwerkriminellen Türken zu Prügelorgien einreisen?

#41: Tja, und wenn ihre Kinder groß wachsen, dann sind wir in ihren Augen die bösen, rassistischen Europäer, und die europäischen Frauen werden sie als Huren beschimpfen. Sorry aber das erlebt man doch tagtäglich. Menschen aus der ganzen Welt kommen zu uns aus schwierigsten Verhältnissen in die Freiheit und (einigermaßen) Gleichberechtigung. Und ein paar Jahre danach scheinen sie zu vergessen, von was für Umständen sie gekommen sind, und fangen an mit den Forderungen und damit, unsere Welt und Kultur zu zerstören. Ich habe kein Vertrauen mehr in diese Menschen. Ich glaube, Europa sollte die Tore dicht machen und dann bemerken diese Menschen, dass sie selber was bewegen müssen, um die selbe Freiheit zu genießen. Unsere Vorfahren haben unsere Freiheit mit ihrem Blut erkämpf. Ich persönlich wäre auch jederzeit bereit, diese Freiheit mit meinem Blut zu verteidigen. Aber ich bin nicht bereit, das Ganze hinzuschmeißen, um zu zeigen, wie tolerant wir denn sind… christliche Werte hin oder her…

Die „Ehre” und die Prügel

Hennamond-Autorin Sonja Fatma Bläser hielt ein leidenschaftliches Plädoyer für die Rechte der moslemischen Frauen. Mit klaren Worten, doch ohne dabei Vorurteile zu schüren, verblüffte Sonja Fatma Bläser ihr Publikum im Perspektivhaus an der Molkerei. Anlässlich des Tages der Gewalt gegen Frauen hatten Gleichstellungsstelle, Frauenhaus und Perspektivhaus die Autorin eingeladen.

Die zierliche Frau kündigte schon vorweg ein Hin- und Herspringen zwischen den drei Reizworten „Gewalt”, „Zwangsheirat” und „Ehrenmord” an, denn die seien „nicht voneinander zu trennen”. Bekannt geworden ist die Tochter einer Kurdin und eines Türken mit dem zunächst unter einem Psseudonym veröffentlichten Buch „Hennamond”, in dem sie eigene Gewalt- und Unterdrückungs-Erfahrungen aufgeschrieben hatte. Heute ist Sonja Fatma Bläser als Migrationshelferin in Kindergärten, Schulen und Behörden unterwegs und leitet Fortbildungen bei Polizei und Justiz.

Ihr Vortrag war nicht nur eine Situationsbeschreibung wie es heute „in der dritten Generation der Migranten aussieht”, sondern auch düstere Bestandsaufnahme von Gewalt, Demütigung und Unterdrückung gegen Mädchen und Frauen in den eigenen Familien. „Ich habe gedacht, das war vor 20 Jahren so und ist heute vorbei, aber dem ist leider nicht so.” In ihrer Beratungsstelle in Leverkusen wird sie mit Zuständen in islamischen Familien konfrontiert, die sie ähnlich selbst erlebt hatte.

Sie hörte von Mädchen, die im Namen der „Familienehre” mit Gürteln, Stöcken, Besen, Kabeln und Aschenbechern geschlagen wurden. Zigaretten wurden auf ihrer Haut ausgedrückt, sie wurden gewürgt, bespuckt oder mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen „um ihnen die Flausen aus dem Kopf zu jagen”. Das islamische Rollenverständnis sehe die absolute Unterwerfung der weiblichen Familienmitglieder vor.

„Wie weit sind wir in Deutschland mittlerweile gekommen? Mädchen nehmen in Burkhinis (Mischung aus Burkha und Bikini) am Schwimmunterricht teil!” Der Fehler liegt nach Meinung von Sonja Fatma Bläser in einer falschen Auslegung der Religionsfreiheit. „Im Namen der Religion wird das Grundgesetz missachtet, werden Menschrechte mit Füßen getreten, das dürfen wir nicht zulassen”, forderte sie. Sie erschütterte mit Berichten über Zwangsverheiratungen, wohlgemerkt, in Deutschland, von zwölfjährigen Mädchen, die ein Geistlicher in der elterlichen Wohnung traut. „Nach außen streiten sie natürlich alles ab.”

„Wofür haben die Frauen hier in Deutschland eigentlich damals gekämpft?” Doch auch Männern gehe es nicht gut. „Denn wer nicht beherrschen oder herrschen will, der gilt als Schwächling und wird ebenfalls schlecht behandelt”, weiß sie von jungen Männern, die ihre Beratungsstelle aufsuchen. Ihren leidenschaftlichen Vortrag ergänzte Sonja Fatma Bläser durch die Lesung einzelner Episoden ihres ersten Buches: Sie machte klar, warum ihr diese Missstände so zu Herzen gehen: Sie hat alles selbst erlebt und es mit letzter Kraft geschafft, sich daraus zu befreien.

Quelle: Die Ehre und die Prügel

Zum Thema „Gewalt gegen türkische Frauen“ passt auch sehr gut das folgende Video:



Information zum Thema Islam
Videos zum Thema Islam

Montag, 23. November 2009

Sexuelle Revolution im Iran

Die Spannung liegt über der Stadt wie eine silbrige Knisterfolie. Sie macht nervös und aggressiv wie ein peinigender Summton und bringt die Menschen dazu, sich in den Nächten schlaflos hin und her zu wälzen. Seit Jahren hält die Spannung die iranische Hauptstadt im Griff, eine Stadt voller schöner, junger Menschen. Neugierig und ahnungsvoll, schüchtern und begierig, brennen sie auf das, was ihnen verweigert wird, untersagt vom islamischen Staat und von ihren Vätern. Teheran ist eine Stadt voller heimlicher Sehnsüchte, voller handgreiflicher Anmache und anzüglicher Blicke. Überall quillt es hervor, das Verbotene, das Unbekannte: Den ganzen Tag über bis tief in die Nacht sind die Straßen, die Einkaufspassagen und Parks voller junger Leute auf der Suche nach Gelegenheiten, nach einem Blick, einer Berührung, einer Telefonnummer, die auf einem Zettel zugesteckt wird. Eine Spannung liegt über Teheran tagaus, tagein, unerträglich anschwellend zum Wochenende hin, und nur etwas nachlassend in den großen Neujahrsferien im Frühjahr, wenn alle nach Norden ans Kaspische Meer fahren.

Drei junge Frauen hängen im Café einer Einkaufspassage herum: die Haare toupiert, das Make-up üppig und düster, die Lippen dunkelrotglänzend, die Nägel schwarzgrün lackiert, die Schuhe mit Absätzen, als seien sie dafür gemacht, etwas zu zertreten. In ihren Blicken eine Mischung aus Langeweile, Trotz und Aufschrei: Seht uns an! Es gab eine Zeit, da wischten Sittenwächterinnen den Frauen mit der Faust das Rot von den Lippen, irgendwo gibt es das auch heute noch, aber es nützt wenig, seit die Frauen aus ihren Häusern gekommen sind und das, was sie ihr „Recht auf Sexualität“ nennen, demonstrativ nach außen tragen. Sie zeigen es mit ihrer aufreizenden Kleidung, den engen Mäntelchen, mit ihren herausfordernden Blicken, dem lasziven Gang, sie zeigen es in der Art, wie sie die Beine übereinanderschlagen und ihre Zigaretten halten. Alles an ihnen widerspricht dem Diktat der Unscheinbarkeit, die die Islamische Republik mit ihren Sittengesetzen verordnet hatte. Der Koran hat nicht unrecht, die Anziehungskraft der Frauen zu fürchten. Diese sind gefährlich: so aggressiv verführerisch, so wütend und verzweifelt.

„Ich bin ein freies Mädchen“

Mina hat eine gute Viertelstunde zugehört, bevor sie ihrem Freund ins Wort fällt, eine gute Viertelstunde, in der es um Politik und Protest und Mäßigung und Reformen ging. Dann fährt sie dazwischen: „Das ist Männergelaber“, sagt sie. „Als Frau will ich, dass sich grundsätzlich etwas ändert.“ Dann kommt ihre Viertelstunde. Das Kopftuch muss weg, arbeiten will sie, „nicht zu Hause sitzen und malen“. Sie will ausgehen und Männer kennenlernen und Spaß haben. Sie ist 25, und eigentlich tut sie all das, tut sie alles, was sie will, seit Jahren. Aber sie will mehr: Sie will es offen tun und nicht im Verborgenen. „Wir haben ein Recht“, sagt sie. Und: „Ich will kämpfen.“

Seit fast zehn Jahren ist Mina mit Männern zusammen, „mit traditionellen, mit normalen, mit freien. „Ich bin ein freies Mädchen.“ Sie wohnt noch zu Hause, aber ihre Eltern, eine Familie der oberen Mittelschicht aus der Provinzhauptstadt Schiras, brauchen nichts zu wissen. „Ruhig sein und sich amüsieren“ ist ihre Devise. Anfangs waren die Freundinnen entsetzt. „Niemand wird dich heiraten!“, jetzt machen sie es alle so.

„Enghelabe-dschensi“, sexuelle Revolution nennen die jungen Leute das, was seit einigen Jahren in Iran passiert. Sie setzen der offiziellen (islamischen) Revolutionspropaganda, hohl und repressiv, ihre eigene private Revolution entgegen. Der Protest, der in der Politik brutal unterdrückt wird, wird im Privaten gelebt. Überall da, wo das islamische System ins Leben hineinherrscht, regt sich Widerstand: am Körper, in der Kleidung, in der Liebe. Ständig, täglich verstoßen sie gegen das Verbot von außerehelichen Beziehungen und leben damit ihre Wut. Sex wird zum Protest. „Wir wollen damit zeigen, dass wir nicht zum System gehören, dass wir da nicht mitmachen“, sagt Mina.

Auf Gefühle wird keine Rücksicht genommen

Im Sommer, bei den Demonstrationen um die Präsidentenwahlen, kam diese sexuelle Revolution hinaus auf die Straße. Die Begeisterung und Erregung, die der blässliche Reformkandidat Mir-Hussein Mussawi (von 1981 bis 1989 Premierminister) in seiner kurzen Wahlkampagne auf sich zog, war nicht nur politisch. Protest wurde zur Lust. Und die islamische Staatsmacht schlug genau dort zurück: Die Knüppeleien der Basitschi, der Volksmilizen, waren von groben sexuellen Beschimpfungen begleitet. Verhaftete in den Gefängnissen wurden vergewaltigt. „Du wolltest deine Stimme zurück? Hier hast du sie!“, hätten ihre Peiniger dabei zu ihr gesagt, berichtet eine junge Frau in ihrem Blog. Auch das ist Teil der Revolution: dass zum ersten Mal offen über die Vergewaltigungen gesprochen wird, dass einige Opfer die Scham überwunden und es gewagt haben, ihre Verletzungen öffentlich zu machen, dass Oppositionsführer Mehdi Karrubi Aufklärung verlangt hat und es einen Untersuchungsausschuss im Parlament gibt.

Die Sexualität ist zum Schlachtfeld geworden, aber die Liebe blieb auf der Strecke. Das traditionelle Tabu wird mit so viel Gewalt gebrochen, dass auf Gefühle keine Rücksicht genommen werden kann. Noch immer ist die Sexualität von großer Dunkelheit umgeben, weiß kaum einer der jungen Leute wirklich etwas darüber. „Wegen der Tradition sind wir alle wild auf etwas, von dem wir nicht wissen, was es ist“, sagt Mina.

Trotzdem brennen die Frauen darauf zu sprechen, auch solche, die traditioneller leben als Mina: Roja und Lili zum Beispiel, beide unberührt, beide 23, die ihren Eltern irgendeine Lüge aufgetischt haben, damit man sie aus dem Haus ließ. „Sie sperren uns ein, wir langweilen uns zu Tode.“ Ihre Väter versuchen, ihnen Angst zu machen, damit sie nicht aus dem Haus gehen: Auf der Straße ist es gefährlich, wenn du rausgehst, wirst du sterben. Die Väter können den Töchtern nicht mehr vertrauen.

Sie ahmen nach, was sie in Pornofilmen sehen

Roja und Lili wollen nur eins: unabhängig sein, arbeiten, um unabhängig zu sein, unabhängig von der Familie, unabhängig von einem Mann. Sie haben das Leben ihrer Mütter gesehen, die verschlossenen Türen, die Schläge. Sie sind hin- und hergerissen zwischen der Moral, die sie noch achten, und ihrem Aufbegehren gegen die ständige Gängelung. Wenn sie sich vor der Ehe mit einem Mann einlassen, wird es nicht aus Liebe geschehen, sondern aus Trotz. Niemand hat mit ihnen je über Sexualität gesprochen, nicht in der Schule und nicht zu Hause, auch ihre Mütter nicht, die erste Menstruation traf sie unvorbereitet. „Wir müssen uns alles zusammenreimen.“ Sie suchen im Internet, immer mehr junge Leute auch in Pornofilmen, ahmen dann das, was sie dort sehen, nach und halten es für Liebe.

Irgendwie finden Roja und Lili es richtig, als Jungfrau in die Ehe zu gehen, aber auch ihre Lippen sind zu rot, als dass es nicht um Werbung ginge. Von den Männern erwarten sie nichts Gutes: „Sie denken nur an Sex, und wenn das Mädchen nicht gleich will, verlieren sie das Interesse. Sie wollen mit möglichst vielen ins Bett, aber wenn sie heiraten, soll es eine Jungfrau sein.“ Die jungen Frauen in Iran haben schmerzliche, verzweifelte Auswege gefunden, um mit diesem Widerspruch zu leben: ein chirurgischer Eingriff im Intimbereich vor der Hochzeitsnacht oder Sex, der das Jungfernhäutchen erst gar nicht verletzt.

Mädchen sollen Jungfrau sein, aber trotzdem gut im Bett

„Der Übergang von der Tradition zur Moderne ist voller Scham und Schmerzen“, sagt der Doktor, einer der wenigen, der sich mit Sexualität beschäftigt. In Iran will niemand drucken, was er zu sagen hat. Dabei ist auch er begierig zu sprechen, mindestens drei Stunden, verlangt er, soll das Interview dauern. In Iran, wie in vielen anderen Ländern auch, sei Sex traditionell eine Möglichkeit für Frauen, sich materiell abzusichern. In einer nicht veröffentlichten Studie gaben 52 Prozent der Frauen an, dass sie Sex benutzen, um an Geld zu kommen1. Auch die Ehe ist ein Handel, auch für die Frau, denn vor der Hochzeit wird ihr Preis festgelegt mit der „mehrije“, dem Geld, das der Mann zahlen muss, wenn er sich scheiden lassen will. Das ist eine Sicherheit für die Frau, und zugleich eine Bürde, ein Quell des Unfriedens zwischen den Familien und der Verletzungen zwischen den Eheleuten. Die Jungfräulichkeit der Töchter ist dabei nicht nur ein moralisches Gut, sondern auch eine Ware. Ist sie verloren, sinkt der Preis.

1Anmerkung: Im Video Die Hure und der Gottesstaat heißt es, dass allein in Teheran 20.000, oft drogenabhängige, junge Frauen der Prostitution nachgehen.

Die schöne Psychologin hält ein Seminar für Führungskräfte. Sie sitzt vor ihnen auf einem Barhocker. Die Männer hängen an ihren rosaroten Lippen. Sie formt die Laute mit großem Nachdruck und einem sehr bestimmenden Unterton. Ihre Nase hat sie verkleinern lassen, der in Iran beliebte „nose job2“. Sie hat die Beine mit der engen Jeans übereinandergeschlagen und wippt leicht mit dem Fuß in High Heels: eine zierliche Domina und Anhängerin von C. G. Jung, die auch Therapiesitzungen für junge Leute macht, „damit sie ihr wirkliches Selbst im Leben finden“. Denn die junge Generation hat sich selbst verloren in diesem brutalen, politisierten Coming-out, in den alltäglichen Lügen zu Hause, in der Schule und auf der Uni, in ihrer vorgeblichen Freizügigkeit, dem zwanghaften Amüsement. Sie sollen alles sein: brave Tochter und coole Freundin, Jungfrau und gut im Bett. Die meisten Frauen, sagt die Psychologin, erlebten nie einen Höhepunkt, und die Männer merkten nicht einmal, dass sie ihnen etwas vormachen. Es sei ihnen auch egal. „Wir ziehen alle die ganze Zeit eine Show ab.“

2Anmerkung: Nosejobs sind Nasenoperationen, um eine schönere Nase zu erhalten. (Siehe auch: Nur ein kleiner Nosejob)

Von Christiane Hoffmann, Teheran

Quelle: Liebe in Iran: Sex aus Protest

Information zum Thema Islam
Videos zum Thema Islam